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GetSpeed mit Platz zwei zum dritten Mal in Folge auf dem Podium

Ellis / Götz holen im Vodafone Mercedes-AMG GT3 erneut ein Top-Ergebnis für GetSpeed

GetSpeed Performance ist das erfolgreichste VLN-Team der vergangenen drei Rennen. Mit Platz zwei beim achten VLN-Lauf feierten Philip Ellis und Maximilien Götz den dritten Podestrang in Folge für den Vodafone Mercedes-AMG GT3 mit der Startnummer 2. Janine Hill, John Shoffner und Fabian Schiller komplettierten im Rooster Rojo J2R Mercedes-AMG GT3 mit Rang zwölf im Gesamtklassement – Position drei in der Klasse Pro-Am – das starke Ergebnis des Rennstalls aus dem Gewerbepark am Nürburgring. „Manchmal werden Wünsche wahr“, freute sich Teamchef Adam Osieka nach dem Rennen. „Wir haben uns ein sonniges Rennen gewünscht und eine weitere Top-Platzierung. Beides hat geklappt.“

 

Dabei war das vorletzte Vier-Stunden-Rennen des Jahres in der Grünen Hölle für Ellis / Götz in der GetSpeed-Speerspitze alles andere als ein Kinderspiel. Ein leichtes Touchieren der Streckenbegrenzung eingangs der Döttinger Höhe, eine kleine Rangelei an der Boxeneinfahrt mit einem Mitstreiter und der daraus resultierende Reifenschaden kosteten nicht nur Zeit, sondern alle Beteiligten auch Nerven. „Wir haben aber nicht aufgegeben“, sagt Osieka. „Das Team an der Box hat genauso eine sensationelle Leistung abgeliefert wie unsere Fahrer auf der Strecke. Wir haben gekämpft und die guten Resultate sind unser verdienter Lohn.“ Gerade die Schlussphase wurde zu einem echten Rennkrimi. Ellis setzte sich in einem rundenlangen Kampf Stoßstange an Stoßstange gegen Klaus Bachler, Frank Stippler und Manuel Metzger durch, die allesamt über weitaus mehr Nordschleifen-Erfahrung verfügen als der 27-Jährige, der gerade einmal auf sechs Renneinsätze mit GT3-Fahrzeugen auf der Nordschleife zurückblickt. „Ich wusste genau, dass mir Manuel in den letzten Runden im Nacken hing“, so Ellis mit einem Augenzwinkern. „Aber der kocht auch nur mit Wasser, daher war ich nicht sonderlich nervös und habe mich darauf konzentriert, an den paar Stellen, wo auf der Nordschleife ein Überholmanöver möglich ist, vorne zu bleiben.“ Osieka lobte: „Mit diesen Rennen hat Philip seine Reifeprüfung abgelegt.“

 

Im Schwesterfahrzeug genossen Hill, Shoffner und Schiller das erste komplett regenfreie VLN-Rennen des Jahres. „Ich habe auf gutes Wetter gehofft und jetzt war es endlich mal trocken“, sagte Hill, die das Rennen zum fünften Mal als beste Dame im rund 160 Teilnehmer starken Feld beendete. „Mein erster Stint war wirklich gut. Die ersten fünf Runden waren top. Dann habe ich aber gemerkt, dass wir noch viel zu lernen haben, denn in Runde sieben fühlte sich das Auto schlagartig vollkommen anders an. Das GT3-Fahrzeug ist sehr feinfühlig und hat unglaublich viele technische Parameter, die man beachten muss. Trotzdem macht mir das sehr viel Spaß.“ Wie seine Lebensgefährtin hat auch Shoffner bei VLN8 abgeliefert. „Er war in seinem Stint teilweise nur 15 Sekunden pro Runde langsamer als die absoluten Profis an der Spitze“, sagte Schiller, der in dieser Saison seinen hohen Speed ein ums andere Mal unter Beweis stellte und der die beiden ambitionierten Amateurpiloten im Team GetSpeed Performance als Coach begleitet. „Das war schon stark. Auch ich habe beim ersten trockenen VLN-Rennen noch viel dazugelernt. Man muss sehr hohes Risiko gehen, um das Letzte aus dem Auto herauszuholen. Das merkt man deutlich, aber am Ende ist das nicht unser primäres Ziel. Wir wollen saubere Rennen fahren und gemeinsam unseren Erfahrungsschatz aufbauen.“

 

„Alles in allem hatten wir ein sehr, sehr gutes Rennen“, zog Osieka sein Fazit. „Es wäre schön gewesen, wieder um den Sieg mitzufahren. Auf der anderen Seite schweißen aber Rennen mit kleinen Unwägbarkeiten das Team enorm zusammen. Zu Beginn des Jahres hätte ich nicht gedacht, dass wir uns gegen die etablierten Teams in der VLN so gut schlagen würden. Wir kämpfen gemeinsam – so auch in zwei Wochen beim Finale.“

 

Der neunte Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring findet am 26. Oktober 2019 statt und führt über die gewohnte Distanz von vier Stunden.

 

Text: GetSpeed

Bild: Max Bermel