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Nürburgring wird Zentrum des historischen Motorsports

-AvD-Oldtimer-Grand-Prix vom 9. bis 11. August auf dem Traditionskurs

-Historischer Motorsport mit Boliden u. a. aus Formel 1, DRM und Sportwagen-WM

-Familienfreundliche Preise und Angebote für Groß und Klein

 

Am kommenden Wochenende (9. bis 11. August) macht der AvD-Oldtimer-Grand-Prix den Nürburgring zum Brennpunkt des historischen Motorsports. Mit 20 Rennen und Gleichmäßigkeitsprüfungen in über einem Dutzend historischer Klassen ist das Event die wichtigste historische Rennveranstaltung in Kontinentaleuropa. Entsprechend hochkarätig ist die Besetzung: Die drei historischen Automobilmeisterschaften des Weltverbandes FIA absolvieren hier drei Läufe, darunter auch die Meisterschaft der Formel-1-Boliden der legendären Cosworth-Ära. Das bis auf den letzten Platz gefüllte Rennen der 50er-Jahre-Sportwagen ist gespickt mit seltenen und schönen Rennwagen, die wieder im ureigenen Element zu sehen sind: im echten Einsatz auf der legendären Rennstrecke. Wenn die Grand-Prix-Autos aus den Kindertagen der Formel 1 auf den Kurs gehen, dann werden die Zeiten von Juan Manuel Fangio und Stirling Moss lebendig. Die Vorkriegsrennwagen erinnern an die Gründerzeit der Eifelstrecke mit Persönlichkeiten wie Rudolf Caracciola. In den Läufen der Tourenwagen aus DTM und STW und der Deutschen Rennsport-Meisterschaft (DRM) greifen viele Piloten von damals ins Volant, darunter etwa Olaf Manthey, Roland Asch, Leopold von Bayern oder Harald Grohs.

 

Großgeschrieben wird die Familienfreundlichkeit beim AvD-Oldtimer-Grand-Prix: Junge Besucher bis einschließlich 17 Jahre haben (in Begleitung eines Erwachsenen) freien Eintritt. Auf die Jüngsten wartet in der Mercedes-Arena eine Kinderwelt, die die Veranstalter gemeinsam mit Porsche Classic und dem Nürburgring ins Leben gerufen haben. Große und kleine Besucher bekommen neben dem Spaß am historischen Rennsport auf der Strecke im Fahrerlager jede Menge geboten: großartige historische Fahrzeuge, Unterhaltungs- und Informationsprogramm, Catering und Merchandisingangebote. Der Eintritt in das Fahrerlager ist im Preis der Tickets bereits enthalten, die zwischen 28 Euro (Tageskarte Freitag) und 65 Euro (Wochenendkarte von Freitag bis Sonntag) kosten und an den geöffneten Kassen vor Ort erhältlich sind. Informationen zum Event bietet die offizielle Homepage unter www.avd-ogp.de sowie die Event-App by Fuelish, die in der für alle gängigen Mobiltelefone erhältlichen Fuelish-Community-App integriert ist.

Ein Wiedersehen mit vielen legendären Fahrzeugen

Der Blick über die Starterlisten des AvD-Oldtimer-Grand-Prix verrät, dass es auf dem Nürburgring ein Wiedersehen mit legendären Fahrern und Fahrzeugen gibt. So versammeln sich im Feld der FIA Masters Historic Formula One Championship fast alle „klassischen“ Konstrukteure. Arrows, Ligier, Lotus, March, Shadow, Tyrrell, Williams – sie waren häufig als noch junge Unternehmen in dieser großen Formel-1-Ära am Start, als die Ford-Cosworth-Motoren das Maß aller Dinge waren. Nicht anders geht es bei der FIA Masters Historic Sports Car Championship zu, wo McLaren- und Chevron-Modelle gegen Ferrari, Porsche oder Lola fahren. Diese Sportwagen und GT sind ebenso faszinierend, wie das automobile „Kronjuwel“ des Wochenendes – die zweisitzigen Rennwagen und GT bis 1960/61. Im Feld dieser Sportwagen der 50er-Jahre treten seltene Bizzarrini und Lister Knobbly gegen die frühen Lola- und Lotus-Rennwagen an, der „Ur-Porsche“ 356 fährt mit der Alfa Romeo Giulietta Sprint um die Wette. Bildschöne Sportwagen wie Porsche 904 GTS und 718 RSK, Ferrari 250 GT oder Mercedes-Benz 300 SL wetteifern miteinander. Das Rennen bietet eine außergewöhnliche Parade von Traumautos. Bemerkenswert ist aber auch das Feld der Tourenwagen Classics, die mit Fahrzeugen aus DTM, ITC und STW auftrumpft. Zu den schon im Vorfeld genannten BMW M3, Opel Omega, Ford Sierra und Mercedes-Benz 190 und CLK haben sich im letzten Moment noch zwei bemerkenswerte Neuzugänge gesellt: Es sind die beiden einzigen Audi V8 DTM in Privatbesitz, die früher Hubert Haupt und Hans-Joachim „Striezel“ Stuck fuhren.

 

Die Helden von einst gehen wieder ins Rennen!

