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Alex Müller wieder für Frikadelli Racing in der VLN

Alex Müller wird diese Saison das dritte Jahr in Folge mit Frikadelli Racing auf dem Nürburgring bestreiten. Der 40-Jahre alte Deutsche wird zusammen mit Teambesitzer Klaus Abbelen und Sabine Schmitz den Porsche 991 GT3R mit der Nummer 30 pilotieren. 


"Es fühlt sich gut an bei Frikadelli zu sein" sagt Müller während den VLN Test- und Einstellfahrten 


“Ich kenne das Team und kann mich ganz einfach anpassen. Ich fahre dieses Jahr wieder mit Klaus und Sabine und wie die Redewendung besagt: ‘Never change a winning team!’”


Trotz des trostlosen Wetters am morgen des Tests, wollte Müller unbedingt die ersten Runden auf der Nordschleife drehen, um ein Gefühl für den Porsche und die neuen Reifen zu gewinnen.


“Das Auto fühlt sich in Ordnung an. Wir haben da angefangen wo wir letztes Jahr aufgehört haben."


“Wir haben mit Michelin einen neuen Reifenliferanten. Der Regenreifen ist anders, was bedeutet, dass wir das Auto ein bisschen darauf abstimmen müssen."


“Der Rost, den wir im Winter angesammelt haben, muss abgeschüttelt werden: Wir saßen für sechs Monate nicht in einem Rennauto, brauchen also ein paar Runden um wieder in Form zu kommen und den Rhythmus zu finden.”


2018 setzte Frikadelli Racing ein Auto mit voller Profibesatzung und wechselnden Fahrern ein. Auch wenn der Porsche mit der Nummer 31 zweimal gewinnen konnte, hatte Müller an den Wochenenden an denen er dieses Fahrzeug steuern durfte Pech und kam nie aufs Podium.  


“Ich hatte letztes Jahr gute Qualifings, aber ich konnte in der Pro-Am Klasse mit Klaus nicht gewinnen."


“Es war sehr Schade, dass ich kein Rennen auf dem Pro-Auto gewinnen konnte, da wir alle den selben Grundspeed hatten. Es ging nur darum beim richtigen Rennen im Pro-Auto zu sein. Am besten dann wenn die Temparutern so waren, dass der Dunlop Reifen gut funktionierte."


“Aber das ist Ok für mich. Ich bin der älteste der Pro-Fahrer und sehe das entspannt.”


Der gelassene Fahrer macht sich keine Sorgen um die, vom Teamleiter Klaus Abbelen, ausgesprochene Drohung die VLN zu verlassen, wenn der Streit um die Balance-of-Performance nicht beigelegt würde.


“Wir werden sehen was passiert. Klaus hat ein Statement veröffentlicht das besagt, dass wir nach dem 24 Stunden Rennen am Nürburgring aufhören. Aber wir werden gucken wie es läuft. Er sagte mir, dass ich mir keine Sorgen machen brauche und wir aufjedenfall die ganze Saison irgendwo fahren. Es gibt genung andere Rennserien wie die Blancpain GT Series, die 24h-Series oder die DMV – Er wird entscheiden.”


Neben Müller's Engagement bei Frikadelli Racing wird er noch zwei Autos aus seinen Jugendjahren in der 'historic Group C Racing Series' fahren.


“Ich fahre auch historiche Gruppe C Autos mit zwei Jaguars: ein XJR-11 und ein XJR-12 aus den 90ern. Letztes Jahr bin ich 'Classic Le Mans' gefahren, dieses Jahr werde ich 'historic Group C' fahren und nächstes Jahr wieder 'Classic Le Mans'. Mein Teamkollege Ivan Vercoutere und ich sind Freunde geworden und es ist toll historische Rennen zu bestreiten."


“Mit 40 bin ich nicht mehr der jüngste Fahrer. Ich habe früh angefangen, also habe ich gelernt eine Auto ohne Servolenkung, mit manueller H-Schaltung, und mit Zwischengas zu fahren. Das Auto hat eine Menge Abtrieb, was genau das ist woran ich vor ein paar Jahren gewöhnt war. Es ist eine andere Welt.” 


Interview: Miguel Bosch (GT Report)

Übersetzung: Max Renfordt

Bild: Max Bermel  

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