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FIA WTCR Zusammenfassung Portugal

Highlights Rennen 1

WTCR-RENNEN 1: MICHELISZ HOLT ZWEITEN SIEG 2019

Norbert Michelisz hat den Abstand zum Führenden im von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcup WTCR, Esteban Guerrieri, mit einem überzeugenden Sieg in Rennen 1 beim WTCR-Rennen von Portugal drastisch reduziert.

Der Fahrer von BRC Hyundai N Squadra Corse hat von der DHL Pole-Position weg bis ins Ziel geführt und sich den zweiten Saisonsieg gesichert – und damit auch den #ROADTOMALAYSIA-Rückstand auf Guerrieri verkürzt.

Obwohl Michelisz die Pace für den Sieg hatte, wurde ihm auch von Augusto Farfus vom Schwesterteam BRC Hyundai N LUKOIL Racing geholfen. Der von zwei gestartete Brasilianer hielt die Verfolger Yann Ehrlacher und Rob Huff auf, sodass sich Michelisz an der Spitze einen Vorsprung herausfahren konnte.

„Nach dem Qualifying wusste ich, dass ich ein Auto habe, mit dem ich gewinnen kann“, sagt Michelisz. „Aber ich muss Augusto danken, der auf clevere und schöne Weise geholfen hat. Danach musste ich einfach den Abstand managen. Ich bin glücklich über den Sieg und natürlich auch die Punkte.“

Michelisz, Farfus und Huff nahmen ihre Jokerrunden, die auf dem 4,785 Kilometer langen Circuito Internacional de Vila Real einzigartig für die WTCR / OSCARO sind, bereits zum frühestmöglichen Zeitpunkt nach Runde drei. Ehrlacher wartete eine weitere Runde und konnte so Farfus für Rang zwei überflügeln.

Aber da Michelisz bereits deutlich in Führung lag, hatte der Lynk-&-Co-Fahrer keine Chance auf den Sieg und musste sich mit 2,291 Sekunden Rückstand mit Rang zwei begnügen. Farfus wurde Dritter, Huff Vierter.

Mit Farfus vor sich hielt Nicky Catsburg den Rest des Feldes in der Anfangsphase auf Rang fünf liegend auf. Nach der Jokerrunden hielt er seine Position und verschaffte Hyundai N LUKOIL Racing weitere Punkte.

Comtoyou DHL Team CUPRA Racings Aurélien Panis wurde Sechster vor SLR Volkswagens Johan Kristoffersson, der seine Erfahrung aus der FIA World Rallycross Championship nutzte und seine Jokerrunde später als seine Gegner nahm. Diesmal machte es sich für den Schweden nicht bezahlt, da er weder Positionen gewann noch verlor und Siebter wurde – knapp vor Thed Björk. Yvan Muller und Jean-Karl Vernay komplettierten die Top 10.

ALL-INKL.COM Münnich Motorsports Néstor Girolami wurde Elfter vor Andy Priaulx, PWR Racings Mikel Azcona und Team Mulsannes Ma Qinghua, der von Rang fünf einen schlechten Start hatte und in seinem Alfa Romeo Giulietta TCR zurückfiel. Comtoyou Team Audi Sports Niels Langeveld holte mit Rang 15 den letzten Punkt.

Für den Führenden in der #ROADTOMALAYSIA, Guerrieri, war es ein Rennen zum Vergessen. Der Fahrer von ALL-INKL.COM Münnich Motorsport war nach einem Problem im Qualifying nur von Rang 16 gestartet und erlitt im Rennen weitere Probleme und kam nicht ins Ziel. Dadurch konnte Michelisz die Lücke verkleinern.

Highlights Rennen 2

WTCR-RENNEN 2: AZCONA HOLT DANK JOKERRUNDE ERSTEN SIEG FÜR PWR

Mit einer brillanten Jokerrunden-Strategie hat sich Mikel Azcona beim Reverse-Grid-Rennen 2 beim WTCR-Rennen von Portugal in Vila Real seinen ersten Sieg im von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcup WTCR geholt.

Der Spanier war in seinem PWR Racing Cupra TCR als Dritter gestartet, nutzte jedoch seinen Joker – ein einzigartiges Feature auf dem 4,785 Kilometer langen Circuito Internacional de Vila Real -, um Esteban Guerrieri und DHL Pole-Position-Fahrer Ma Qinghua zu überholen. Der Sieg ist gleichzeitig der erste für PWR im WTCR / OSCARO und auch der erste für den Cupra in dieser Saison.

„Zu Beginn des Wochenendes war dieses Rennen sehr schwierig für uns, weil wir zum ersten Mal an dieser Strecke sind“, sagt Azcona, der bereits der zehnte Rennsieger in dieser Saison ist. „Aber wir haben das Auto über das Wochenende verbessert, und ich konnte am Morgen im Qualifying eine gute Runde fahren – zudem hatte ich auch etwas mehr Selbstvertrauen. Hier zu gewinnen, ist unglaublich. Meine Familie und meine Leute sind hier, und zwei Autos mit dem Joker zu überholen, ist fantastisch. Es ist verrückt.“

Das Ergebnis brachte Azcona auf Rang fünf der Gesamtwertung für die #ROADTOMALAYSIA. „Wir haben eine Chance auf die Meisterschaft“, sagt er. „Die Meisterschaft ist sehr lang, von daher werden wir sehen, wo wir landen.“

Team Mulsannes Ma gelang nach seinen Getriebeproblemen in Rennen 1 ein sauberer Start, wodurch er mit seinem Alfa Romeo Giulietta TCR vor WTCR / OSCARO Gesamtleader Guerrieri in Führung ging. Dahinter fuhr Azcona vor Nicky Catsburg, Jean-Karl Vernay, Rob Huff und Yvan Muller.

