
Der zweite Platz von ABT Sportsline beim 54. ADAC RAVENOL 24h-Rennen auf dem Nürburgring gerät ins Wanken. Wie am Mittwoch, 28. Mai 2026, bekannt wurde, überprüften die Technischen Kommissare den Lamborghini Huracán GT3 EVO2 mit der Startnummer 84 nach dem Rennen genauer. Der Bolide von Mirko Bortolotti, Luca Engstler und Patric Niederhauser wich bei einer Routinekontrolle auf dem Rollenprüfstand offenbar von den vorgegebenen Referenzwerten ab. Damit steht das vorläufige Resultat des Eifelklassikers unter Vorbehalt.
Nach Angaben der Rennorganisation fiel der Lamborghini bei einer Untersuchung auf, die insgesamt sechs GT3-Fahrzeuge der SP9-Klasse umfasste. Während Aston Martin, BMW, Ford, Mercedes AMG und Porsche keine Beanstandungen kassierten, entdeckten die Technischen Kommissare beim ABT-Boliden Unregelmäßigkeiten. Der Bericht landete inzwischen bei den Sportkommissaren, die in den kommenden Tagen über das weitere Vorgehen beraten und dem Team Gelegenheit zur Stellungnahme geben. Bis zu einer endgültigen Entscheidung bleibt das Klassement des 24h-Rennens vorläufig.
Laut übereinstimmenden Berichten soll der Huracán rund 20 PS über dem zulässigen Referenzbereich gelegen haben. Damit hätte das Fahrzeug den erlaubten Toleranzbereich überschritten.

Schon während des Rennens sorgte die auffällige Endgeschwindigkeit des ABT-Lamborghini auf der Döttinger Höhe für Gesprächsstoff. Der Wagen markierte dort mehrfach Spitzenwerte und zählte auf der langen Geraden zu den schnellsten Fahrzeugen im Feld.
Für ABT Sportsline käme eine Disqualifikation besonders bitter. Das Team aus Kempten kämpfte sich nach schwierigen Rennphasen stark zurück und schien mit Platz zwei ein starkes Resultat beim diesjährigen Nordschleifen-Klassiker eingefahren zu haben. Nun richtet sich der Blick auf die Entscheidung der Sportkommissare, die das endgültige Klassement des 24h Nürburgring 2026 festlegen.
Text: NRingInfo











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