Frikadelli Racing gewinnt nach hochdramatischem Rennverlauf die 9h Kyalami

Barweiler. Das Frikadelli Racing Team hat die Neuauflage der 9h Kyalami (Südafrika) gewonnen. Nick Tandy, Dennis Olsen und Mathieu Jaminet bescherten der Mannschaft von Klaus Abbelen & Sabine Schmitz damit einen perfekten Saisonabschluss. Neben dem Gesamtsieg konnte man sich dank der errungenen Punkte zusätzlich auch noch über zwei Titelgewinne in der Intercontinental GT Challenge, der inoffiziellen Weltmeisterschaft für GT3-Fahrzeuge, freuen. So sicherte sich Dennis Olsen den Sieg in der Fahrermeisterschaft und Porsche triumphierte in der Herstellerwertung.

 

„Wir haben ein Wochenende hinter uns was absolut nichts für schwache Nerven war. Ich habe selten ein Rennen erlebt, das von so vielen Höhen und Tiefen geprägt war. Doch trotz aller Rückschläge, die uns zwischenzeitlich ereilt haben hat unsere Mannschaft zu keiner Phase aufgesteckt. Es ist grandios, dass dieses Kämpferherz am Ende mit diesem sensationellen Erfolg belohnt worden ist. Mein Dank geht an das gesamte Team und natürlich an unsere drei pfeilschnellen Piloten. Eine einzigartige Mannschaftsleistung, die mit den beiden Meisterschaftstiteln ihren Höhepunkt gefunden hat“, strahlte Teamchef Klaus Abbelen.  

 

Die Achterbahnfahrt der Gefühle startete für Frikadelli Racing bereits im Qualifying, als Nick Tandy im dritten Teilabschnitt auf regennasser Fahrbahn in die Streckenbarrieren rutschte. Dank einer schnellen Reparatur der Frikadellicrew konnte der Porsche 911 GT3 R rechtzeitig vor Ablauf der Session wieder auf Zeitenjagd geschickt werden. Das Resultat: nicht nur die erfolgreiche Qualifikation für das Top-10 Shootout sondern auch die Pole Position für die 9h Kyalami. „Ganz ehrlich: Die Pole einzufahren war die beste Wiedergutmachung, die ich für meinen kleinen Crash bieten konnte“, schilderte Tandy anschließend. Für das Frikadelli Racing Team sollte es bei weitem nicht der einzige Adrenalinkick bleiben.    

 

Beim Rennstart verlief zunächst alles planmäßig. Dennis Olsen konnte die Pole Position direkt in die Führung umzumünzen und diese in der Anfangsphase erfolgreich verteidigen. Trotz zwei nicht ganz perfekter Boxenstopps zu Beginn des Rennens konnte sich das Fahrertrio des Frikadelli Racing Teams auch in den Folgestints in der Spitzengruppe festsetzen. Nach etwas mehr als zwei Stunden Fahrzeit schienen die Träume von einem Top-Resultat allerdings fast schon endgültig beendet zu sein. So fiel man nach einer Kollision und Durchfahrtsstrafe aus den Top-10 hinaus. Dank einer famosen Aufholjagd von Jaminet, Tandy und Olsen sowie einer perfekten Boxenstoppstrategie arbeitete man sich jedoch bis zum Einbruch der Dunkelheit wieder an die Spitzengruppe heran.

 

Das letzte Rennviertel wurde dann von monsunartigen Regenfällen bestimmt. Aus Sicherheitsgründen entschloss sich die Rennleitung daher für eine lange Safety-Car-Phase. Erst knapp 20 Minuten vor dem Ende konnte der Start wieder freigegeben werden. Schlussfahrer Nick Tandy zeigte sich im Anschluss von den schwierigen äußeren Bedingungen unbeeindruckt. Von der dritten Position aus gelang es ihm in den letzten Runden den Frikadelli-Porsche 911 GT3 R noch bis an die Spitze zu bringen. Damit ist das Frikadelli Racing Team nach 37-jähriger Abstinenz der 9h Kyalami wieder der erste Sieger des südafrikanischen Langstreckenklassikers.

 

Stimmen nach dem Rennen

Dennis Olsen: „Es ist definitiv der bisher schönste Tag in meiner Karriere. Der Gewinn der Fahrermeisterschaft in der Intercontinental GT Challenge und der gleichzeitige Erfolg von Porsche in der Herstellerwertung bedeutet mir unheimlich viel. Hinter uns liegt ein fantastisches Jahr mit einem äußerst spannenden Saisonfinale hier in Kyalami. Vielen Dank an das gesamte Frikadelli Racing Team und alle anderen, die zu diesem traumhaften Ergebnis beigetragen haben.“

 

Nick Tandy: „Unser Porsche 911 GT3 R war unter allen Witterungsbedingungen das schnellste Fahrzeug im Feld. Wir hatten so die Pace, um uns trotz der zwischenzeitlichen Rückschläge wieder nach vorne zu kämpfen. Ich bin unheimlich froh, dass das Rennen nach der langen Safety-Car Phase noch einmal freigegeben worden ist und überglücklich, dass es am Ende zum Sieg gereicht hat. Es war eine perfekte Leistung des gesamten Frikadelli Racing Teams.“

 

Mathieu Jaminet: „Hinter uns liegt ein äußerst verrücktes Rennen mit einer emotionalen Berg- und Talfahrt. Umso größer ist die Freude über den Gesamtsieg und die beiden Meisterschaftstitel. Das gesamte Team hat einen fantastischen Job gemacht und unser Frikadelli-Porsche 911 GT3 R war über das gesamte Wochenende hinweg eine „echte Rakete“.

 

Text: MediaDaCo - Daniel Cornesse

Bild: Gruppe C

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