· 

Der NRingInfo Notizblog zu VLN 1

„Trotz“ kurzfristiger BOP-Anpassung und zahlreichen Drohbriefen, finden wir mit dem Blick auf die Starterliste insgesamt 25 Starter in der GT3 Klasse. Nimmt man die beiden Fahrzeuge aus der SP-X, blicken wir mit der Scuderia Cameron Glickenhaus und dem Octane 126 AG Ferrari auf ein 27 Fahrzeuge großes Feld mit Siegambitionen. 

Geht man die SP9 Klasse durch, fallen einem aller Hand Unterschiede zur letzten Saison auf. GetSpeed ist von den Zuffenhausenern zu den Affalterbachern gewechselt und stellt im ersten Lauf ganze drei AMG GT3. Fahrertechnisch hat sich auch hier einiges sehr positiv verändert, denn Tristan Vautier, Luca Ludwig, Philip Ellis, Indy Dontje und Fabian Vettel sind sicherlich nicht die schlechtesten Zugänge. Außerdem kehrt Christopher Brück nach einiger Jahren zu der GetSpeed-Mannschaft zurück. Zu dem AMG Dreiergespann zählt auch das Trio Hill, Shoffner und Fabian Schiller, die schon im letzten Jahr unter dem Namen J2 an den Start gingen. Doch wie der Rest des Teams, fuhren auch diese Drei mit der Marke Porsche. Einen Abgang zur 2018er Saison gab es mit Steve Jans aber dann doch. Dieser ist zum Meuspather Konkurrenten Phoenix Racing gewechselt und wird das erste Rennen an der Seite von Kim Luis Schramm antreten.

Eine der spektakulärsten Neuzugänge ist sicherlich die Neuauflage der Zakspeed Viper, die wohl einige Fans bei den Einstellfahrten der VLN zurück zum Beginn des Jahrtausends brachte. Dieses amerikanische GT3 Geschoss wird von Florian Strauss pilotiert, welcher bereits zu Nissanzeiten für das Niederzissener Team Zakspeed fuhr. Es wird ebenso spekuliert, ob Jeroen Bleekemolen und Chris Mamerow noch zum Team dazu stoßen.

Noch vor zwei Wochen musste man mit einem zeitnahen Abschied von Frikadelli Racing rechnen. Allerdings wird man der VLN zumindest bis zum 24h Rennen erhalten bleiben und setzt auf dem neuen Porsche mit Matt Campbell und Mathieu Jaminet direkt mal ein dickes Ausrufezeichen. Im zweiten Frikadelli Porsche starten Sabine Schmitz, Alexander Müller und Teamchef Klaus Abbelen.

Mit insgesamt drei GT3 Fahrzeugen wird das Team Walkenhorst erneut in die 2019er Saison der VLN starten. Eigentlich keine große Nachricht, doch in diesem Jahr fehlt der Fanliebling, der Z4 GT3 von Peter Posavac. Dafür hat sich Walkenhorst einen dritten M6 GT3 zugelegt und kommt auf Grund des Zugangs auf drei M6 GT3´s. Die Fahrerbesetzungen lassen sich mehr als sehen, hat man sich doch die Dienste von Ex- Nissanwerksfahrer Lucas Ordonez sichern können, der an der Seite von David Pittard und mit Christian Krognes, dem aktuellen Sieger der 24h von Spa, fährt. Auch der zweite M6 hat es in sich, denn mit Rudi Adams hat man einen Nordschleifenroutinier mit an Bord, der von den zwei aufstrebenden Nachwuchspiloten Jody Fannin und Immanuel Vinke unterstützt wird. Im dritten BMW nehmen der Brite Hunter Abbott, Andreas Ziegler und Teamchef Henry Walkenhorst Platz.

Auch zwei Nissan Nismo GT-R GT3 findet im Fahrerfeld seinen Platz. Das asiatische Team Kondo Racing setzt auf eine japanisch-niederländische Fahrerpaarung die sich aus Mitsunori Takaboshi, Fuji Tomonobu, Matsuda Tsugio und Tom Coronel. Letzterer war bereits bei vielen 24h Rennen auf dem Nürburgring am Start und pilotierte neben BMW, Mercedes, Porsche auch die legendäre Zakspeed Viper. Der Einsatz von Kondo Racing wird von Mcchip-dkr betreut, die zu einem späteren Zeitpunkt den Lamborghini Huracan GT3 in der VLN einsetzen wird. 

