
Die Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring lehnt die für die kommende Saison zusätzlich geplante 24h Nürburgring Serie ab. Eine zweite Veranstaltungsreihe für den Langstrecken-Rennsport auf der Nordschleife, die parallel zur bestehenden Nürburgring Langstrecken-Serie (NLS) ausgetragen wird, schwächt in der Konsequenz alle Beteiligten. In der Folge könnte dies das Angebot an qualifizierten Langstreckenrennen auf dem Eifelkurs deutlich reduzieren. Auch der bereits für 2027 angedachte Start der 24h Nürburgring Serie erfolgt aus Sicht der ILN zu kurzfristig und geht auf Kosten der Planungssicherheit für die Teams und Teilnehmer.
„Wie schon 2023 bei dem Disput um die letztlich gescheiterte Nürburgring Endurance-Serie gilt weiterhin: Zwei Rennserien, die parallel um die limitierten Termine auf der Nürburgring-Nordschleife konkurrieren, machen aus Sicht der Teams und Teilnehmer – also der Kunden – keinen Sinn“, betont Martin Rosorius als Vorsitzender der Interessengemeinschaft Langstrecke Nürburgring. „Motorsport geht nur gemeinsam! Daher appellieren wir erneut an alle Beteiligten: vertragt euch und zieht endlich an einem Strang, um eine wirtschaftlich gesunde und langfristig tragfähige Lösung für den Langstreckensport auf der Nordschleife zu finden. Hierzu gehört auch, dass der ADAC und seine drei beteiligten Regionalclubs eine einheitliche Linie vertreten.“
Ziel konstruktiver Gespräche der einzelnen Veranstalter, dem Nürburgring und der ILN als Vertreterin der Teams und Teilnehmer muss es sein, eine tragfähige Perspektive für den Langstreckensport auf dem Traditionskurs zu finden. Hierzu zählt auch, dass der langjährige Rechtstreit zwischen dem Streckenbetreiber und der VLN als Organisator der NLS beendet wird.

„Die ILN wünscht sich für die Zukunft, dass es klare Veranstalterstrukturen und feste Ansprechpartner für alle Langstreckenrennen auf dem Nürburgring gibt“, so Rosorius. „Für konstruktive Lösungen stehen wir allen Beteiligten auch weiterhin mit dem geballten Know-how der ILN-Mitglieder zur Verfügung. Dabei ist Planungssicherheit für unsere Teams ein hohes Gut. Änderungen kommen für uns daher erst für 2028 in Betracht.“
Deutlich steigende Zuschauerzahlen im Rahmen des 24-Stunden-Rennens und auch bei den Läufen zur NLS unterstreichen: Der weltweite Boom, den der Motorsport derzeit weltweit genießt, beflügelt auch den Langstreckensport auf dem Nürburgring. Die großen Investitionen, mit denen der Streckenbetreiber zum Beispiel die Digitalisierung und Modernisierung des Traditionskurses vorantreibt, treiben diese positive Entwicklung voran. „Dieses Potenzial müssen wir jetzt ausschöpfen und die vorhandenen Ressourcen nutzen, um den Langstreckensport auf der Norschleife weiterzuentwickeln“, betont Rosorius. „Kleinstaaterei unter den Rennserien und Streitereien stehen dem jedoch entgegen und gefährden die bald 50-jährige Tradition der VLN, die es aus Sicht der ILN wert ist, fortgeführt zu werden.“
Text: ILN Pressemitteilung











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