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Rast nicht zu stoppen: Audi-Pilot nach perfektem Samstag auf Titelkurs

Maximale Punktzahl für den DTM-Spitzenreiter am Samstag

Verfolger Nico Müller nach Frühstart ohne Punkte im Rennen

Jonathan Aberdein vom Kundenteam WRT Team Audi Sport auf Platz vier

 

Mit einem überlegenen Sieg im Samstagsrennen auf dem Nürburgring ist Audi-Pilot René Rast seinem zweiten DTM-Titel einen großen Schritt näher gekommen. Vor den letzten drei Läufen hat der Deutsche 47 Punkte Vorsprung auf seinen Markenkollegen Nico Müller und 80 auf BMW-Pilot Marco Wittmann. Maximal 84 Punkte werden noch vergeben.

 

Seinen Vorsprung in der Gesamtwertung baute der Pilot des Audi Sport Team Rosberg am Nürburgring bereits am Vormittag aus: Zum siebten Mal in diesem Jahr holte Rast die drei Zusatzpunkte für die Pole-Position. Damit hat der Deutsche in der Saison 2019 alleine im Qualifying 30 Punkte gesammelt – absoluter Rekord.

 

Auch im Rennen lief für Rast alles plangemäß: Nach einem guten Start setzte er sich sofort von seinen Verfolgern ab, fuhr rund sechs Sekunden Vorsprung heraus und kontrollierte anschließend souverän das Tempo an der Spitze. Im Ziel hatte er mehr als zehn Sekunden Vorsprung auf Bruno Spengler im BMW.

 

„Das war ein perfekter Tag“, sagte Rast nach seinem sechsten Saisonsieg und dem insgesamt 16. Triumph seiner DTM-Karriere. „Auto, Strategie, Boxenstopps: Heute hat einfach alles gepasst. Ein großes Lob an mein Team, das an diesem Wochenende bisher einen herausragenden Job gemacht hat. Das war heute ein wichtiger Schritt in Richtung Meistertitel. Ich hoffe, wir haben morgen noch einmal so einen Tag.“

 

Die Titelambitionen von Verfolger Nico Müller aus dem Audi Sport Team Abt Sportsline erhielten dagegen einen herben Dämpfer. Der Schweizer sicherte sich Startplatz drei, leistete sich aber einen Frühstart und blieb im Rennen als 16. ohne Punkte. „Der Frühstart geht ganz klar auf meine Kappe“, sagte Müller. „Die Ampel war sehr lange rot. Ich hatte nur noch die Wahl, den Motor abzuwürgen oder loszufahren.“

 

Großes Pech hatte auch Mike Rockenfeller, der beim Heimrennen des Audi Sport Team Phoenix 25 Runden lang direkt hinter René Rast lag, seinen Audi RS 5 DTM dann jedoch wegen eines Öllecks im Bereich des Motorumfelds vorzeitig abstellen musste.

 

Zweitbester Audi-Pilot war so Jonathan Aberdein vom Kundenteam WRT Team Audi Sport. Der Südafrikaner kam nach einem starken Rennen noch vor Loïc Duval und Jamie Green auf Platz vier ins Ziel. Robin Frijns kämpfte sich vom letzten auf den zehnten Platz nach vorn, nachdem er am Start stehen geblieben war.

 

„Wir haben heute wieder ein fantastisches Rennen von René (Rast) gesehen“, sagte Audi-Motorsportchef Dieter Gass. „Er war im Qualifying einmal mehr eine Klasse für sich, hatte einen sehr guten Start, hat anschließend das komplette Rennen kontrolliert und keine Fehler gemacht. Schade, dass Mike (Rockenfeller) aufgeben musste – auch er ist ein sehr starkes Rennen gefahren und hätte den zweiten Platz verdient gehabt. Nico (Müller) wollte am Start vielleicht etwas zu viel. Nach dem Frühstart war das Rennen für ihn gelaufen.“

 

Am Sonntag hat René Rast die Chance, sich vorzeitig den DTM-Fahrertitel zu sichern. Dazu müsste der Audi-Pilot neun Punkte mehr holen als Nico Müller, und Marco Wittmann dürfte gleichzeitig nicht mehr als 23 Punkte auf ihn aufholen.

 

Die Teammeisterschaft entscheidet sich dagegen erst beim Finale in Hockenheim. Hier liegt das Audi Sport Team Rosberg nun wieder knapp vor dem Audi Sport Team Abt Sportsline.

 

Das Sonntagsrennen beginnt zur gewohnten Zeit um 13:30 Uhr. SAT.1 überträgt ab 13 Uhr live.

 

Text und Bild: Audi Sport