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KÜS Team75 Bernhard im Sonntagsrennen zum ADAC GT Masters in Spielberg

Nach dem erfolgreichen Samstagsrennen mit Podiumsplatz musste das KÜS Team75 Bernhard im Sonntagsrennen zum ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring in Österreich wieder eine Enttäuschung verkraften, denn beide Autos blieben ohne Punkte. 

 

Im schwierigen und wieder sehr engen Qualifying in der „Liga der Supersportwagen“, in dem die ersten 19 Autos innerhalb einer einzigen Sekunde lagen, hatte der zweimalige Langstreckenweltmeister und Le-Mans-Gesamtsieger Timo Bernhard (38, Bruchmühlbach-Miesau) den Porsche 911 GT3 R mit der Startnummer 17 auf den 18., Porsche Young Professional Matteo Cairoli (23, Italien), das Schwesterauto mit der Startnummer 18 auf den 16. Platz gefahren. 

 

In der turbulenten Startphase, in der unter anderem das Safetycar auf die Strecke kam, konnte Timo seine Position halten, Matteo dagegen fiel bis auf Rang 22 zurück. Bis zum Pflichtboxenstopp hatte sich die #17 auf den 16. Platz vorgearbeitet, die #18 lag direkt dahinter.  Klaus Bachler (27, Österreich) übernahm von Timo und setzte die Aufholjagd fort. Gut acht Minuten vor Schluss lag er schon auf Rang zehn, musste dann aber seinen Porsche wegen eines Reifenschadens abstellen. 

 

In der Startnummer 18 hatte Adrien De Leener (29, Belgien) als Zwölfter schon Meisterschaftspunkte in Reichweite, eine Durchfahrtstrafe warf ihn dann aber wieder zurück. Ins Ziel kam er auf Platz 16 und verfehlte somit die Punkteränge denkbar knapp.   

 

#17

Timo Bernhard: „Eigentlich können wir zuversichtlich nach vorne schauen. Wir haben wieder große Schritte nach vorne gemacht. Leider hatten wir Pech mit dem schleichenden Plattfuß. Man kann eben nicht alles beeinflussen. Aber ich denke, wir haben einen guten Job gemacht, alle haben super zusammengearbeitet, es war eine klasse Teamleistung. Wir werden weiter nach vorne arbeiten und ich denke, in Zandvoort können wir wieder etwas erwarten.“

 

Klaus Bachler: „Wir sind von Platz 18 gestartet und wollten so viele Punkte wie möglich holen. Timo hatte einen guten Start und hat sich aus allem rausgehalten, das Auto lief gut. Wir haben dann früh gestoppt, um aus dem Verkehr herauszukommen, konnten auch schon während der Boxenstoppphase einige Plätze gutmachen. Dann hatte ich einen sehr harten Kampf mit einem Konkurrenten. Beim Überholen haben wir uns berührt, ich kam vorbei, musste in Kurve eins aber weit fahren, weil ich befürchtet hatte, dass er mich noch einmal trifft. Dabei muss ich wohl etwas eingefangen haben, denn ich bekam einen schleichenden Plattfuß. Das war extrem schade, denn unser Auto war wirklich gut. Wir hätten heute gute Punkte einfahren können, Minimum Platz acht, vielleicht wäre nach vorne noch mehr gegangen. Das wäre angesichts unseres Startplatzes ein hervorragendes Ergebnis gewesen.“ 

 

#18

Matteo Cairoli: „Leider wieder ein schlechtes Wochenende. Wir waren in den Punkten, bekamen aber eine Durchfahrtstrafe. Ich selbst hatte beim Start einige Probleme und habe einige Plätze verloren. Ich war einfach im falschen Moment am falschen Platz. Happy war ich mit dem Auto, das war sehr gut. Wir brauchen das nächste Mal einfach ein bisschen mehr Glück.“ 

 

Adrien De Leener: „Ich hatte nach dem Stopp einige enge und gute Positionskämpfe, konnte auch ein paar Plätze gutmachen. Leider war es schwierig, bei allen Zweikämpfen die Streckenbegrenzung nicht zu überfahren. Es tut mir leid für das Team, ich muss eben auch bei solchen Kämpfen fokussiert bleiben und auf der Strecke bleiben, egal was um mich herum passiert. Happy war ich mit der Performance, es ist ein Jammer, dass wir das nicht umsetzen konnten.“

 

Teammanager Klaus Graf: „Leider nicht das Resultat, das wir uns nach gestern erhofft hatten. Wir hatten schon ein schwieriges Qualifying, konnten uns nicht optimal positionieren, wissen aber noch nicht genau, warum. Wir haben uns dann aufs Rennen konzentriert und waren dann auch mit beiden Autos in einer guten Position. Unsere Startnummer 17 war schon in den Top Ten, doch dann haben wir uns leider einen schleichenden Plattfuß eingefangen. Vermutlich durch ein Trümmerteil auf der Fahrbahn, das müssen wir noch genau analysieren. Damit war das Rennen für unsere #17 beendet.

 

Die Startnummer 18 hat noch eine Durchfahrtstrafe wegen Überfahrens der Fahrbahnbegrenzung bekommen und ist deshalb aus den Punkterängen gefallen. Wir sind zwar ins Ziel gekommen, haben hier aber sicher ein paar schöne Punkte verloren, das ist schade. Wir waren aber das gesamte Wochenende immer konkurrenzfähig, obwohl das Feld hier brutal eng beisammen ist. Wenn das Qualifying nicht optimal läuft, ist es dann schon schwierig, ein Top-Resultat zu erzielen. Das ADAC GT Masters ist halt eine sehr, sehr enge Meisterschaft, da muss immer alles genau passen, daran werden wir weiter arbeiten.“    

 

Text: Peter Schäffner

Fotos: Gruppe C Photography

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