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Nürburgring: Kommt mit Valentino Rossi der nächste Superstar zum 24-Stunden-Rennen?

Valentino Rossi, WEC, Imola, BMW
Bild: Martin Bormann

Der neunmalige Motorrad-Weltmeister Valentino Rossi hat seine Haltung zur Teilnahme beim legendären 24-Stunden-Rennen am Nürburgring deutlich aufgeweicht. In der Vergangenheit lehnte der Italiener einen Start in der Eifel konsequent ab – hauptsächlich wegen der sogenannten Permit-Regularien, die Rennfahrer verpflichteten, vor dem Start auf der Nordschleife bestimmte Runden in einem schwächeren Fahrzeug zu absolvieren. Dies sei für ihn wenig reizvoll gewesen, da er kein Interesse hatte, mit einem leistungsschwächeren Auto dort zu fahren.

Nun klingt Rossi anders: In Interviews zum Saisonauftakt der Intercontinental GT Challenge (IGTC) bei den 12 Stunden von Bathurst sagte er, dass er gerne auf der Nürburgring-Nordschleife fahren möchte, und zwar bei den 24 Stunden. Für ihn gehören die Klassiker Bathurst, Spa und Nürburgring zusammen – besonders die beiden letztgenannten GT3-Highlight-Rennen. Zwar betonte er, dass die 24 Stunden von Spa „das größere GT3-Rennen“ seien, doch seine Haltung zur Nordschleife hat sich spürbar geändert.

Valentino Rossi, BMW, Monster Energy, WRT, WEC, GT World Challenge
Bild: Martin Bormann

Ein wichtiger Grund für den Meinungswechsel ist die Entschärfung der Permit-Regeln für 2026. Statt früherer strenger Vorgaben ist es nun ausreichend, bei einem Rennen nur acht Runden auf der Nordschleife zu absolvieren, wovon bis zu zwei Runden im Qualifying angerechnet werden können. Das reduziert den Aufwand und macht den klassischen Eifel-Event attraktiver für erfahrene Profis wie Rossi.

Rossi selbst hat keine feste Zusage für einen Start beim diesjährigen 24-Stunden-Rennen gegeben. Er will sich zunächst auf seine Hauptserie – die GT World Challenge Europe – konzentrieren, in der er für das Team WRT BMW alle Saisonläufe bestreiten wird. Außerdem plant er weitere Einsätze, etwa beim 1000-Kilometer-Rennen von Suzuka, einer weiteren Station der IGTC, die seit vielen Jahren auf seiner Wunschliste steht. Für 2026 hat sich Rossi zudem aus der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) verabschiedet. Die langen Reisen und der Zeitaufwand seien mit seiner Familie schwer vereinbar, erklärte er. Stattdessen will der 47-jährige Italiener seinen Fokus auf Rennen in Europa legen, wo er den reinen GT3-Sport stärker genießen kann – ein Format, das ihm deutlich besser liegt als das Multiklassen-Racing der WEC.

 

Text: NRinginfo

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