Aber das Joker-Feature änderte den Charakter des Rennens an der Spitze. Guerrieri nahm ihn am Ende der dritten Runde als erstes, Vernay, Muller, Yann Ehrlacher und Tiago Monteiro folgten ihm. Azcona nahm ihn am Ende von Runde vier und überholte Guerrieri, der nun hinter Catsburg lag.

Ma wartete bis Runde sechs, doch die Strategie ging nach hinten los, da Azcona, der bereits auf den Alfa aufgeschlossen hatte, in Führung ging und diese bis ins Ziel behielt. Ma wurde Zweiter vor Guerrieri, der seine Führung ausbauen konnte.

Vernay konnte beim Joker einen Platz gegenüber Catsburg gutmachen und wurde Vierter, der Niederländer nahm diesen erst ganz spät. Muller kam als Sechster mit seinem Joker vor Huff, dahinter waren Ehrlacher, Néstor Girolami und Lokalmatador Tiago Monteiro.

Attila Tassi, der in Rennen 3 von der DHL Pole-Position starten wird, wurde Elfter vor Frédéric Vervisch, Thed Björk, Johan Kristoffersson und Andy Priaulx.

Der Sieger aus Rennen 1, Norbert Michelisz, kam nicht ins Ziel, weil er sich nach einem Kontakt mit dem Alfa Romeo von Kevin Ceccon einen Schaden zuzog.

Highlights Rennen 3

WTCR RENNEN 3: MONTEIRO MIT EMOTIONALEM HEIMSIEG

Tiago Monteiros Traum vom Heimsieg beim WTCR-Rennen von Portugal wird wahr, als er Yvan Muller in Rennen 3 in Vila Real abwehrt.

Der KCMG-Fahrer war auf der Auslaufrunde in Tränen aufgelöst, nachdem er der elfte Sieger der diesjährigen Saison des von OSCARO präsentierten FIA Tourenwagen-Weltcups WTCR wurde. Monteiro kehrte nach einer schweren Verletzung von einem Testunfall 2017 erst in diesem Jahr zum Rennsport zurück.

„Gott weiß, wie hart wir dafür gearbeitet haben“, sagt Monteiro. „Der Unfall vor zwei Jahren – ihr habt keine Ahnung, wie schwer wir gearbeitet haben, um zurückzukommen. Ich habe immer davon geträumt. Und das jetzt auch zu erreichen … es ist unglaublich.“

„Es tut mir leid für Attila, der auch seinen ersten Sieg hätte feiern können, aber irgendjemand hat dort auf mich aufgepasst, so wie auch im Krankenhaus. In den letzten zwei Runden habe ich den Fokus verloren – sie waren die wohl härtesten in meiner Karriere.“

KCMG-Teamkollege Attila Tassi führte von der DHL Pole-Position vor Monteiro, dahinter konnte Muller an seinem Neffen Yann Ehrlacher vorbeigehen und das Lynk-&-Co-Duo hinter den beiden Hondas anführen.

In Runde vier verlor Tassi die Führung und wurde langsamer. Der Teenager musste schließlich sogar aufgeben. Muller nahm seinen Joker, nachdem er an Tassi vorbeigegangen war, Monteiro folgte eine Runde später. Der Honda kam gerade vor dem Lynk & Co wieder auf die Strecke. Von dort aus erarbeitete sich Monteiro einen Vorsprung, um einen Traumerfolg vor einem ausgelassenen portugiesischen Publikum zu feiern.

Als Muller hinter dem Führenden zurückfiel, schloss Ehrlacher auf, doch das Paar geriet unter Druck von Rennen-2-Sieger Mikel Azcona in seinem PWR Racing CUPRA TCR. Es schien, als würde Muller die beiden aufhalten, doch er konnte sich vorne halten und die Plätze zwei und drei für Lynk & Co sichern. Azcona rundete ein tolles erstes Wochenende in Vila Real mit dem vierten Platz ab.

Jean-Karl Vernay besiegte Rob Huff im Duell um Rang fünf, das sich über das gesamte Rennen zog. Der Audi hatte sich am Start gegen den Volkswagen durchsetzen können.

Néstor Girolami wurde für ALL-INKL.COM Münnich Motorsport Siebter, doch Teamkollege Esteban Guerrieri hatte Pech. Der Gesamtführende des WTCR / OSCARO schied nach einer Kollision mit BRC-Hyundai-Fahrer Nicky Catsburg in der ersten Runde aus und musste eine kleine Delle in seiner Führung hinnehmen.

Thed Björk wurde für Lynk &Co Achter vor Ma Qinghua, der den Sieger des ersten Rennens und Guerrieris engsten Titelrivalen Norbert Michelisz hinter sich halten konnte.

Die weiteren Piloten in den Punkten waren Johan Kristoffersson auf P11 vor Aurélien Panis, Kevin Ceccon – der seinem Team die harte Arbeit nach seinem Qualifying-Unfall am Sonntagmorgen zurückzahlen konnte -, Mehdi Bennani und Gabriele Tarquini.

 

Pech hatte Frédéric Vervisch von Comtoyou Team Audi Sport, der zwei Runden vor Schluss auf Rang elf liegend mit einem Aufhängungsschaden ausschied.

Vorschaubild: Florent Gooden

Video und Textinhalte: FIA WTCR

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