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Perfektes Wochenende für Besler/Dienst beim Prototype Cup Germany-Auftakt

Besler/Dienst gewinnen Premierenrennen des Prototype Cup Germany in Spa

Bild: Marc Hilger
Bild: Marc Hilger

Duo von Toksport WRT siegt auf der Grand-Prix-Strecke von Spa-Francorchamps

 

Spannender Kampf um die Ränge zwei bis fünf bis zur Ziellinie

Spa-Francorchamps. Berkay Besler und Marvin Dienst haben im belgischen Spa-Francorchamps Geschichte geschrieben; sie entschieden das erste Rennen des Prototype Cup Germany für sich. Hinter dem deutsch-türkischen Duo, das einen Ligier JS P320 von Toksport WRT pilotierte, kamen Torsten Kratz und Leonard Weiss in einem Duqueine D08 des Wochenspiegel Team Monschau knapp vor dem Reiter-Engineering-Ligier JS P320 von Florian Janits und Eike Angermayr ins Ziel. „Nachdem ich das Auto von Berkay für die zweite Rennhälfte übernommen hatte, konnte ich mich bis an die Spitze nach vorne arbeiten und die Führung sicher ins Ziel bringen“, freute sich Dienst.

 

 

Von der Pole Position gestartet, konnte Florian Janits im Reiter-Ligier die Spitze vor Jamie Winslow im Ligier JS P320 von Inter Europol Competition behaupten, bevor die Duqueine von John Melsom und Sebastian Arenram von der Strecke abkamen und im ersten Umlauf für den Einsatz des Safety Car sorgten. In Runde sechs erfolgte der Restart, bei dem Janits zwar von seinen Verfolgern Winslow und Besler bedrängt, aber nicht überholt wurde. Wenig später bog das Trio zum Pflichtboxenstopp in die Boxengasse ab.

Bild: Marc Hilger
Bild: Marc Hilger

Als alle Fahrerwechsel absolviert waren, kämpfte das Trio auch in der zweiten Rennhälfte um die Führung. Marvin Dienst, der den LMP3-Renner von Besler übernahm, zog als Dritter erst an Eike Angermayr vorbei. In der Folge setzte er Spitzenreiter Torsten Kratz unter Druck. Gerade als Dienst den führenden Duqueine attackieren wollte, stoppte eine kurze Full-Course-Yellow-Phase seinen Eifer. Diese wurde nötig, nachdem Giorgio Rosa mit seinem Ligier JS P320 auf der Strecke ausrollte. Dienst wartete geduldig ab, bis das Rennen wieder freigegeben wurde, übernahm dann die erste Position und setzte sich vom restlichen Feld ab. Der Triumph seines Teams Toksport WRT geriet nicht mehr in Gefahr.

 

 

Hinter Dienst blieb es bis zum Fallen der Zielflagge spannend. Kratz sah zunächst Angermayr formatfüllend in seinem Rückspiegel, bevor Axcil Jefferies aus dem Kampfduo ein Trio machte. Im Ginetta fand Jefferies jedoch keinen Weg vorbei an seinem Vordermann und überquerte die Ziellinie als Vierter. Da der Boxenstopp von Jefferies 1,4 Sekunden zu kurz war, erhielt der Fahrer von Konrad Motorsport nach der Zieldurchfahrt eine Strafe von 30 Sekunden, die ihn auf den siebten Rang zurückwarf. Kurz vor der Ziellinie stellte auch Mühlner-Pilot Donar Munding in seinem Duqueine noch den Anschluss an die Dreiergruppe her, doch auch er konnte seine Position auf der Strecke nicht mehr verbessern und belegte begünstigt durch die Strafe gegen Jefferies Rang vier.

