ROWE RACING wird in Silverstone nach Pech im Qualifying für beeindruckende Aufholjagden mit Rang vier belohnt

Romain Dumas, Sven Müller und Mathieu Jaminet machen 35 Plätze gut

Schwesterauto bis 15 Minuten vor Ende ebenfalls mit Chance auf Punkte

 

St. Ingbert, 12. Mai 2019 - ROWE RACING ist im „Home of British Motor Racing“ in Silverstone für zwei beeindruckende Aufholjagden mit einem vierten Platz belohnt worden. Die beiden Porsche-Werksfahrer Romain Dumas aus Frankreich und Sven Müller aus Deutschland sowie der französische Porsche Young Professional Mathieu Jaminet sind mit dem Porsche 911 GT3 R mit der #98 beim zweiten Lauf des Blancpain GT Series Endurance Cup auf den vierten Platz gefahren, nachdem sie von Startplatz 39 in den drei Rennstunden fast unglaubliche 35 (!) Positionen gut gemacht hatten. Porsche-Werksfahrer Dirk Werner aus Deutschland und die beiden Porsche Young Professionals Dennis Olsen aus Norwegen und Matt Campbell aus Australien lagen im Schwesterauto bis 15 Minuten vor Rennende als Elfte ebenfalls in Reichweite der Top-10, bis sie eine Durchfahrtstrafe letztlich noch auf Rang 19 zurückwarf.

 

Beide Crews von ROWE RACING waren mit einem riesigen Handicap ins Rennen gegangen, nachdem die Rennleitung die erste von drei Qualifying-Sitzungen nach zwei Roten Flaggen vorzeitig beendet hatte. Wie neun anderen Fahrzeugen im Starterfeld wurde damit beiden Porsche der Mannschaft aus St. Ingbert die Chance genommen, eine gezeitete Runde zu fahren, wodurch sie in der Startaufstellung nicht über die Positionen 38 und 39 hinaus kamen. Die Zeiten in den beiden anderen Qualifying-Abschnitten hätten für Plätze im Bereich der Startreihen drei und vier gereicht.

 

Im Rennen starteten beide Fahrzeuge aber beeindruckende Aufholjagden. So machten in einer hektischen Startphase mit einer ersten Safety-Car-Phase nach einer Massenkarambolage in der ersten Runde die beiden Startfahrer Romain Dumas in der #98 und Dennis Olsen in der #99 in nur 15 freien Runden jeweils 23 Positionen gut. Während Dumas dann frühzeitig zum ersten Fahrerwechsel an die Box kam, wollte das Team Olsen so lange wir möglich auf der Strecke lassen, was den Norweger zwischenzeitlich auf Rang neun vorrücken ließ, bis er wegen eines Reifenschadens hinten links zwei Runden zwei Runden früher zum Stopp hereinkommen musste als geplant. So hatte die #99 nicht das Glück wie einige andere Teams, die kurz darauf beim Fahrerwechsel während einer Full-Course-Yellow-Phase viel Zeit gewannen.

 

ROWE RACING ließ sich aber auch von diesem nächsten kleinen Rückschlag nicht entmutigen und setzte die Aufholjagden mit schnellen und konstanten Zeiten fort. Nach den zweiten Fahrerwechseln lagen die Schlussfahrer Mathieu Jaminet und Matt Campbell zunächst auf den Plätzen neun und 14 und schoben sich innerhalb von neun Runden auf die Positionen sechs und elf vor. Während Campbell 15 Minuten vor dem Ende durch eine Durchfahrstrafe nach einer Berührung mit einem Konkurrenten zurückgeworfen wurde, profitierte Jaminet noch von einer Kollision zweier vor ihm fahrender Autos und rückte in den letzten beiden Runden noch auf Rang vier vor. In der Rangliste der schnellsten Rennrunden lagen die beiden Porsche 911 GT3 R von ROWE RACING auf den Plätzen fünf und sechs.

 

Hans-Peter Naundorf, Teamchef ROWE RACING: „Das war heute nichts für schwache Nerven. Wir haben bei unsere Aufholjagden eine außergewöhnliche Performance gezeigt und sind dafür mit Rang vier belohnt worden. Ohne die für uns und auch für einige andere Teams nicht nachvollziehbare Entscheidung der Rennleitung, das erste Qualifying vor Ende der eigentlichen Zeit abzubrechen, wäre wahrscheinlich noch mehr möglich gewesen. Nicht nur, dass wegen der zweiten Roten Flagge unsere gerade in diesem Moment absolvierten Runden nicht in die Wertung kamen, darüber hinaus wurde danach durch die Streichung der restlichen Qualifying-Zeit fast einem Viertel des Starterfeldes die Chance auf der Leistungsfähigkeit entsprechende Startpositionen genommen. Das verzerrt eindeutig das sportliche Geschehen. Wir haben aber das Beste aus der Situation gemacht. Das Team hat alles gegeben, die Fahrer haben einen absolut fehlerfreien Job gemacht und gezeigt, auf welchem Niveau unser Porsche 911 GT3 R beim zweiten Rennen schon ist. Wir haben das Auto durch die beiden Testtage in Silverstone gegenüber dem Saisonstart in Monza nochmals deutlich weiterentwickelt. Wie das Team dieses sehr lange Wochenende abgespult hat, verdient ein Riesen-Kompliment.“

 

Text und Bild: Rowe Racing

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