
Beim achten Saisonlauf der IMSA WeatherTech SportsCar Championship in Road America würdigen Porsche und Team Penske ihre gemeinsame Historie. Zwei Sonderdesigns schlagen dabei die Brücke zwischen legendären Erfolgen der Vergangenheit und aktuellen Einsätzen auf höchstem Niveau. Die Startnummer 6 trägt die Farben des Porsche 917/30 aus den Siebzigern. Beim Can-Am-Lauf 1973 dominierte Mark Donohue im Sunoco-Porsche das Rennen über 200 Meilen. Das Schwesterauto im Werksteam der Dr. Ing. h.c. F. Porsche AG geht am kommenden Wochenende in der gelben Folierung des Porsche RS Spyder an den Start. Hier markiert der Gesamtsieg von Timo Bernhard und Romain Dumas im Jahr 2007 einen Höhepunkt in der Geschichte des LMP2-Prototyps.
Die Saison 2026 ist für die Sportwagenschmiede aus Stuttgart und Team Penske gleichermaßen bedeutend: Porsche feiert 75 Jahre Motorsport, das US-Einsatzteam sein 60-jähriges Jubiläum. Schon bei den IMSA-Rennen in Sebring, Long Beach und Laguna Seca trugen die beiden 963 des Werksteams traditionsreiche Designs. Auf der Road America im US-Bundesstaat Wisconsin gehen die Hybridprototypen aus Weissach erstmals mit unterschiedlichen Folierungen an den Start. „Die Road America ist Schauplatz besonderer Erfolge in der gemeinsamen Geschichte von Porsche und Penske“, sagt Thomas Laudenbach, Leiter Porsche Motorsport. „1973 dominierte der Porsche 917/30 die Szene. Im Qualifying durchbrach Mark Donohue damals als erster Fahrer auf dieser Strecke die Rundenzeiten-Schallmauer von zwei Minuten. Der RS Spyder markierte ab 2006 die Rückkehr von Porsche in den Prototypensport in mehreren Meisterschaften. An den Erfolg von 2007 erinnere ich mich persönlich: Ich war dabei, als Timo Bernhard und Romain Dumas gegen die nominell stärkeren LMP1-Rennwagen zum Gesamtsieg fuhren.“
Roger Penske, Gründer und Vorsitzender der Penske Corporation: „Der Sportwagen-Rennsport bildet seit jeher das Fundament von Team Penske. Während wir im Jahr 2026 das 60. Jubiläum unseres Teams im Motorsport sowie das 75-jährige Bestehen von Porsche Motorsport feiern, freuen wir uns sehr, das Erbe und die Tradition beider Organisationen zu würdigen. Diese beiden ikonischen Fahrzeuglackierungen sind eine Hommage an die Meisterschaftsgewinne, an legendäre Fahrzeuge und an die Menschen, die zu unserem Erfolg beigetragen haben. Die Partnerschaft von Team Penske mit Porsche ist eine der erfolgreichsten und beständigsten Beziehungen im Rennsport, und wir sind stolz darauf, unsere Siegertradition gemeinsam zu feiern.“
1973: Am Porsche 917/30 führt kein Weg vorbei
Der Rennfahrer und Ingenieur Mark Donohue dominierte 1973 den Canadian-American Challenge Cup (Can-Am). Bei neun Saisonrennen gewann der Amerikaner am Steuer des bis zu 882 kW (1.200 PS) starken 917/30 siebenmal in Folge. Auf dem Weg zum Titelgewinn zeigte der Penske-Fahrer vor allem auf der Road America seine Stärke. Im Qualifying konnte Donohue auf dem damals 6,437 Kilometer langen Kurs eine Rundenzeit von 1:57,51 Minuten realisieren. Damit war er um mehr als drei Sekunden schneller als der erste Verfolger.
2007: Der Porsche RS Spyder besiegt die LMP1-Autos
Der 775 Kilogramm leichte Porsche RS Spyder bestimmte die LMP2-Szene der American Le Mans Series (ALMS) von Ende 2005 bis 2008. Bis zum 11. August 2007 sammelte er 14 Klassensiege. Dann folgte
das 4-Stunden-Rennen auf der Road America: Timo Bernhard und Romain Dumas bezwangen die stärkeren LMP1-Prototypen und feierten den ersten ALMS-Gesamtsieg dieses Rennwagens. Am Ende des
gemeinsamen Programms von Porsche und Penske standen drei Hersteller-Meisterschaften sowie jeweils drei Titel bei den Fahrern und Teams zu Buche.
