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Spannender Saisonauftakt der GT4 Winter Series 2026 in Portimão

Bild: Gedlich Racing
Bild: Gedlich Racing

Mit drei Rennen auf dem beliebten Autódromo Internacional do Algarve startete die GT4 Winter Series 2026 in ihre neue Saison. 16 Fahrzeuge traten beim ersten Lauf der GEDLICH Racing Winter Series an und sorgten für packende Duelle in den Klassen PRO, PRO-AM, AM und Club.

 

Rennen 1

Das Auftaktrennen fand bei überwiegend trockenen, aber teils noch feuchten Bedingungen statt. Da sich die Streckenverhältnisse im Vergleich zum Qualifying stark verändert hatten, entschied sich die Rennleitung für einen Start in Einzelformation.

Tim Horrell stellte den W&S Motorsport Porsche Cayman (#30) auf die Pole-Position – eine beeindruckende Leistung des Bronze-Fahrers in der PRO-AM-Klasse. Neben ihm startete Hugo Bac im McLaren Artura von Greystone GT, dessen Team den Wagen nach einem Trainingsunfall erst spät am Freitagabend wieder einsatzbereit machen konnte.

Schon in der ersten Kurve setzte sich Lucas Cartelle im Toyota Supra GT4 von Speedy Motorsport an die Spitze. Der Belgier nutzte seinen Vorteil bei Reifentemperatur und Grip optimal aus, übernahm rasch die Führung und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab. Horrells starkes Rennen fand ein abruptes Ende, als an seinem Porsche ein Querlenker brach – der Zwischenfall führte zu einer Safety-Car-Phase, die bis zum Rennende anhielt.

Cartelle feierte damit den ersten GT4 Winter Series-Sieg für Speedy Motorsport und Toyota. Platz zwei ging an Hugo Bac im McLaren, Rang drei und der PRO-AM-Sieg an Ravi Ramyead im L’Espace Bienvenue BMW. In der AM-Klasse setzte sich Joachim Bölting durch, während Zome Racing mit Breno Arruda im McLaren 570S die Club-Klasse gewann – bei seinem ersten GT4-Renneinsatz überhaupt.

 

Rennen 2

Für das zweite Rennen sicherte sich erneut der W&S Motorsport Porsche die Pole-Position, diesmal mit Debütant Frederik Zebis am Steuer. Der Start erfolgte auf zunehmend abtrocknender Strecke – ein kniffliges Szenario für die Teams, die zwischen Slicks und Regenreifen wählen mussten. Sechs Fahrer entschieden sich für Slicks, darunter Hudson Schwartz im Speedy Motorsport Toyota.

 

Diese Wahl zahlte sich aus: Nach anfänglichen Schwierigkeiten auf der noch feuchten Strecke übernahmen die Slick-bereiften Autos schnell die Kontrolle. Schwartz arbeitete sich an die Spitze, erhielt jedoch eine Durchfahrtsstrafe, da das Team zu spät den Reifenwechsel vollzogen hatte. Nach dem Boxenstopp drehte sich der Amerikaner zudem beim Beschleunigen aus Kurve 1, kämpfte sich aber dennoch bis auf Rang fünf zurück.

Den Sieg sicherte sich Jayden Kelly im Greystone GT McLaren, der ebenfalls auf Slicks gesetzt hatte und souverän mit sechs Sekunden Vorsprung gewann. Dahinter folgten Charlie Robertson (L’Espace Bienvenue BMW) als PRO-AM-Sieger und Joel Mesch im SR Motorsport Mercedes auf Platz drei. Aleksandrs Bobrovs (VRT Mercedes) gewann die AM-Klasse, während Mattis Pluschkell (Mücke Motorsport Aston Martin V8 Vantage GT4) in der Club-Klasse triumphierte.

 

Rennen 3

Das einstündige Sprintrennen mit Pflichtboxenstopp bildete den Abschluss des Wochenendes. Tim Horrell startete erneut von der Pole und konnte die Führung zunächst behaupten. Dahinter entbrannte ein spannendes Duell zwischen Jayden Kelly, Robert Cronin, Charlie Robertson und Hudson Schwartz.

 

Nach den Fahrerwechseln übernahm Frederik Zebis das Steuer des führenden W&S Porsche. Der Däne fand sich nach dem Boxenstopp jedoch hinter Lucas Cartelle wieder, der von einem starken Stint seines Teamkollegen Schwartz profitierte. Cartelle verteidigte sich tapfer, doch auf der vorletzten Runde begann sich der Frontsplitter seines Toyota Supra zu lösen – beim Anbremsen auf die letzte Runde klappte das Bauteil unter dem Fahrzeug weg, wodurch Zebis kampflos vorbeiziehen konnte.

 

Zebis und Horrell feierten somit ihren ersten Gesamtsieg des Jahres, während Cartelle Zweiter wurde. Platz drei und der zweite PRO-AM-Rang gingen an Ravi Ramyead. Damit führen er und Teamkollege Charlie Robertson nach dem Auftakt die Gesamtwertung der GT4 Winter Series an.

 

In der Club-Klasse war Mattis Pluschkell im Aston Martin lange auf Siegkurs, musste das Fahrzeug jedoch in der letzten Runde mit technischen Problemen abstellen. Der Klassensieg ging somit an Rafael Rajani und Luis Aguiar von Zome Racing. Joachim Bölting wiederholte seinen Erfolg in der AM-Kategorie und gewann erneut von hinten kommend.

 

 

Nach dem ereignisreichen Auftakt in der Algarve zieht die GT4 Winter Series nun weiter nach Estoril, wo vom 22. bis 25. Januar das zweite Rennwochenende der Saison ausgetragen wird.

 

Text: Gedlich Racing

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