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Siljehaug/Angermayr stürmen zum Sieg im Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany in Zandvoort

Marius Zug und Gabriele Piana sind Halbzeitmeister der ADAC GT4 Germany

Jusuf Owega gewinnt die Junior-Wertung

Markus Lungstrass in Trophy-Wertung erfolgreich

 

Zandvoort, Niederlande. Mads Siljehaug (23/NOR) und Eike Angermayr (20/AUT, beide Felbermayr-Reiter) gewinnen im KTM X-Bow GT4 mit einer starken Aufholjagd das zweite Rennen der ADAC GT4 Germany in Zandvoort. Der lange Zeit führende Mercedes-AMG GT4 von Hamza Owega (27/Köln) und Jusuf Owega (17/Köln, beide GetSpeed Performance) kommt auf Rang zwei ins Ziel, Mike Beckhusen (19/Berlin) und Markus Lungstrass (36/Köln,beide racing one) komplettieren im Audi R8 LMS GT4 das Podium. "Das ist der absolute Wahnsinn. Ich kann es noch gar nicht richtig realisieren. Mein Renningenieur hatte heute Morgen gescherzt, dass wir auf das Podium fahren werden. Doch ich dachte, er ist verrückt. Denn wir starteten lediglich von der elften Position. Jetzt bin ich einfach nur noch glücklich", strahlte Angermayr nach seinem ersten Saisonsieg über das ganze Gesicht. 

 

Zunächst bot das Sonntagsrennen der ADAC GT4 Germany in Zandvoort ein ganz anderes Bild an der Spitze. Pole-Setter Jusuf Owega dominierte die Anfangsphase in seinem Mercedes-AMG GT4 nach Belieben. Mit konstant schnellen Rundenzeiten setzte sich der jüngere der beiden Owega-Brüder kontinuierlich vom Rest des Feldes ab. Bis zum obligatorischen Fahrerwechsel auf Hamza Owega hatte er bereits einen Vorsprung von knapp zwölf Sekunden herausgefahren. 

 

Hamza Owega setzte die starke Leistung weiter fort und baute die Führung bis auf über 18 Sekunden aus. Dann gab es jedoch einen Rückschlag auf der Fahrt zum vermeintlich sicheren Sieg: Aufgrund eines Vergehens beim Boxenstopp bekam das Mercedes-AMG-Duo eine Durchfahrtsstrafe auferlegt. Nach dem Absitzen der Strafe blieb Owega zwar weiterhin an der Spitze, jedoch nur noch mit geringem Vorsprung. 

 

Kontinuierlich arbeitete sich in der Zwischenzeit Siljehaug im KTM immer weiter nach vorn. Vier Minuten vor Rennende passierte er schließlich den führenden Mercedes-AMG und fuhr anschließend mit 2,2 Sekunden Vorsprung zum Sieg. "Als ich ins Auto stieg, wusste ich nicht, auf welcher Position ich liege. Ich habe aber alles aus dem KTM herausgeholt und einfach nur Vollgas gegeben. In jeder Kurve ging ich bis ans Maximum. Das Fahrzeug war heute mega stark - der Sieg aber unerwartet", jubelte der Norweger. 

 

Mit Gesamtrang zwei sicherte sich Jusuf Owega den Klassensieg in der Junior-Wertung. Erstmals auf dem Podium der ADAC GT4 Germany stand mit Mike Beckhusen (19/Berlin) und Markus Lungstrass ein Audi-Duo. Lungstrass konnte außerdem den Pokal für den besten Trophy-Piloten mit nach Hause nehmen. Platz vier ging an der BMW M4 GT4 von Michael Schrey (36/Wallenhorst) und Thomas Jäger (24/AUT, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport). Durch Rang fünf machten die Samstagssieger Marius Zug (16/Pfaffenhofen) und Gabriele Piana (32/ITA, beide RN Vision STS Racing Team) die Halbzeitmeisterschaft der ADAC GT4 Germany klar. 

 

Hinter dem Mercedes-AMG GT4 von Luca Trefz (17/Wüstenrot) und Morgan Haber (25/AUS, beide Leipert Motorsport) auf Rang sechs zeigten die McLaren 570S GT4 vom Team GT wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung mit den Rängen sieben für Charles Fagg (19/GBR)/ Michael Benyahia (19/MAR) und acht für Felix von der Laden (25/Köln)/Alain Valente (22/CHE). Der BMW M4 GT4 von Claudia Hürtgen (47/Aachen) und Michael Fischer (24/AUT, beide Hofor Racing by Bonk Motorsport) und der McLaren von Fred Martin-Dye (30/GBR)und Thomas Krebs (26/DNK, beide Dörr Motorsport) komplettierten die Top Ten. Der ehemalige Formel-1-Pilot und heutige TV-Experte von RTL Christian Danner (61/Seeshaupt) beendete das Rennen mit Teamkollege Bernhard Laber (55/München, beide Team GT) im McLaren 570S GT4 auf Position 18. Im Lauf am Vortag schied das Duo nach einem technischen Defekt aus. 

 

Die ADAC GT4 Germany macht keine Pause. Schon am nächsten Wochenende (16. bis 18. August) werden die nächsten beiden Läufe am Nürburgring ausgetragen. 

 

Text und Bild: ADAC GT4 Germany

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