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Drei Sieger von drei Marken bei der WTCR auf dem Slovakiaring

Bei der FIA WTCR auf dem Slovakiaring gab es am Sonntag drei verschiedene Sieger von drei verschiedenen Herstellern. Während im ersten Rennen noch Frédéric Vervisch im Audi von Startplatz neun siegte, waren in den zwei weiteren Rennen Néstor Girolami im Honda und Ma Qinghua im Alfa-Romeo erfolgreich. Alle Rennen boten packenden Sport und machten Lust auf mehr.

 

Vervisch trotzt schwierigen Bedingungen

Die Wetterbedingungen im ersten Rennen waren alles andere als einfach einzuschätzen. Zwar war die Strecke trocken, jedoch zog ein Schauer über den Slovakiaring, der mal stärker und schwächer ausfiel. Dennoch starteten alle Fahrer auf Slicks in eine turbulente erste Runde. Schon beim Start setzte sich Ma Qinghua an die Spitze und Vervisch zog schon Früh von Startplatz neun aus auf Position zwei. 

Ein Zwischenfall zwischen Girolami und Langeveld brachte noch in Runde eins das Safety-Car auf die Strecke. Als in Runde vier der Restart erfolgte, konnte sich Ma noch eine Weile an der Spitze halten, wurde jedoch dann von Vervisch überholt, der schnell eine Lücke aufmachte. Ma kämpfte daraufhin mit Michelisz um den zweiten Platz konnte sich jedoch verteidigen und Platz zwei ins Ziel retten. Vierter wurde Jean-Karl Vernay vor Augusto Farfus, der von Platz 19 gestartet war. Luca Engstler kam als Wildcard-Fahrer bei seinem Debüt im WTCR als starker Zehnter ins Ziel. Benjamin Leuchter wurde 13.

 

Girolami und Guerrieri stürmen zu ungefährdetem Honda-Doppelsieg

Vor dem zweiten Rennen war die Strecke gänzlich abgetrocknet. Der von der Pole startende VW von Rob Huff kam zwar gut vom Start weg, wurde daraufhin aber schon früh von den beiden ALL-INKL.COM Hondas von Girolami und Guerrieri überholt, die danach an der Spitze davon fuhren. Huff gab alles um das VW-Podium abzusichern, doch sowohl Kevin Ceccon als auch Nicky Catsburg gingen noch an dem Briten vorbei. Im ganzen Feld gab es auch in diesem Rennen packende Positionskämpfe. Nachdem Yvann Muller schon im ersten Rennen die Fahnen für Lynk&Co hochgehalten hatte, kam er auch dieses Mal als bester Fahrer der chinesischen Marke ins Ziel. Jedoch wieder nur auf Rang elf. Die Pechsträhne wollte nicht enden.

 

Ma gewinnt harten Zweikampf und feiert ersten WTCR-Sieg

Ma Qinghua kam schon am Start an den Hyundais von Catsburg und Michelisz vorbei und gab die Führung von da an nicht mehr ab. Michelisz und Ma boten sich einen harten aber fairen Fight, den Ma jedoch am Ende für sich entscheiden konnte. Für Doppel-Polesitter Nicky Catsburg war es ein gebrauchter Tag, der in Rennen drei durch einen problembedingten zwölften Platz gekrönt wurde. Kevin Ceccon, der am Ende noch um den Sieg mitkämpfte, vollendete das Podium und beendete ein für Alfa-Romeo perfekt gelaufenes Wochenende. Vierter wurde der Audi-Fahrer Niels Langeveld vor Mikel Azcona, der mit Platz fünf das beste Cupra-Ergebnis des Wochenendes rausholte. 

 

Lynk und Volkswagen mit Problemen, Girolami weiter Tabellenführer

Nachdem die Lynk&Co's bisher einen perfekten Einstand erlebten war das Wochenende auf dem Slovakiaring der erste Rückschlag für die Neulinge. Da das nächste Saisonrennen in Zandvoort stattfindet und der Kurs wenige lange Geraden hat, sollte die Truppe dort wieder besser zurechtkommen. Auch VW war an diesem Wochenende abgesehen von einem sechsten Platz von Rob Huff wieder weit hinten zu finden. Jedoch fällt schon das ganze Jahr über auf, dass die vier Fahrzeuge Probleme zu haben scheinen. Es bleibt abzuwarten ob diese schnell zu lösen sind. 

 

In der Tabelle bleibt Néstor Girolami trotz zwei Ausfällen an diesem Wochenende Tabellenführer. Jedoch ist sein Teamkollege Esteban Guerrieri bis auf zwei Punkte an den Argentinier herangerückt und nimmt die Verfolgung auf.

 

Das nächste Rennen der FIA WTCR findet schon nächstes Wochenende auf dem Niederländischen Dünenkurs in Zandvoort statt. Auch dort stehen wieder drei spannende Rennen an.

 

 

Text: Max Renfordt

Bild: FIA WTCR

 

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