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BWT Mücke Motorsport beim Saisonauftakt des ADAC GT Masters mit starker Pace

Top-Rundenzeiten des Traditionsrennstalls aus Berlin am Lausitzring

Ricardo Feller und Stefan Mücke im BWT Audi R8 LMS #26 in Schlagdistanz zur Spitze

Starker Einstand der Rookies Igor Walilko und Mike Beckhusen im BWT Audi R8 LMS #25

 

Der Saisonauftakt des ADAC GT Masters auf dem Lausitzring war eine Hitzeschlacht. Bei Temperaturen von mehr als 30 Grad Celsius ging BWT Mücke Motorsport auf dem 3,478 Kilometer langen Kurs an den Start. Den BWT Audi R8 LMS #26 pilotierten Routinier Stefan Mücke und Youngster Ricardo Feller. Im BWT Audi R8 LMS #25 griffen die beiden Serienneulinge Igor Walilko und Mike Beckhusen ins Lenkrad.

 

 

Die Highlights des Wochenendes

 

Top-Ausgangslage für Feller und Mücke: Feller gelang ein starker Einstand im BWT Audi R8 LMS #26. Im Training für Junioren und Trophy-Piloten fuhr er die Bestzeit. Auch im zweiten Training mit dem gesamten Feld sprang für Feller und Mücke ein beachtliches Ergebnis heraus. Mit 0,159 Sekunden Rückstand auf die Spitze wurden sie Vierte. Im ersten Qualifying am Samstagmorgen war der Abstand zur Spitze sogar noch geringer - nur 0,149 Sekunden. Im hart umkämpften Feld des ADAC GT Masters bedeutete das Startplatz sieben.

 

Im Samstagsrennen kam Feller am Ende seines Stints auf einem starken vierten Platz liegend an die Box. Aufgrund eines technischen Problems dauerte der Stopp jedoch länger als geplant und so fiel die #26 zurück. Mücke brachte das Auto auf Position 17 ins Ziel. Die Punkteränge verfehlte er nur knapp. Feller wurde für seine Top-Fahrt immerhin mit zehn Punkten für die Junior-Wertung belohnt. In das zweite Rennen startete Mücke von Rang 25. Die geplante Aufholjagd gestaltete sich schwierig, denn abseits der Ideallinie war die Strecke dreckig. So verpasste das Duo auf Platz 22 erneut nur um wenige Sekunden die Punkteränge. Feller erzielte in der Junior-Wertung für Fahrer unter 25 Jahren acht Zähler.

 

Starker Auftritt von Walilko und Beckhusen: Die beiden Rookies von BWT Mücke Motorsport stellten schon in den Trainings ihre Pace unter Beweis. In der Session für Junioren und Trophy-Piloten ließen sie mit Rang vier aufhorchen. Im zweiten Training, bei dem alle 33 Supersportwagen im Einsatz waren, belegten Walilko und Beckhusen mit nur sechs Zehnteln Rückstand auf die Spitze Rang 18. Ein ähnlicher Abstand bedeutete im ersten Qualifying am Samstagmorgen Position 23. Im hart umkämpften Feld arbeitete sich Walilko in seinem Rennstint um mehrere Positionen nach vorne. Ein technisches Problem beim Boxenstopp kostete Beckhusen jedoch Zeit und so war nicht mehr als der 28. Platz möglich. Immerhin nahmen Walilko und Beckhusen jeweils drei Punkte in der Juniorwertung mit.

 

Der 31. Startplatz für das zweite Rennen am Sonntag spiegelte erneut die hohe Leistungsdichte im ADAC GT Masters wider, denn Beckhusen fehlte nur knapp eine Sekunde auf die Spitze. Beckhusen hatte Pech, denn auf seiner schnellen Runde verteilte ein vorausfahrendes Auto Dreck auf der Strecke. Noch mehr Pech hatte Beckhusen im Rennen: In der ersten Runde fuhr ein Konkurrent ins Heck des BWT Audi R8 LMS #25 und drehte ihn. Beckhusen musste die Box ansteuern, um die Reifen wechseln zu lassen. Durch diesen ungeplanten Stopp war nicht mehr als Rang 28 drin. Trotzdem sammelten Beckhusen und Walilko sechs Punkte für die Juniorwertung.

 

Bereits in zwei Wochen steht die zweite Saisonstation des ADAC GT Masters auf dem Programm. Die Liga der Supersportwagen gastiert vom 14. bis 16. August auf dem Nürburgring.

