Porsche gewinnt die 24 Stunden von Spa

Der GPX-Racing Porsche mit Michael Christensen, Kevin Estre und Richard Lietz hat die diesjährigen 24 Stunden von Spa gewonnen. Mit einer starken Pace setzte man sich gegen den Rowe Racing Porsche #998 (P.2) und den #4 Black Falcon Mercedes (P.4) durch. Viel Regen und Zwischenfälle zeichnen das Bild des Rennens.

 

Start bei Regen und viele Zwischenfälle

Pünktlich zum Start der 24 Stunden von Spa setzte der Regen ein. Das Rennen wurde vier Runden lang hinter dem Safety Car gestartet. Danach kam es kaum zu viel Rennaction, da das Rennen aufgrund von teils heftigen Unfällen immer wieder neutralisiert werden musste. Dazu kam, dass zweimal das jeweils führende Fahrzeug eine Durchfahrtstrafe absolvieren musste und die Führungsfahrzeuge somit oft wechselten. Nach zwei fast einstündigen FCY-Phasen begann eine Phase in der lange frei gefahren werden konnte.

 

Der Regen kommt zurück; Favoriten kristallisieren sich heraus

Nachdem die Strecke bis zum Einbruch der Dunkelheit komplett abgetrocknet war, kam um halb elf der Regen zurück, der bis zum Morgen nicht mehr aufhören sollte. Immer noch kämpften viele Fahrzeuge um den Sieg. Doch vor Allem der #72 SMP Ferrari, der #1 WRT Audi und der #4 Black Falcon Mercedes schienen besonders Stark zu sein. Als der Regen immer stärker wurde und Zwischenfälle das Bild säumten wurde das Rennen um 6:00 Uhr abgebrochen. Zu diesem Zeitpunkt waren noch neun Fahrzeuge in der Führungsrunde. Mehrere von ihnen mussten jedoch noch ihren fünfminütigen Pflichtstop absolvieren. Die Unterbrechung dauerte fünfeinhalb Stunden bis der Re-Start für 11:30 Uhr angekündigt wurde. Das Rennen um den Sieg sollte beginnen.

 

Restart und viele Zwischenfälle am Ende

Nach dem Restart wurde das Feld von drei Fahrzeugen angeführt, die ihren fünfminütigen Pflichtstop noch nicht absolviert hatten. Dahinter waren sieben Fahrzeuge, die ihren schon absolviert hatten und um den Sieg kämpften. Das erste dieser Fahrzeuge war der #1 WRT Audi. Dahinter schaltete sich der #72 SMP Racing Ferrari selbst mit einem Fahrfehler aus und nahm sich aus der Entscheidung. Eine Safety-Car Phase brachte dann die vermeintliche Entscheidung. Aufgrund glücklicher Umstände konnte der #1 WRT Audi in dieser Phase einen 1:30 minütigen Vorsprung herausfahren. Um den Rest des Podiums wurde jedoch stark gekämpft. 

Doch dann kam das unerwartete. Als die Verfolger aufgrund anderer Boxenstoppstrategien nah an Nico Müller im WRT Audi herankamen, machte dieser einen Fehler und schlug ein. Er konnte zwar weiter fahren, verlor aber Zeit und Plätze. Kevin Estre im GPX Racing Porsche war der neue Führende. Dies änderte sich die nächsten Minuten nicht. Kurz vor Ende flog der Modena Motorsports Porsche heftig ab, was das gesamte Feld wieder zusammenbrachte. Doch auch diese und eine weitere Safety-Car Phase half dem Rowe Racing Porsche #998 nicht am GPX Racing Porsche vorbei zu kommen.

 

Die Top 3 des Rennens:

1. #20 GPX-Racing Porsche: Estre/Lietz/Christensen

2. #998 Rowe Racing Porsche: Makowiecki/Pilet/Tandy

3. #4 Black Falcon Mercedes: Engel/Buurman/Stolz

 

Sieger Silver Cup:

#78 Barwell Motorsport Lamborghini: Pull/Witt/Mitchell

 

Sieger ProAm Cup:

#97 Oman Racing Aston Martin: Yoluc/Al Harthy/Thiim/Eastwood

 

Sieger Am Cup:

#33 Rinaldi Racing Ferrari: Lauck/Hook/Mattschull/Still

 

Text: Max Renfordt

Bild: Max Bermel