
Der Rennstall der Brüder Benjamin und Daniel Sorg setzt im Porsche Sports Cup Deutschland (PSCD) derzeit die Maßstäbe: Beim dritten Rennwochenende der Markenpokalserie am Nürburgring holte die Wuppertaler Mannschaft fünf von sechs Klassensiegen und gewann zusätzlich einmal die ProAm-Wertung.
Wer am Nürburgring von Eifelwetter spricht, meint zumeist das Gegenteil der drückenden Hitze, die die Porsche-Rennställe am letzten Juni-Wochenende empfing. Bei fast 40 Grad im Schatten – den es im Fahrerlager praktisch nicht gibt – waren Teammitglieder und Fahrer extrem gefordert. „Dass unsere Truppe unter diesen Bedingungen einmal mehr erstklassige Arbeit leistete, kann man gar nicht hoch genug einschätzen“, lobt Co-Teamchef Benjamin Sorg.
Den ersten Glanzpunkt unter sengender Sonne setzte Mads K. Ljungberg: Mit dem von Sorg Rennsport vorbereiteten Porsche 911 GT3 Cup (992) gewann er nach tollen Überholmanövern das erste Rennen. Im zweiten Lauf pilotierte der Däne die Startnummer 31 auf Rang zwei. „Mads hat seine tolle Entwicklung seit dem Aufstieg in die GT3-Klasse bestätigt. Wir freuen uns sehr, dass er nach seinem unverschuldeten Unfall in Oschersleben jetzt die verdienten Spitzenergebnisse einfahren konnte“, kommentiert Benjamin Sorg die starke Vorstellung des Youngsters. Ljungberg hatte sich im Vorjahr zum Meister in der Porsche Endurance Challenge Deutschland gekrönt und zählt in dieser Saison zum offiziellen Talent Pool von Porsche im PSCD.
Mit Ragnar Simuland startet ein weiteres Riesentalent für Sorg Rennsport – der Este wurde auf Anhieb in den Talent Pool berufen. Der erst 18-jährige Nachwuchsfahrer musste beim zweiten PCSD-Meeting in Oschersleben aussetzten und meldete sich in der Eifel umso eindrucksvoller zurück: Im Auto mit der Startnummer 35 gewann er von der Pole Position in der Klasse 1b beide Rennen der Porsche Cayman GT4 Clubsport-Wertung. „Mit zwei Klassensiegen hat Ragnar gezeigt, was für ein riesiges Potenzial er mitbringt“, bestätigt Benjamin Sorg.
In der Klasse 1c, die der RS-Version des GT4-Cayman vorbehalten ist, bestätigte Rasmus Vendelbo seine Ausnahmestellung: Wie schon in Oschersleben fuhr er zwei dominante Siege heraus und schraubte seine Bilanz auf nunmehr fünf Saisonerfolge in Serie hoch. Am Nürburgring hatte der 21-jährige Däne seinen Porsche Cayman GT4 RS Clubsport mit der Startnummer 47 zuvor auf die Pole Position der Klasse 1c gestellt. Auch ihm attestieren die Teamchefs eine starke Entwicklung und professionelle Arbeit.
Den Sorg-Cayman GT4 Clubsport mit der Startnummer 100 teilten sich am Nürburgring die PSCD-Debütanten Jörg Barth und Sören Timm. „Beide haben bei ihren Gaststarts fehlerfreie Rennen gezeigt und in ihren jeweiligen Läufen Platz drei in der Klasse 1b erreicht“, freut sich Benjamin Sorg. „Sören hatte im zweiten Rennen ab der dritten Runde einen Krampf im Bein, der leider über die gesamte Distanz anhielt. Deswegen ist seine kämpferische Leistung besonders hoch einzuschätzen.“
Im fünften Fahrzeug des Wuppertaler Rennstalls startete wieder Adrian Wolf. Er stellte die Startnummer 124 für beide Läufe auf die Pole Position der ProAm-Kategorie der Klasse 1c. Diese Ausgangslage münzte er im ersten Lauf in einen Sieg im ProAm-Klassement um. In Rennen zwei lieferte er sich einen beherzten Zweikampf mit dem Führenden, bedrängte ihn pausenlos und übernahm schließlich die Führung der ProAm-Wertung. Dann stellten sich jedoch thermische Probleme ein und er musste sich mit Rang drei zufriedengeben.











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