 

 

Die Stimmen zum Wochenende

 

Stefan Mücke (BWT Audi R8 LMS #26): "Wir hatten über das ganze Wochenende hinweg eine gute Pace. Ich bin sehr zufrieden mit Ricardos Leistung im ersten Qualifying. Auch im Rennen fing es gut an. Wir hatten Glück und sind gut durch die turbulente Startphase gekommen. Wir fanden uns in den Top-5 wieder. Beim Boxenstopp haben wir leider durch ein Elektronikproblem Zeit verloren und das hat uns ein sehr gutes Punkteresultat gekostet. Über Nacht haben wir die Lösung gefunden. Dennoch lief es auch am Sonntag nicht so gut. Wir hatten eine gute Fahrzeugbalance, aber wir konnten das im Qualifying nicht umsetzen. Wir hatten auch Pech, weil wir im Verkehr steckten, als unsere Reifen im optimalen Fenster waren. Im Rennen war es schwierig, nach vorne zu kommen, weil die Leistungsdichte so hoch ist. Das Fazit nach diesem Wochenende lautet: Die Pace ist da, aber wir müssen sie vor allem im Qualifying besser umsetzen."

 

Ricardo Feller (BWT Audi R8 LMS #26): "Ich reise mit gemischten Gefühlen vom Lausitzring ab. Wir hatten ein gutes Paket, nur leider konnten wir es nicht in entsprechende Ergebnisse ummünzen. Wir hatten etwas Pech im ersten Rennen. Ich bin auf Platz vier liegend an die Box gekommen und Stefan hätte das sicherlich gut nach Hause bringen können. Aber wir hatten beim Boxenstopp ein technisches Problem und haben dadurch viele Positionen verloren. Im zweiten Rennen konnten wir leider nicht viel ausrichten. Hoffentlich ist in zwei Wochen auf dem Nürburgring das Glück auf unserer Seite, denn die Strecke liegt mir sehr gut."

 

Igor Walilko (BWT Audi R8 LMS #25): "Es war kein einfaches Rennwochenende für uns. Die Ergebnisse entsprachen nicht unseren Erwartungen. Manchmal ist man im Motorsport aber auch machtlos, wie bei dem technischen Problem im ersten Rennen und dem Kontakt mit einem anderen Fahrer im zweiten Lauf. Es lief unglücklich, aber wir müssen uns auf das Positive konzentrieren. Wir können viel aus diesen Momenten lernen und mit jedem weiteren Kilometer, den wir fahren, verstehen wir das Auto besser. Als Neuling in so einer hart umkämpften Serie ist es nicht einfach, daher werden wir noch härter arbeiten, damit es am Nürburgring besser läuft."

 

Mike Beckhusen (BWT Audi R8 LMS #25): "Wir hatten an diesem Wochenende leider etwas Pech. Wir haben in den Trainings gezeigt, dass wir die Pace haben. Leider haben wir fürs Qualifying kein optimales Setup gefunden. Im ersten Rennen hat Igor mehrere Positionen gutgemacht. Ein technisches Problem hat uns beim Fahrerwechsel leider ein paar Sekunden gekostet. In meinem Qualifying am Sonntag hatte ich Pech, dass ein vor mir fahrendes Auto Dreck auf die Strecke geschleudert hat. Dadurch fehlte mir Grip an der Hinterachse. Im Rennen ist mir in der ersten Runde ein Konkurrent ins Heck gefahren. Er hat sich nach dem Rennen bei mir entschuldigt. Igor und ich können aus dem Wochenende sicherlich viel lernen. Wir werden alles geben, um am Nürburgring bessere Ergebnisse zu erzielen."

 

Michael Weiss (Technischer Leiter): "Nach einer langen Pause und sehnsüchtigem Warten haben wir unser erstes Rennwochenende unter die Slicks genommen. Wir hatten einige Testsessions am Lausitzring, die sehr vielversprechend waren. Wir haben auch das Rennwochenende trotz aller Herausforderungen gut gemeistert. Die Performance im ersten Qualifying war in etwa wie erwartet. Das Rookie-Auto hat einen guten Job gemacht. Das Schwester-Auto war auf Kurs zu einer Top-Position, aber es lagen 27 Autos innerhalb einer Sekunde, daher war das Ergebnis doch etwas enttäuschend. Letztes Jahr beim Saisonauftakt waren es 19 Autos innerhalb einer Sekunde. Das Feld ist also nochmal deutlich enger zusammengerückt. Die Abstände liegen nur im Hundertstelbereich. Leider hatten wir im ersten Rennen beim Boxenstopp ein Problem an beiden Fahrzeugen. Sie sprangen schlecht wieder an. Für das zweite Rennen haben wir das in den Griff bekommen. Mike wurde in der ersten Runde umgedreht und wir mussten die Reifen wechseln. Daher war am Sonntag nicht mehr drin."

 

Peter Mücke (Teamchef): "Das Wochenende fing gut an. Mit Platz sieben im Qualifying hatte Ricardo eine gute Ausgangslage für das Samstagsrennen. Er kam auf Position vier an die Box. Leider gab es ein technisches Problem und wir haben dadurch Positionen verloren. Am Sonntag hatten wir leider keine optimale Ausgangslage und Mike ist in der ersten Runde von einem Konkurrenten touchiert worden. Er musste mit einem Reifenschaden an die Box kommen. Später hatten wir noch Pech mit dem Safety Car. Die Qualität der Fahrer und Teams im ADAC GT Masters ist im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen, das Level ist extrem hoch."

 

Text und Bild: Mücke Motorsport