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GT SUMMER SERIES - DAS GROßE INTERVIEW (TEIL 5)

Bild: Gedlich Racing
Bild: Gedlich Racing

Die GT Summer Series will den GT Motorsport nicht neu erfinden, aber wesentliche Eckpunkte neu definieren. Dazu ruft der Veranstalter Gedlich Racing überraschende Innovationen ins Leben. Die Macher stehen im großen Interview Rede und Antwort. Gedlich Racing zur Frage „Warum eigentlich ausgerechnet Amateur-Rennsport?“ sowie eine überraschende Haltung zu Silberfahrern in der GTSS.

Robin Selbach, Sie sind Geschäftsführer des Promotors Gedlich Racing und selbst aktiver

Rennfahrer. Warum würden Sie als Amateurpilot in der GT Summer Series starten?

RS: Weil ich als jemand, der Motorsport nicht als Hauptberuf betreibt, eine reelle Chance hätte, in der GT Summer Series ein gutes Ergebnis einzufahren. Ich kann unmöglich so schnell sein wie die Youngsters oder Semiprofis, die aus dem Kart- oder Formelsport kommen. Da käme es mir sehr entgegen, in den Genuß angepaßter Chancen zu kommen und somit vielleicht mit dem einen oder anderen auf Silber eingestuften

Fahrer kämpfen zu können. Das bringt uns zu einem wichtigen Punkt, der Raum für Mißverständnisse bietet. Die GTSS richtet sich an Amateure, aber wenn ich Sie richtig verstehe, möchten Sie ja ganz bewußt auch die Nachwuchsfahrer dabei haben. Wie paßt das zusammen? RS: Genau das ist ja unser Ansinnen. Wir wollen, daß Nachwuchspiloten oder erfahrene Silberfahrer bei der GT Summer Series mit am Start sind. Viele von ihnen werden die GTSS nutzen, um sich auf ihre Haupt-Rennserie wie ADAC GT Masters oder GT World Challenge vorzubereiten. Wir sehen diese Fälle auch häufig in unserer GT Winter Series. Aber wir wollen vor allem, daß Gentlemen- und Amateurfahrer eine Chance haben, gegen die Erfahreneren anzustinken. Das macht genau den Reiz aus. Es soll ein wenig wie bei der Handicapregelung im Golf ablaufen - Gentlemen fahren gegen Semiprofis und können sich dennoch mit ihnen messen und erfolgreich sein.

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Warum habt Ihr bei Gedlich Racing so ein Faible für Gentlemen und Hobbyisten?

RS: Das liegt tief in der Tradition und der Firmen-DNA verwurzelt. Wir betreiben seit 15 Jahren Trackdays für Amateure. Wir spüren eine tiefe Verbindung zu erfolgreichen Menschen, die bei uns ihre Leidenschaft Motorsport ausleben. Die ganze Gedlich Racing Kollegenschaft ist vom selben Schlag. Wir alle sind dem Racing verfallen. Für uns ist der Gentleman-Racer nicht nur einfach eine Zielgruppe, vielmehr fühlen wir uns

selbst als Teil dieser Community. Da liegt es nahe, uns für diese Menschen ins Zeug zu legen und sie mit optimalem Racing auszustatten.

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Eine Frage an Gedlich Racing Rennserienkoordinator Stefan Lehner. Stefan, beschreib uns die Besonderheiten der Amateur-Rennszene und wie Ihr Euch gerade auf diese Gruppe einstellt. SL: Amateur-Motorsport gibt es schon so lange wie Autorennen. Allerdings hat sich die Szene gewandelt. Früher schraubte man selbst an seinem Auto, tunte es, baute Motor- oder Fahrwerksteile ein und fuhr dann damit Rennen. Die Zeiten haben sich entscheidend geändert. Heutzutage dreht sich zwar immer noch viel

um Technik, aber die Fahrer haben damit weniger zu tun als früher. Im Jahr 2026 mietet man sich bei einem Team ein, das dem Fahrer alle logistischen und technischen Aufgaben abnimmt, so muß sich dieser nur noch auf´s Fahren konzentrieren. Die Autos kommen als Kit von den Herstellern. Das ist perfekt für die Sicherheit der Piloten. Zugleich gibt es dem Fahrer viel Freiraum, sich ganz auf sein Fahren zu konzentrieren und sich darin weiterzuentwickeln, oft zusammen mit einem Coach. Wir wollen genau dafür die optimale Plattform bieten. Allen Fahrern soll Motorsport so zugänglich wie möglich gemacht werden. Und für Teams soll es die perfekt organisierte Plattform sein.

Ihr scheint neben den Fahrern viel Augenmerk auf die Teams zu legen. Welches Profil an Teams erwartet Ihr und warum sollen sich diese ausgerechnet für die GT Summer Series entscheiden?

SL: Wir erwarten professionell agierende Teams mit einem hohen Anspruch an die organisatorischen Abläufe. Für ein Team sind vor allem zwei Dinge wichtig: ein reibungsloses Wochenende und hohe Zufriedenheit ihres Kunden. Und ihr Kunde ist der Fahrer. Die meisten Teams, die in den ranghöchsten Serien wie DTM oder ADAC GT Masters fahren, haben auch Amateure und Gentlemen als Fahrer. Diese

werden sich bei uns sehr wohl fühlen, denn unsere Plattform macht sowohl Teams als auch Fahrer zufrieden. Vielen Dank an Robin Selbach und Stefan Lehner für das Interview. Die GT Summer Series startet vom 17. bis 19. April 2026 auf dem badischen Hockenheimring. Die Einschreibungen laufen bereits. Als Klassen werden GT4, GT3, GT2, Cup, Challenge und Supertrofeo angeboten. Das Team steht permanent für Rückfragen zur Verfügung.

 

Text: GT Summer Series Pressemitteilung

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