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Philip Ellis: „Wir wollen mit den großen Jungs mitspielen“

GetSpeed ist gereift vor dem VLN-Finale – vom Underdog zum Favoriten

Auf der Zielgeraden der Saison ist GetSpeed Performance so richtig in Fahrt gekommen. Das Team aus dem Gewerbepark am Nürburgring ist in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring die Mannschaft der Stunde. Die Crew um Adam Osieka war in den vergangenen drei Rennen insgesamt am erfolgreichsten. Mit Platz zwei beim achten Lauf feierten Philip Ellis und Maximilian Götz zuletzt den dritten Podiumsplatz in Folge für den Vodafone Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 2. Beim VLN-Finale am kommenden Samstag (26.10.) hat GetSpeed erneut den Sieg im Visier.

 

„Wir treten mit breiter Brust zum Saisonfinale der VLN an. Alle fünf Fahrer in beiden Autos haben ihre Skills auf der schönsten Rennstrecke der Welt schon mehrfach unter Beweis gestellt und mit starken Resultaten untermauert. Nach den Erfolgen der letzten Monate kann und muss unser Ziel mit den beiden Mercedes-AMG GT3 das Podium sein – sowohl in der Gesamtwertung als auch in der Pro-Am-Klasse“, gibt sich Teamchef Adam Osieka selbstbewusst.

 

Bei VLN7 feierten Fabian Schiller und Dominik Baumann den ersten VLN-Sieg der Teamgeschichte und bei VLN6 stand der Österreicher Baumann mit Ellis als Dritter auf dem Podest. In dieser Kombination rast die #2 auch am kommenden Samstag durch die Grüne Hölle. „Ich freue mich darauf, wieder dabei zu sein“, sagt Dominik Baumann. „Beim letzten Lauf war ich leider verhindert, aber ich habe das Rennen aufmerksam im Internet verfolgt. Das Team war erneut gut unterwegs. Ich hoffe, auf ein paar trockene Runden. Bei meinen beiden bisherigen Einsätzen war es immer nass. Ich bin sehr motiviert. Mit Philip hat das beim letzten Mal super funktioniert. Ich denke, dass es erneut ein gutes Wochenende für uns werden kann.“

 

Ellis stand schon drei Mal auf dem Podium in dieser Saison

 

Teamkollege Ellis legte bei VLN8 seine Reifeprüfung ab, als der 27-Jährige in der Schlussphase in einem rundenlangen Kampf die Ellenbogen ausfuhr und sich gegen die Nordschleifen-Experten Klaus Bachler, Frank Stippler und Manuel Metzger behauptete. Bei gerade mal fünf Renneinsätzen mit GT3-Fahrzeugen in der Eifel war Ellis schon dreimal auf dem Podium, mit drei verschiedenen Partnern. Ein imponierender Leistungsnachweis. Nur ein Sieg fehlt ihm noch zur Krönung.

 

Dank der jüngsten Erfolge ist GetSpeed auch im Kampf um die ROWE Speed-Trophäe by VLN als Gesamtzweiter in aussichtsreicher Position. Die Wertung für die Schnellsten der Schnellen rund um die legendäre Nordschleife wird seit 2013 ausgeschrieben. Sollten Baumann/Ellis bei VLN9 gewinnen und obendrein die Pole holen, und der momentane Spitzenreiter, der #6 Mercedes-AMG GT3 des Black Falcon Teams, würde maximal Zehnter im Rennen werden, wäre der Gesamtsieg erreicht. „Den zweiten Platz in der Teamwertung wollen wir auf jeden Fall verteidigen, vielleicht können wir ja sogar die Lücke nach vorne noch schließen. Und ich würde auch gerne noch den Stippi überholen“, sagt Philip Ellis, der in der Wertung der Klassensieger-Trophäe der SP9 Pro derzeit mit 26,88 Punkten Vierter hinter Audi-Pilot Frank Stippler (32,21) ist.

 

Das Schwesterauto, der Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3 mit der #23, wird wie gewohnt von Janine Hill, John Shoffner und Fabian Schiller pilotiert. Das eingespielte Trio untermauerte bei VLN8 mit Rang zwölf im Gesamtklassement und Position drei in der Klasse Pro-Am das starke mannschaftliche Ergebnis des Rennstalls aus dem Gewerbepark am Nürburgring in der weltweit größten Breitensportserie.

 

Der 44. DMV Münsterlandpokal am kommenden Samstag ist der neunte Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Das Zeittraining zwischen 8:30 und 10 Uhr entscheidet über die Startaufstellung für das Rennen über die Distanz von vier Stunden. Rennstart ist um 12 Uhr. Den kompletten Renntag gibt es im Livestream auf www.getspeed.de. In den Cockpits der beiden Mercedes-AMG GT3 von GetSpeed sind Kameras angebracht, so dass das Rennen auch aus der Sicht der Fahrer live verfolgt werden kann.

 

Text: GetSpeed

Bild: Max Bermel