Eine ganze Reihe bekannter Piloten nutzt den AvD-Oldtimer-Grand-Prix auch, um selbst noch einmal ins Volant zu greifen. Zu einem wahren Stelldichein der ehemaligen DTM-Stars wird vor allem das Rennen der Tourenwagen Classics, in dem fast ein Dutzend der Stars von einst antritt. Da sind etwa Armin Hahne und Klaus Niedzwiedz, die in Ford Sierra 500 antreten oder Roland Asch, der einen Mustang pilotiert. Bemerkenswert ist die Zahl der BMW-M3-Piloten: Harald Grohs, Kris Nissen, Leopold Prinz von Bayern, Marc Hessel und Otto Rensing treten auf den legendären M3 an. Volker Strycek pilotiert „seinen“ Opel Omega und Olaf Manthey stellt seinen „ersten“ Manthey-Porsche dazu: einen 993 RSR, mit dem er im Feld der Aston Martin Masters Endurance Legends fahren wird. Auch in den weiteren Rennen gibt es immer wieder Stars von einst und jetzt: Hubert Haupt, der am Nürburgring jüngst noch beim 24h-Rennen auf dem Podium stand, tritt mit einem Porsche Carrera im DRM-Revival an und ist auf einem Audi quattro im Feld der Tourenwagen Classics genannt. Ex-Formel-1-Pilot Arturo Merzario fährt in der AvD-Tourenwagen- und GT-Trophäe eine Alfa Romeo Giulia Sprint GTA und begegnet in diesem Rennen dem siebenfachen deutschen Rallye-Meister Matthias Kahle im kleinen Skoda 130 RS. Rennlegende Peter Mücke fährt im DRM-Revival den legendären Zakspeed-Ford Capri, im gleichen Rennen geht aber auch sein Sohn, der Profi-Rennfahrer Stefan Mücke im Gruppe-2-Capri an den Start. Da das DRM-Revival erstmals mit der FHR-100-Meilen-Trophy gemeinsam startet, werden in diesem Rennen auch einige sehr großvolumige Fahrzeuge dabei sein – und in einem von ihnen (einem McLaren-Sportwagen) sitzt Rennfahrer Marco Werner, der das Wochenende aber auch zum Umsatteln auf einen „klitzekleinen“ Monoposto nutzt: Der gebürtige Dortmunder hat sich für das riesige Feld der FIA-Lurani-Trophy für Formel-Junior-Rennwagen mit einem kleinen Lotus 22 von 1962 angemeldet.

 

Riesiges Angebot für alle Besucher

Wer sich vom spannenden Geschehen auf der Strecke einmal trennen kann, der sollte den Bummel durch das Fahrerlager nicht verpassen. Denn dort gibt es weitere historische und einige moderne Fahrzeuge zu sehen – und viele weitere Angebote. In der Mercedes-Arena etwa schlägt auf 16.000 qm Porsche Classic seine Zelte auf. Hier wird das Jubiläum des Porsche 914 (Debüt 1969) gefeiert und auch das weitere Classic-Programm der Stuttgarter ist zu erleben. Gemeinsam mit Nürburgring und den Veranstaltern des AvD-Oldtimer-Grand-Prix lädt die große Kinderwelt zum Besuch ein: Fahrsimulator, Riesenpuzzle, Carrerabahn und einiges mehr können hier erlebt werden. Ebenfalls in der Mercedes-Arena Alfa Romeo, Maserati und vor allem Ferrari: Die legendäre italienische Sportwagenmarke trägt mit der toll besetzten FCD RacingSeries zum Wochenende bei, deren Teilnehmer gemeinsam mit den Gästen des Ferarri Club Deutschland ebenfalls in der Mercedes-Arena unterkommen. Im Grand-Prix-Fahrerlager können die Rennwagen ganz aus der Nähe betrachtet werden – und dazu jede Menge alte und neue Schaustücke. Zu den historischen Hinguckern zählen etwa zwei originale Volvo PV544 im Rallyetrim aus dem Volvo-Werks-museum oder auch ein Skoda Laurin & Klement BSC von 1908 – das einzige erhaltene Exemplar des Zweisitzers und heute Prunkstück der tschechischen Werks-Sammlung. Im Zelt von Veranstaltungspartner Motor Klassik dokumentieren mehrere automobile Schaustücke die Historie von Abarth, denn der Automobilhersteller und -tuner feiert in diesem Jahr sein 60. Jubiläum. Auch aktuelle Fahrzeuge sind zu bestaunen. So präsentiert Audi einen R8 LMS im GT2-Trim, der ab kommenden Jahr auf die Rennstrecke geht. Lotus ist zu Gast im Gotcha Historic Racing Team und stellt dort nicht nur das erste rein britische vollelektrische Hypercar aus – den Lotus Evija. Mit dem Lotus Evora GT4 wirft die traditions¬reiche Marke auch einen Blick in die Zukunft und zeigt, dass auch in der Verbindung von Lotus und Motorsport bald schon ein neues Kapitel aufgeschlagen wird. Neue und alte Klassiker gibt es auf der Fläche vor dem Fahrer- und Teamzelt zu sehen, wo die neue Sportautoshow den Eignern klassischer Fahrzeuge die Möglichkeit gibt, ihr Schätzchen auszustellen und womöglich sogar zum Kauf anzubieten. Beim TÜV Rheinland schließlich wird im Laufe des Wochenendes bei mehreren Gesprächsrunden die Pflege des automobilen Kulturgutes beleuchtet. Auf keinen Fall fehlen darf beim Bummel außerdem das historische Fahrerlager. In der traditionsreichen Boxenanlage aus den Vorkriegstagen sind nicht nur die ältesten Teilnehmerfahrzeuge des Wochenendes untergebracht, die in der „Vintage Sports Car Trophy“ zu Ausfahrten und Gleichmäßigkeitsprüfungen starten. Hier sind auch historische Rallyefahrzeuge der Interessengemeinschaft „Slowly Sideways“ zu Gast, für die am Wochenende Demofahrten auf der Nordschleife auf dem Plan stehen

 

 

Text: Nürburgring

Bild: Gruppe C

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