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Le Mans: Aston Martin und Toyota bestätigen Start mit Hypersportwagen

Anlässlich der Bekanntmachung des endgültigen Hypercar-Regulariums haben Aston Martin und Toyota ihre Teilnahme an der neuen Le-Mans-Spitzenklasse bestätigt. Somit treten in der Saison 2020/21 mindestens zwei Werksmannschaften gegeneinander an.

Am Ruhetage der Le-Mans-Woche haben die Organisatoren dem mehrmonatigen Wartezustand und der andauernden Ungewissheit ein Ende bereitet. Seit geraumer Weile harrten die Hersteller der finalen Ausgestaltung des Reglements für Hypersportwagen. Nun hat der ACO die Richtlinien für die künftige Spitzenklasse der Langstrecken-WM publik gemacht, woraufhin sogleich zwei Konstrukteure ihre Zusage erteilten.

 

Zunächst kündigte Aston Martin an, mit seinem Valkyrie an der neu geschaffenen Kategorie teilzunehmen. Sodann bestätigte auch Toyota, sein Engagement im Oberhaus des Langstreckensports weiterzuführen und der Traditionsmarke aus dem Vereinigten Königreich im Zweikampf entgegenzutreten. Die beiden kontrahierenden Werke treffen erstmals in der Saison 2020/21 aufeinander, wenn der nordwestfranzösische Automobilklub das künftige Regularium einführt.

 

Der Aston Martin Valkyrie ist ein Gemeinschaftsprojekt, welches der britische Hersteller in Zusammenarbeit mit Red Bull und AF Racing ins Werk gesetzt hat. Im Großen und Ganzen von der straßenzugelassenen Variante abgeleitet, ist der Le-Mans-Hypersportwagen Aston Martins mit einem V12-Saugmotor mit sechseinhalb Litern Hubraum ausgestattet, basiert auf der Kohlefaser-Leichtbauweise und enthält Element der Formel-1-Aerodynamik.

 

Toyota hofft auf „goldenes Zeitalter des Langstreckensports“

 

Die 24 Stunden von Le Mans seien die „ultimative Herausforderung“ für den Aston Martin Valkyrie, meint Vizepräsident David King, welcher den Ultraboliden zum „extremsten Hypersportwagen der Welt“ adelt. „Gestaltet und konstruiert zu dem Zweck, die Möglichkeiten der Straße zu zu überschreiten, ist es selbstverständlich zu schlussfolgern, dass das nächste Entwicklungsstadium die Fähigkeiten auf der Strecke auf die Probe zu stellen“, äußert sich King.

 

Obwohl Toyota zuletzt sein Forfait androhte, bekannte sich auch der Großkonzern aus Japan mit seiner Kölner Rennabteilung zum Hypercar-Regelwerk. Erwartungsgemäß dient der GR Super Sport als Basis des Le-Mans-Sportwagens, dessen Bezeichnung Toyota zu einem anderen Zeitpunkt bekannt geben wolle. Die Einstellfahrten mit dem Gefährt beginnen zu Beginn des nächsten Jahres. Den Einsatz koordiniert unverändert Gazoo Racing.

 

Die Fortsetzung des Programms gehe einher mit der Hoffnung, einem weiteren „goldenen Zeitalter des Langstreckensports“ beizuwohnen, merkt Shigeki Tomoyama an, welcher die Position des Unternehmensvorsitz bei Gazoo Racing bekleidet. „Diese neue Ära des Wettbewerbs ist eine fantastische Gelegenheit, unsere Daseinsberechtigung zu demonstrieren – nicht nur als Rennstall gegen einige der besten der Branche, sondern ebenso als Sportwagenhersteller“, fasst Tomoyama zusammen.

 

Während des Schwebezustandes der vergangenen Wochen und Monate kommunizierten überdies auch die Scuderia Cameron Glickenhaus und ByKolles Racing, an der künftigen Endurance-Oberklasse teilzunehmen. Einige Fragezeichen bleiben nichtsdestominder zurück. Beispielsweise ist die neue Hypersportwagen noch namenlos. Und: Führt Aston Martin seine GTE-Pro-Unternehmung fort?

 

 

Text: Maximilian Graf | Sportscar-Info

Bild: Aston Martin Media und Toyota Motorsport GMBH

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