2026: Vorschau Road America
Die Road America nahe Elkhart Lake rund 25 Kilometer westlich des Lake Michigan zählt aufgrund ihrer naturgegebenen Strecken-Charakteristik zu den Favoriten vieler Fahrer. Der heute 6,515 Kilometer lange Rundkurs fügt sich mit seinen 14 Kurven in eine Parklandschaft ein. Porsche ist mit 17 Siegen der erfolgreichste Hersteller auf der Road America. Der 963 von Porsche Penske Motorsport gewann dort zuletzt in der Saison 2024. Der rund 520 kW (707 PS) starke Hybridprototyp „Made in Flacht“ ist der erfolgreichste LMDh-Rennwagen seit Einführung des Reglements 2023. In der Saison 2026 führt das IMSA-Rennen auf der Road America erstmals über sechs Stunden und zählt zum Michelin Endurance Cup. Diese Sonderwertung umfasst auch die Langstreckenläufe in Daytona, Sebring, Watkins Glen und das „Petit Le Mans“ auf der Road Atlanta.
Das Rennen im Livestream
Die Internetseite imsa.tv überträgt das Rennen für Nutzer außerhalb der USA und Kanadas über die volle Distanz live im kostenlosen Stream. Die Internetseite scoring.imsa.com bietet ein übersichtliches Livetiming. Start des Langstreckenrennens ist am Sonntag, 2. August, 10:40 Uhr Ortszeit (17:40 Uhr MESZ).
Die Porsche-Teams in Laguna Seca
GTP (Porsche 963):
Porsche Penske Motorsport #6: Kévin Estre (FRA) / Laurens Vanthoor (BEL)
Porsche Penske Motorsport #7: Julien Andlauer (FRA) / Felipe Nasr (BRA)
JDC-Miller MotorSports #5: Laurin Heinrich (DEU) / Tijmen van der Helm (NLD) / Kaylen Frederick (USA)
GTD-Pro (Porsche 911 GT3 R):
AO Racing #77: Harry King (GBR) / Nick Tandy (GBR)
Manthey #911: Thomas Preining (AUT) / Klaus Bachler (AUT) / Riccardo Feller (CHE)
GTD (Porsche 911 GT3 R):
RS1 #28: Devlin DeFranceso (CAN) / Jan Heylen (BEL) / Ryan Yardley (NZL)
Wright Motorsports #120: Adam Adelson (USA) / Callum Ilott (GBR) / Tom Sargent (AUS)
Manthey 1st Phorm #912: Ryan Hardwick (USA) / Riccardo Pera (ITA) / Morris Schuring (NLD)
Fahrerstimmen vor dem Rennwochenende
Kévin Estre (Porsche 963 #6): „Ich freue mich sehr auf die Road America. Seit zehn Jahren bin ich dort nicht mehr gefahren – und noch nie in einem Prototypen. Wir alle verbinden mit den Sunoco-Farben des damaligen Porsche 917/30 viele Erinnerungen. Das Auto war ein regelrechtes Biest. Ich hoffe, dass wir ähnlich erfolgreich auftreten werden. Ich habe ein spezielles, gelbes Helmdesign. Ich begebe mich damit auf die Spuren von Mark Donohue. Es ist mir eine Ehre.“
Felipe Nasr (Porsche 963 #7): „In den Farben des Porsche RS Spyder aufzutreten, ist etwas ganz Besonderes. Wir erinnern damit an ein äußerst erfolgreiches Kapitel von Porsche und Penske. Alle in unserem Team sind stolz darauf. Ich bin sicher, dass wir damit auch die Herzen der Fans erobern. Das Rennen auf der Road America geht erstmals über sechs Stunden. Die Langstrecken-Wettbewerbe sind unsere Stärke. Wir möchten den Abstand zur Spitze in der Meisterschaft verkleinern und möglichst zurück auf die höchste Stufe des Podiums.“
Text: Porsche Pressemitteilung











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