49-Autos bestreiten den Saisonauftakt in Monza

Am kommenden Wochenende findet der erste Lauf des Blancpain GT Series Endurance Cups im italienischen Monza statt. 49 GT3-Boliden von zehn Herstellern, darunter 19 Autos mit voller Profi-Besatzung, sind für das Rennwochenende gemeldet. 


Pro: 

In der Pro-Klasse finden sich vier Audi R8 LMS GT3 wieder, die allesamt mit dem neuen Evo-Kit ausgerüstet sind. Eingesetzt werden diese durch WRT, Sainteloc sowie Attempto Racing, die für zwei Audis in der Pro-Kategorie verantwortlich sind. Im WRT-Audi werden die Vorjahressieger Dries Vanthoor und Alex Riberas in diesem Jahr vom ehemaligen Lamborghini-Piloten Ezequiel Perez Companc unterstützt. Den Sainteloc-Racing Audi wird das deutsche Duo Haase/Winkelhock zusammen mit Steven Palette pilotieren. In einem der beiden Attempto Pro-Audis werden Kelvin van der Linde, Clemens Schmid und 'California 8 hours' Sieger Nick Foster Platz nehmen, während im zweiten Audi des Teams bisher nur Mattia Drudi bestätigt ist. 


Die Profi-Mercedes Einsätze werden sich Black Falcon, Strakka Racing, sowie Akka ASP mit je einem Auto untereinander aufteilen. Bei Black Falcon wird das eingespielte Trio Yelmer Buurman, Maro Engel und Luca Stolz versuchen einen Sieg beim drei Stunden Rennen zu ergattern. Strakka Racing setzt hingegen auf eine junge Fahrerpaarung und bringt Lewis Williamson, Dev Gore und Jack Hawksworth an den Start. AKKA ASP kann am Wochenende zum ersten Mal auf die Dienste vom zuletzt bei Bentley abgewanderten Vincent Abril vertrauen. Er stößt zu Vorjahresmeister Raffaelle Marciello und Michael Meadows. 


Der neue Aston-Martin ist in diesem Jahr zum ersten Mal für Kunden verfügbar. So setzt das ehemalige McLaren Einsatzteam Garage 59 mit den Fahrern Côme Ledogar, Johnny Adam und Andrew Watson einen Vantage GT3 ein. 

R-Motorsport die schon im letzten Jahr für die Werkseinsätze von Aston-Martin verantwortlich waren sind auch in Monza mit zwei Pro-Autos dabei. Diese Autos teilen sich Matthieu Vaxivière, Maxime Martin und Matt Parry, sowie Jake Dennis, Nicki Thiim und der junge Deutsche Marvin Kirchhöfer untereinander auf. 


Bei Porsche stand im Winter eine große Umstrukturierung an. Zum einen wurde mit der zweiten Version des Porsche 911 GT3 R ein komplett neues Auto zur Verfügung gestellt, zum anderen übernimmt Rowe-Racing, die bis letztes Fabrikate von BMW in der Blancpain GT Series einsetzten, die Werkseinsätze für die Zuffenhausener im Endurance Cup. Das routinierte GT-Team setzt zwei Boliden ein, die von Mathieu Jaminet, Romain Dumas und Sven Müller, sowie Dirk Werner, Matt Campbell und Dennis Olsen pilotiert werden. Aber auch das italienische Dinamic Motorsport Team setzt einen 911 GT3 R mit Andrea Rizzoli, Klaus Bachler und Zaid Ashkanani hinter dem Steuer in der Pro-Klasse ein. 


Bei Lamborghini wird neben dem GRT Grasser Team welches auf die Dienste von den Werksfahrern Mirko Bortolotti, Rolf Ineichen und Christian Engelhardt setzt noch ein weiteres Team in der Pro-Klasse hinzukommen. Das Orange 1 FFF Racing Team wird zwei Huracans mit Douglas Keen Philip, Giovanni Venturini, Franck Perera, Andrea Caldarelli, Marco Mapelli und Dennis Lind einsetzen und somit sein Debüt in der Blancpain GT Series geben. Alle drei Lamborghinis sind mit dem neuen Evo-Kit ausgerüstet. 


Da die Bentleys beim IGTC-Lauf in Laguna Seca nicht überzeugen konnten, wird M-Sport an diesem Wochenende versuchen ein besseres Ergebniss zu erzielen. Nachdem das Auto im letzten Jahr in Monza sein Debüt feierte, werden in diesem Jahr wieder zwei Boliden aus Großbritannien am Start sein. Der Bentley mit der #107 wird dabei von Jordan Pepper, Steven Kane und Jules Gounon gesteuert während Alex Buncombe, Andy Soucek und Maxime Soulet bei der #108 ins Lenkrad eingreifen. 