Der zweite Nissan Nismo GT-R GT3 wird von KCMG eingesetzt. Für das auf der Nordschleife gänzlich neue chinesische Team werden Nordschleifenexperte Christian Menzel, der erfahrene Alex Buncombe sowie Philipp Wlazik und Alex Fontana starten.

Ein Wiedersehen gibt es zudem mit der Scuderia Cameron Glickenhaus, der mit der Stammmanschaft Thomas Mutsch, Felipe Fernander-Laser und Franck Mailleux an den Start gehen wird.

Nach dem Abschied vom Team WTM, müssen die Fans doch nicht auf die Marke Ferrari verzichten. Björn Grossmann, Jonathan Hirschi und Simon Trummer werden als Dreiergespann ins Rennen gehen. Allerdings wird der Octane 126 AG Ferrari nicht in der SP9 Klasse starten, sondern sich in die SP-X zum SCG003 gesellen.

Einmal mehr wird der mehrfache Le Mans Teilnehmer Tracy Krohn in der VLN teilnehmen. Zusammen mit dem Schweden Niclas Jönsson starten die beiden mit einem Porsche 911 GT3 Cup in der Klasse SP7.

Mit Andreas Simonsen nimmt ein weiterer Schwede in einem SP7 Cup Porsche Platz. Noch im vergangenen Jahr zählte er zur Truppe der Scuderia Cameron Glickenhaus, startet aber nun zusammen mit Lorenzo Rocco di Torrepadula und Patrick Kolb.

Zum Team Mühlner Motorsport gesellt sich der langjährige Porsche Carrera Cup Pilot Jörn Schmidt-Staade, welcher zusammen mit Marcel Hoppe und Moritz Kranz womöglich das stärkste Fahrergespann der Cup2 Klasse bildet.

In der SP8 wird das Team WS Racing einen Audi R8 GT4 unter dem Namen Giti Tire Motorsport einsetzen. Die Piloten Xiaole Rainey He, Yat Shing Sunny Wong und Cheuk Wai Andy Yan bilden hierbei ein rein chinesisches Trio.

Auf der Startnummer 150 starten mit Alexander West und Martin Brundle zwei etablierte GT Piloten. Der dritte Fahrer des Aston Martin Vantage V8 ist der Hamburger Marco Müller.

In der SP10 findet man unter den sieben GT4 Fahrzeugen eine BMW Dominanz von insgesamt fünf Fahrzeugen. Jedoch sollte man sich nicht von der Anzahl der Fahrzeuge täuschen lassen. Mit Tobias Müller, Tim Scheerbarth und Tristan Viidas konnte man sich im Hause Black Falcon eine extrem starke Fahrerpaarung sichern. Der stärkste Titelkonkurrent wird wohl der von AVIA Sorg Rennsport eingesetzte BMW M4 mit Vorjahresmeister Heiko Eichenberg und BMW Junior Erik Johannson sein. Die weiteren BMW-Gespanne kommen von Pixum Adrenalin Motorsport, Ring Racing with Revel, Walkenhorst Motorsport und einem weiteren AVIA Sorg Rennsport M4 GT4. Mit einer vom Team KKrämer Racing eingestzten Ginetta G55 GT4 bestreitet ein wahrer Exot seinen ersten Start in der SP10 der VLN.

Bei den Fahrzeugen der SP3 findet man nicht nur eine Reihe von Toyota GT86, sondern auch den ehemaligen Le Mans Piloten Marc Duez, welcher an der Seite von Jaques Derenne, „Brody“ und Olivier Muytjens antreten wird.

Eines der Teams, über welches in den letzten Wochen und Monaten am meisten gesprochen wurde, ist das Team Giti TIre Motorsport by WS Racing, welches mit einem reinen Damenteam an den Start gehen wird. Hierbei setzt sich nicht nur die Fahrerbesatzung, sondern auch das Team dahinter ausschließlich aus Frauen zusammen. Die Pilotinnen sind neben Jasmin Preisig auch Ronja Assmann und Carrie Schreiner.

Auf den beiden PROsport-Performance Fahrzeugen in der V5 gehen insgesamt fünf Fahrer ins Rennen, die gerade ihre Permit absolvieren. Darunter zählen die KCMG Pilot Josh Burdon, Edoardo Liberati, Joao Paulo de Oliveira, sowie Martin Kodric (Lamborghini) und Hugo de Sadeleer (PROspeak| ADAC GT Masters).

