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ERSTER SIEG FÜR VERVISCH, GUERRIERI SIEGT IN LAUF ZWEI, TARQUINI HOLT DEN TITEL

Frédéric Vervisch machte sich am Morgen zum 15. Sieger des ersten WTCR – FIA World Touring Car Cup presented by OSCARO Saion während Yvan Muller in Rennen 2 des WTCR Rennens von Macau ein wichtiges Podium einfuhr.

 

Audi Sport Team Comtoyou Fahrer Vervisch überholte auf dem Weg zum Sieg zum Sieg DHL Pole Position Starter Timo Scheider in großartiger Manier, während Muller seinen ALL-INKL.COM Münnich Motorsport Honda Civic Type R TCR in einem atemberaubenden Duell um den zweiten Platz ins Ziel prügelte.

Der WTCR OSCARO Gesamtführende Gabriele Tarquini schied bei einer Massenkarambolage in der Lisboa-Kurve in der ersten Runde aus. Muller profitierte und verkleinerte seinen Rückstand im Titelduell auf 18 Punkte, was einen spannenden Showdown für Rennen 3 bedeutet.

 

“Wegen der 60 Kilogramm Kompensationsgewicht, mit denen Audi hier antritt, hätte ich es nicht erwartet”, sagt ein erfreuter Vervisch. “Aber JK (Jean Karl Vernay, Sieger des ersten Laufes; Anm. d. Red.) hat schon gestern unter Beweis gestellt, dass es geht. Ich war bis dato der einzige Top-10-Pilot ohne Rennsieg – jetzt schon. Und zwar in Macau.”

 

In der Lisboa-Kurve, einer engen Rechtskurve, kam es in der ersten Runde zu einem Tohuwabohu. Scheider führte das Feld an, als hinter ihm Pepe Oriola bei einem Überholmanöver Yann Ehrlacher von ALL-INKL.COM Münnich Motorsport erwischte. Beide drehten sich, was eine Massenkarambolage auslöste. Involviert waren Rob Huff, der DHL Pole Position Starter in Rennen 3, Vernay, Norbert Michelisz und – am wichtigsten – Tarquini, der sich für einen Reparaturstopps zurück an die Box schleppte.

 

Muller trat in dem Wissen, dass sein Titelrivale ausgeschieden ist, auf das Gaspedal und sicherte sich so viele Punkte wie möglich, um in Rennen 3 den Angriff auf die Krone zu starten.

 

In Runde 4 kam es zum Führungswechsel, als Vervisch sich in der Mandarin-Kurve auf der Außenseite an Scheider vorbeipresste, während hinter ihnen Muller in der Lisboa-Kurve innen an Kevin Ceccon im Team Mulsanne Alfa Romeo Giulietta TCR vorbeiging.

 

Muller jagte im restlichen Verlauf des Rennens über acht Runden Scheider. Der spannende Zweikampf sorgte für Begeisterung. Der Honda-Pilot verteidigte sich in der Lisboa-Kurve rundenlang gekonnt, wenn der YMR Hyundai sich in seinem Windschatten ansaugte. Scheider nutzte seine gesamte Erfahrung, um den zweiten Platz zu verteidigen und sein bestes Resultat im WTCR Oscaro einzufahren. Muller wurde Dritter.

 

Ceccon wurde Vierter, während Esteban Guerrieri sich auf Rang fünf vorarbeitete und vor ALL-INKL.COM Münnich Motorsport Teamkollege Erlacher, der sich von seiner Kollision mit Oriola in der ersten Runde erholt hatte, ins Ziel kam.

 

Mehdi Bennani, Nathanaël Berthon, Luigi Ferrara und Aurélien Panis komplettierten die Top 10, obwohl Panis in der Schlussphase in die Reifenstapel rutschte.

 

Text und Bild: FIA WTCR Presse

Esteban Guerrieri siegt im Saisonfinale des WTCR – FIA World Touring Car Cup presented by OSCARO während Gabriele Tarquini sich den ersten Titel nach einem hoch spannenden Fernduell beim WTCR Rennen von Macau sichert*.