SMP Racing ist das einzige Team, dass die Ferarri-Fahnen in der Pro-Klasse hochhält. Davide Rigon, Mikhail Aleshin und Miguel Molina werden sich am Steuer des italienischen Boliden abwechseln. 


In der Pro-Klasse sind generell alle 19 Autos dazu in der Lage aufs Podium zu fahren. Ein konstantes Rennen sowie ordentliche Boxenstopps werden von entscheidener Beudeutung sein.

Pro-Am Cup: 

Im Pro-Am Cup werden am Sonntag sieben Fahrzeuge die dreistündige Hatz aufnehmen. Bekanntlich können einige Fahrzeuge dieser Klasse für einige Zeit mit den Pro-Autos mithalten und eine entscheidende Rolle für das Rennen spielen. 

 

In der Klasse gehen zwei Mercedes, drei Ferrari ein Bentley ein Audi sowie ein Aston Martin an den Start. 

Große Favoriten auf den Klassensieg werden wohl der Ferrari von Tempesta Racing mit Chris Froggat, Chris Buncombe und Jonathan Hui sowie der Aston Martin von Oman Racing mit Salih Yoluc, Ahmad Al Harthy und Charlie Eastwood sein. Aber auch die anderen Einsätze sind nicht zu unterschätzen. 

 

AM Cup: 

Im AM-Cup sind für das Wochenende zehn Fahrzeuge gemeldet. Zum einen der Lexus RCF Gt3 von Tech 1 Racing mit dem ehemaligen Fußballweltmeister Fabian Barthez und Bernard Delhez hinter dem Lenkrad, und zum anderen der einzige BMW M6 GT3 im Feld. Dieser wird Boutsen Ginion eingesetzt und von Karim Ojjeh, Philippe Steveny und Marc Rostan pilotiert. 

Weiterhin finden sich im AM-Cup drei Lamborghinis und Ferraris sowie ein Mercedes und ein Aston Martin, der von Alexander West und Chris Goodwin gesteuert wird. 

 

Silver Cup: 

Der Silver Cup ist mit 13 Einschreibungen nach der Pro-Klasse am besten besetzt. 

Besonders hervorzuheben ist der Honda NSX GT3 vom Jenson Team Rocket RJN. Fahren werden das Auto Matt McMurry, Philipp Frommenwiler und Struan Moore. Das Fahrzeug konnte schon sowohl in der IMSA-Serie, als auch in der IGTC überzeugen und bietet eine Menge Potential. 

Ebenso ein heißer Kandidat für den Klassensieg ist der Mercedes AMG GT3 von Black Falcon. Am Steuer des Boliden mit dem Stern werden '24 Stunden von Dubai' -Sieger Abdulaziz Al Faisal, Hubert Haupt und Patrick Assenheimer Platz nehmen. 

Ein weiterer Sieganwärter dürfte der Akka ASP Mercedes mit der #90 sein. Hier teilen sich Timur Bogulavskiy, Felipe Fraga und Nico Bastian die Arbeit. 

Generell ist der Silver Cup jedoch immer für Überr!schungen gut. 

 

Die Bedingungen

Die Strecke in Monza wird oft auch als 'Highspeed-Tempel' bezeichnet, was vorallem Fahrzeugen mit wenig Abtrieb und viel Hubraum entgegen kommen sollte. Bei den Kurven die in Monza vorhanden sind findet man einen Mix aus schnellen sowie sehr langsamen Kurven. 

Der Start auf der, in einem Park gelegenen, Strecke ist dabei besonders knifflig. Die fast 50 Fahrzeuge bremsen von weit über 200 km/h auf bis zu 60 km/h um die berühmte erste Kurve in Angriff zu nehmen. Dabei kommt es nicht selten zu Lackaustausch. 

Das Wetter sollte am Sonntag bei vorhergesagten 17°C und bewölktem Himmel keine Rolle spielen. Lediglich am Samstag kann es während des Pre-Qualifyings zu Regenschauern kommen. 

Das Rennen beginnt am Sonntagmittag um 13:00 Uhr und geht über eine Distanz von drei Stunden. 

 

 

Text: Max Renfordt 

Bild: Blancpain GT Series 

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