Für den TCR Piloten Luca Engstler geht es an diesem Wochenende erstmals auf die Nürburgring Nordschleife. Für das Team rent2drive-FAMILIA-racing, startet der Wiggensbacher auf einem Renault Megané RS in der Klasse VT2. Doch auch Franz Engstler gibt sich die Ehre und fährt auf einem, für Lubner Motorsport untypischen, BMW 325i e90 in der Klasse V4. Ob da wohl ein TCR Projekt für das Liqui Moly Team Engstler ansteht?

Ein weiterer TCR Pilot ist der Belgier Denis Dupont, der nicht nur in der FIA WTCR geht, sondern an diesem Wochenende einen Porsche Cayman GT4 CS aus dem Team Care for Climate pilotiert. Dupont startet an der Seite von Thomas Kiefer und dem aktuellen Porsche Junior Jaxon Evans aus Australien. 

Im neuen BMW M240i Cup gesellt sich aus dem Hause AVIA Sorg Rennsport eine neue Topbesetzung, die sich aus den beiden Norwegern Sindre Setsaas, Inge Hansesaetre und Moritz Oberheim zusammen setzt. Ebenfalls im Sorg BMW vertreten wird der schwedische BMW Werksfahrer Joel Eriksson, welche mit Shance Lewis aus Amerika einen von insgesamt drei Sorg BMW´s pilotiert. Erneute Titelkandidaten sind neben dem Scheid-Team Honert Motorsport mit Peucker und Otto auch der Adrenalin M240i von David Griessner und Yannick Fübrich. Ein weiterer stark besetzer Cup-BMW bildet sich aus Jörg Breuer und den beiden Briten Ben Tuck, welcher im letzten Jahr erfolgreich an der Britischen GT Meisterschaft antrat und William Tregurtha, der 2018 den Titel der GT4 European Series nur knapp verpasste. 

Für Mike Halder geht es genau wie für Franz Engstler in einem BMW 325i von Lubner Motorsport ins erste Rennen der VLN. Halder fährt an der Seite von Michael Brüggenkamp und lässt einige Spekulationen offen. Für die Scuderia Solagon führt man alte Teamkollegen wieder zusammen. Die beiden Brakeler Cousins Cedrik und Kevin Totz gehen zusammen mit Christian Andreas Franz aus Birkenfeld in die Saison 2019. Die drei kennen sich noch aus priconracing Zeiten und fuhren in der letzten Saison für Sorg Rennsport. In diesem Jahr fahren sie gemeinsam auf einem BMW 325i in der V4-Klasse. Ebenfalls werden die VLN Meister der vergangenen Saison, den Titel in unveränderter Besetzung  verteidigen wollen.

Eine Klasse, die sich immer größerer Beliebtheit erfreut ist die TCR Klasse, die an diesem Wochenende sieben Starter umfasst. Max Kruse Racing wird zusammen mit Benny Leuchter und Andreas Gülden in die Saison starten. Die beiden treffen an diesem Wochenende auf starke Konkurrenz aus dem Hause Honda, welcher von Fugel Motorsport eingesetzt wird. Auf dem Honda kommen neben Dominik Fugel auch Markus Oestreich und Werksfahrer Tiago Monteiro zum Einsatz. Im Hause Hyundai schickt man mit dem Veloster und dem i30 zwei verschiedene TCR Modelle ins Rennen, die von Peter Terting, Harald Proczyk und Manuel Lauck und Marc Basseng pilotiert werden.

In der Cup3 Klasse, bzw. der Cayman GT4 Trophy by Manthey Racing treffen 13 Fahrzeuge aufeinander. Neben zwei Caymans von Mühlner Motorsport, starten auch Frikadelli Racing, Teichmann Racing, Mathol Racing, und KKrämer Racing an diesem Wochenende am Nürburgring. Im Team von Mühlner Motorsport hat sich über den Winter eine komplett neue Besatzung gebildet, die sich aus Thorsten Jung, Alex Schula und Fidel Leib zusammen. Letzterer wechselt von Black Falcon aus der SP10 in die Cup3 zu Mühlner Motorsport.

Text und Bilder: Max Bermel

Kommentar schreiben

Kommentare: 0