 

Während Guerrieri von ALL-INKL.COM Münnich Motorsport das ganze Rennen lang unter dem Druck  des DHL Pole Position Starters Rob Huff stand, fuhr Tarquini von seinem 14. Startplatz auf Rang zehn vor, um sich einen Punkt zu sichern. Vor ihm verpasste Titelrivale Yvan Muller das Podium als Vierter knapp – nicht genug, um sich die Krone aufzusetzen. Tarquini blieb in der Gesamtwertung mit drei Punkten vorne.

“Ich bin so von meinen Emotionen übermannt, dass ich keinen Ton herausbekomme”, sagte ein freudestrahlender Guerrieri, der seinen zweiten Saisonsieg feierte. “Die Freude ist so gr0ß. Die Saison mit einem Sieg in Macau zu beenden war mein Ziel und jetzt habe ich es erreicht.”

Auch Tarquini zeigte sich nach einem Wochenende, an dem ihm der Titel fast durch die Finger gerutscht wäre, emotional. Grund war im Besonderen ein Unfall im Qualifying, der ihm seinen schlechten Startplatze eingebrockt hatte.

 

“Ich stand nach dem Qualifying unter Druck,” sagte der 56-Jährige. “Aber ich bin nicht umsonst als alter Fuchs bekannt und ich habe es geschafft.”

Guerrieri schnappte Huff am Start die Führung weg und gab sie bis zur Zieldurchfahrt nicht mehr ab. In der Lisboa-Kurve gab es weiteres Drama, als sich Timo Scheider und Frédéric Vervisch, der Sieger von Rennen 2, verbremsten. Tarquini erbte so einige Plätze und war am Ende der ersten Runde als Neunter bereits in den Punkterängen. Vor ihm hatte der von Position sechs gestartete Muller etwas Boden gutgemacht und sich auf Platz fünf geschoben.

An der Spitze setzten sich Guerrieri, Huff and Jean-Karl Vernay, der Sieger von Rennen 1, ab. Der Vorsprung war zunichte, als in Runde 3 das Safety-Car auf die Strecke kam. Grund: Aurélien Panis’ gestrandeter Audi musste abgeschleppt werden.

 

Nach dem Restart in Runde sechs fiel Tarquini auf Rang zehn zurück, weil Mullers YMR Teamkollege Thed Björk ihn kassierte – eine Aktion, die die Entscheidung in der Teamwertung entscheidend beeinflusste.

 

In Runde 11 beging Vernay in der Lisboa-Kurve einen Fehler und setzte seinen Audi in die Streckenbegrenzung. Norbert Michelisz vom BRC Racing Team rückte auf Rang drei vor, Muller auf Platz vier. Tarquini war wieder Neunter, ehe Nathanaël Berthon von Comtoyou Racing ihn erneut auf den letzten Punkterang verwies.

 

Eine Runde später verunfallte Zsolt Szabó in seinem Zengő Motorsport Cupra TCR in der letzten Kurve schwer. Das Wrack blieb mitten auf der Fahrbahn liegen und das Rennen musste hinter dem Safety-Car beendet werden.

 

Hinter Guerrieri, Huff, Michelisz und Muller wurde Yann Erlacher von ALL-INKL.COM Münnich Motorsport Fünfter vor Pepe Oriola, Kevin Ceccon, Björk, Berthon und Gesamtsieger Tarquini.

 

Das Ergebnis bedeutete auch, dass Muller für den Verlust des Fahrertitels zumindest etwas entschädigt wurde. Seine YMR Mannschaft holte den Teamtitel vor den Hyundai-Markenkollegen vom BRC Racing Team.

 

Vorläufige Gesamtwertung nach Rennen 3:

1 Gabriele Tarquini (Italien) 306 Punkte

2 Yvan Muller (Frankreich) 303

3 Esteban Guerrieri (Argentinien) 267

4 Norbert Michelisz (Ungarn) 246

5 Jean-Karl Vernay (Frankreich) 245

6 Pepe Oriola (Spanien) 245

*Vorbehaltlich der Bestätigung durch die FIA

 

 

Text: FIA WTCR Presse

Bild: Macau GP Presse

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