Erfolgreiche Generalprobe bei den 24h Qualifiers auf dem Nürburgring

Bild: Guido Alfes
Bild: Guido Alfes

Das Team Giti Tire Motorsport by WS Racing absolvierte am vergangenen Wochenende als letzte Vorbereitung zum großen 24h-Rennen auf dem Nürburgring die beiden Läufe der 24h Qualifiers, die in diesem Jahr auch zur Nürburgring Langstrecken-Serie zählen. Dabei konnte vor allem das Projekt „Girls Only“ mit zwei Podestergebnissen große Erfolge einfahren. Aber auch die Piloten in den seriennahen Fahrzeugen schlugen sich beachtlich.

 

Mit vier Langstreckenrennen in acht Tagen startete die 2024er Langstrecken-Saison auf der Nürburgring Nordschleife so intensiv wie noch nie. Nach dem anstrengenden Doubleheader der NLS vor gut einer Woche stand nun mit den 24h Qualifiers das nächste herausfordernde Rennwochenende auf dem Programm. Mit je zwei Zeittrainings, Top-Qualifyings und vierstündigen Rennen war der Zeitplan des Wochenendes prall gefüllt. Das Team Giti Tire Motorsport by WS Racing trat mit vier Rennfahrzeugen von BMW an, um sich bestmöglich auf das Saisonhighlight – das 24h-Rennen auf dem Nürburgring – vorzubereiten.

 

Der BMW M4 GT4 mit der Startnummer 146 des Projektes „Girls Only – Ready to rock the Green Hell“ wurde an diesem Wochenende von den drei Stammfahrerinnen Carrie Schreiner, Fabienne Wohlwendt und Beitske Visser gesteuert. Obwohl das Auto noch von einigen technischen Probleme geplagt wurde, performten alle drei Fahrerinnen in beeindruckender Art und Weise. Auch die Crew der Technikerinnen gab alles und schraubte teilweise bis in die frühen Morgenstunden, um die Probleme auszusortieren. Lohn der Mühen waren mit Rang drei am Samstag und einem hart erkämpften Platz zwei am Sonntag zwei herausragende Podestergebnisse, welche die Mannschaft sehr zuversichtlich in Richtung Saisonhighlight 24h-Rennen Anfang Juni blicken lassen.

 

Das Schwesterfahrzeug mit der #147 steuerten Routinier Ulrich Schmidt und Oliver Wenzel, für den es der erste Start in einem GT4-Boliden auf der Nordschleife war. Startfahrer Schmidt wurde am Samstag bereits in der Startphase unverschuldet von einem SP9-Fahrzeug getroffen und musste das Fahrzeug beschädigt an der Strecke abstellen. Leider dauerte das Hereinschleppen des Autos unverhältnismäßig lange, sodass die Mannschaft nach erfolgter Reparatur nur noch ein paar Installationsrunden drehen konnte und nicht in die Wertung kam. Am Sonntag lief es deutlich besser und beide Piloten konnten mit einer Zielankunft weitere wertvolle Erfahrungen sammeln.

 

In der seriennahen Klasse VT2-R+4WD setzte WS Racing wiederum zwei BMW 330i ein. Das Auto mit der Startnummer 502 wurde am Samstag von Maximilian Eisberg, Lorenz Stegmann und Gregoire Boutonnet pilotiert. Nach einer tollen Leistung im unterlegenen BMW bremste ein technischer Defekt das Trio auf Rang drei liegend aus, sodass nach der nötigen Reparaturpause nur noch ein neunter Klassenrang möglich war. Am Sonntag konnten die drei Fahrer mit starken Leistungen lange um das Podest mitfahren und kamen auf Rang vier ins Ziel.

Im Fahrzeug mit der #506 – ebenfalls ein BMW 330i – saßen am Samstag Lukas Drost, Joe Bohnes und Julian Reeh, während am Sonntag Bernd Küpper den Platz von Julian Reeh übernahm. Hier ging es vor allem darum, sich mit einer soliden Leistung aus allen Kämpfen herauszuhalten, um möglichst viel Fahrpraxis und Erfahrungen zu sammeln. Dies ist allen Fahrern bestens gelungen.

 

Ausruhen kann sich die Mannschaft von Giti Tire Motorsport by WS Racing nach den anstrengenden Wochenenden nun aber nicht. Nach den beiden Doubleheadern steht die finale Vorbereitungsphase auf das 24h-Rennen auf dem Plan. Alle Fahrzeuge müssen in den Hallen von WS Racing zerlegt und revidiert werden. Zudem warten Anfang Mai die ersten Rennen der Spezial Tourenwagen Trophy STT, an denen das Team mit beiden BMW M4 GT4 teilnimmt.

 

Thorsten Willems, Teamchef: „Diese beiden vollen Rennwochenenden direkt hintereinander waren für uns als Team schon sehr fordernd. Ich bin aber sehr stolz auf die gesamte Mannschaft, dass sie wie immer mit vollem Einsatz alle Herausforderungen gemeistert hat! Unsere Giti-Reifen haben wieder einmal gezeigt, dass sie absolut an der Spitze mithalten können und auch unser Partner ZF Motorsport hat in Sachen Fahrwerk perfekte Arbeit geleistet. Jetzt geht der Blick natürlich in Richtung Saisonhighlight – das 24h-Rennen. Wir werden dort wieder mit einem sehr großen Lineup und einer deutlichen Präsenz auftreten. Zusammen mit unseren Gästen und unseren Partner freuen wir uns auf ein tolles Motorsport-Highlight. Wir sind bestens vorbereitet!“

 

Nicole Willems, Teammanagerin „Girls Only“: „Was die Mädels jedes Wochenende unter schwierigsten Bedingungen abliefern, ist einfach nur begeisternd! Mittlerweile agiert die ganze Truppe absolut professionell und das macht mich sehr stolz. Wir hatten tolle Zweikämpfe auf der Strecke, die zwar hart, aber wieder von hohem gegenseitigen Respekt und Fairness geprägt waren. So macht Motorsport wirklich Spaß. Mit den beiden Podestergebnissen haben wir zudem gezeigt, dass wir auch im sehr anspruchsvollen GT4-Umfeld zu den Favoriten zählen und freuen uns umso mehr auf das 24h-Rennen in fünf Wochen.“

 

Text: WS Racing Pressemeldung