
Der Wandel gehört bei den ADAC RAVENOL 24h Nürburgring zum Konzept. Schließlich
passen die zuständigen Organisatoren beim ADAC Nordrhein das Reglement des
Klassikers seit der Premiere im Jahr 1970 immer wieder an. So halten sie mit der
technischen Entwicklung schritt, aber auch die Abläufe wurden immer wieder verbessert
und die Sicherheit für alle Beteiligten erhöht. Wie attraktiv das Rennen auch bei seiner 54 Auflage ist, zeigt der Riesenandrang der Teams. Bereits über drei Wochen vor dem
Nennschluss (22. April) zeichnet sich ab, dass die maximal möglichen 150 Startplätze
ausgebucht sein werden. Die Regularien zum Thema Starterliste finden sich wie alle
anderen Spielregeln der 24h Nürburgring in der Ausschreibung als zentralem Dokument
des Events. Hier ein Ausblick auf die wichtigsten Neuerungen – und eine Auffrischung in
Sachen Startplatzvergabe..
Top Qualifying: Drei Mal Vollgas – drei Mal Spannung
Für die Fans an der Strecke und am Bildschirm ist sicherlich der neue Ablauf des Top
Qualifyings die auffälligste Änderung. Es ist nun, ähnlich wie in der Formel 1, in drei
Abschnitte unterteilt: Top Q1, Top Q2 und Top Q3 als Highlight. „Wir haben uns für das
neue Format entschieden, da wir den Ablauf für die Fans nachvollziehbarer und
transparenter gestalten wollten“, erklärt Rennleiter Walter Hornung die Evolution des
Einzelzeitfahrens. Für dieses sind wie bisher nur die Top-Klassen des Feldes
zugelassen: SP9 (FIA-GT3), SP11 (GT2), AT1 und SP-Pro. Und schließlich sind auch
Fahrzeuge der SP-X startberechtigt, soweit das Team einen entsprechenden Antrag bei
der Rennleitung platziert und eine Motorleistung von mindestens 450 PS vorweisen kann.
Wie bislang ist auch eine vorzeitige Qualifikation für das Einzelzeitfahren möglich.
Maximal sechs Fahrzeuge können sich im Vorfeld den Startplatz für den Kampf um die
Pole-Position im abschließenden Top Q3 sichern. Hierzu werden die Ergebnisse aus den
NLS-Läufen 1 bis 3 sowie des ADAC 24h Nürburgring Qualifiers herangezogen. Bei den
NLS-Läufen gibt es einen Startplatz für die Gesamt-Schnellsten aller Qualifyings und
zwei Plätze für die Schnellsten der Rennen, wobei jeweils alle Sektorenzeiten, die die in
der Ausschreibung aufgeführten Kriterien erfüllen und zur Wertung gekommen sind, zu
theoretischen Bestzeit-Runden kumuliert werden. Im Rahmen der 24h Qualifiers wird ein
Startplatz an das Team mit der schnellsten Rundenzeit aus Qualifying und Top-Qualifying vergeben. Je ein weiterer Startplatz geht an die Teilnehmer mit der theoretisch schnellsten Renn-Rundenzeit
in den beiden Heats des Wochenendes. Bei den 24h Nürburgring wird es dann am Freitag ernst: Im Top Q1 treten zunächst
einmal alle startberechtigten Fahrzeuge an, die noch nicht für das Top Q3 gesetzt sind –
für bereits vorqualifizierte Fahrzeuge ist die Teilnahme außerhalb der Wertung ebenfalls
erlaubt, aber nicht obligatorisch. Die 20 schnellsten Autos aus der ersten Top Q-Session
rücken in das Top Q2 auf. Diese kämpfen dann um die verbleibenden freien Plätze für
das Einzelzeitfahren. Bei dieser Session können die vorqualifizierten Fahrzeuge nicht
teilnehmen. Die Top-Q-Sessions 1 und 2 gehen über 35 Minuten. Im finalen Top Q3
treten dann maximal zwölf Fahrzeuge in einem Einzelzeitfahren im Kampf um die Pole-
Position gegeneinander an.
Light Panels – für bessere Sicht auch tagsüber
Dass bei einsetzender Dunkelheit die Flaggensignale der Streckenposten durch
Leuchttafeln ersetzt werden, ist an ausgewählten Positionen inzwischen bewährte Praxis bei den 24h Nürburgring. Doch ab 2026 sollen die Fahrer an diesen Streckenabschnitten auch tagsüber visuell stärker unterstützt werden – schließlich hat das Eifelwetter gerne Regen und Nebel im Gepäck. Deswegen werden dort zusätzlich zu den Flaggen nun auch Light Panels eingesetzt. Diese geben dabei ausschließlich das Flaggensignal wieder, welches am Streckenposten gezeigt wird. Maßgeblich ist immer das Flaggensignal – die Anzeige der Light Panels hat insofern keine sportrechtliche
Relevanz, sondern dient alleine der Unterstützung. „Wir haben dieses System beim
zweiten NLS-Rennen 2026 ausprobiert“, erzählt 24h-Rennleiter Hornung. „Es kam bei
den Fahrern und den Sportwarten vor Ort, die es bedienen müssen, sehr gut an.“
Geplant ist, an der Nordschleife 28 dieser Anzeigetafeln einzusetzen, auf dem GP-Kurs
acht.
Nennungen: 150 Teilnehmer gehen maximal ins Rennen
Die ADAC RAVENOL 24h Nürburgring sind in Sachen der Teilnehmerzahl traditionell das
größte Rennen der Welt. Doch auch auf die längste Rennstrecke der Welt passen nicht
unbegrenzt viele Fahrzeuge: 150 Teilnehmer sind laut Reglement maximal
startberechtigt. Während diese Zahl in den vergangenen Jahren nicht ganz erreicht
wurde, freuen sich die Organisatoren 2026 über einen wahren Ansturm an interessierten
Teams, sodass bereits drei Wochen vor dem Nennungsschluss sicher ist: Die
Maximalzahl wird in diesem Jahr ausgeschöpft. Um den Teams ein gerechtes Verfahren
zu bieten, sieht die Ausschreibung vor, dass nach dem Ende der Nennfrist eine Prüfung
und Auswahl erfolgt, bei der unter anderem die Ausgewogenheit der Klassen und die
technische und sportliche Qualität der Teams und Fahrzeuge relevant sind – schließlich
lebt das Rennen auch von der Vielfalt vom „kleinen“ Produktionswagen bis zum bulligen
GT3. Zieht ein vom Veranstalter angenommenes Team seine Nennung zurück, ist ein
Nachrückverfahren vorgesehen, bei dem freiwerdende Plätze dann durch zuvor nicht
berücksichtigte Teams nachbesetzt werden.
Text: 24h Nürburgring Pressemitteilung











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