Bild: Marc Hilger
Bild: Marc Hilger

Berkay Besler: „Mein Start war gut, doch schon in der ersten Runde kam das Safety Car raus. Nach dem Restart war es für mich dann nicht so einfach, meinen Vorderleuten zu folgen, aber Marvin hat im zweiten Teil des Rennens einen tollen Job gemacht. Über den ersten Platz freue ich mich natürlich sehr; es hat insgesamt viel Spaß gemacht.“

 

Marvin Dienst: „Zunächst war es natürlich schade, dass der Stint von Berkay durch die Safety-Car-Phase relativ wenig freie Runden hatte. Mir ist eine gute erste Runde gelungen und direkt vor der Full-Course-Yellow-Phase konnte ich den Spitzenreiter angreifen. Als die Gelbphase nach einer halben Runde wieder aufgehoben wurde, habe ich ihn schließlich überholen können.“

 

 

Leonard Weiss: „Das Rennen ist gut gelaufen, ich bin zufrieden. Mein Start war super, aber dann hat das Safety Car das Rennen für einige Runden neutralisiert, so dass man keinen echten Rhythmus finden konnte. Außerdem lag unser Auto nicht so gut wie gestern im Qualifying. Dass wir trotzdem einen Podestplatz erreicht haben, ist natürlich schön.“

Torsten Kratz: „Wir hatten während des gesamten Rennens Probleme mit der Balance des Autos, was sich vor allem im zweiten Sektor der Strecke bemerkbar gemacht hat. Marvin Dienst hinter mir konnte ich nicht halten. Gegen Ende kam zwar das Angermayr immer näher, aber ich habe alles gegeben, meinen zweiten Platz zu verteidigen.“

 

Florian Janits: „Zuerst einmal war es ein schönes Gefühl, das erste Rennen in der Geschichte des Prototype Cup Germany von der Pole Position aus zu beginnen. Als ich die Führung auch nach dem Start noch hatte, wollte ich mir in den folgenden Runden einen Vorsprung erarbeiten; aber dann kam leider das Safety Car dazwischen. Danach hatte ich nicht mehr viele freie Runden bis zum Fahrerwechsel. Mit meiner Leistung und der Performance unseres Autos bin ich zufrieden.“

 

Eike Angermayr: „Nachdem ich mit meinem Qualifying nicht glücklich war, lief es für mich heute besser. Ich bin als Zweiter rausgefahren, dann aber zurückgefallen. In den letzten Runden ging es für mich darum, den dritten Platz ins Ziel zu bringen, was mir gelungen ist. Wir haben keine Fehler gemacht, weder auf der Strecke noch beim Boxenstopp.“

Toksport WRT-Duo mit Doppelsieg in Belgien

 

Routinier Jamie Winslow und Neuling Damian Ciosek komplettieren Ligier-Doppelerfolg

Bild: Marc Hilger
Bild: Marc Hilger

Spa-Francorchamps. Marvin Dienst und Berkay Besler haben bei der Premiere des neuen Prototype Cup Germany von ADAC und dem niederländischen Promotor Creventic mit einem Doppelsieg ein perfektes Wochenende erlebt. Nach dem Triumph am Samstag in Spa in Belgien gewann das deutsch-türkische Duo im Ligier auch das Sonntagrennen. Jamie Winslow/Damian Ciosek aus dem Team Inter Europol Competition freuten sich über die zweite Position; auch sie bewegten einen Ligier. Rang drei ging an das Wochenspiegel Team Monschau, das einen Duqueine für Leonard Weiss und Torsten Kratz in die Ardennen brachte. „Zwei Siege am ersten Wochenende des Prototype Cup Germany sind ein perfekter Saisonstart für uns. Ich hoffe, es geht nun so weiter“, gab der Türke Besler zu Protokoll.

Bild: Marc Hilger
Bild: Marc Hilger

Am Start verteidigte Pole-Sitter Marvin Dienst den ersten Platz erfolgreich, Torsten Kratz reihte sich als Zweiter ein. Eike Angermayr (Reiter Engineering) umrundete die Strecke mit seinem Ligier zunächst als Fünfter, rutschte in Umlauf zwei aber ins Kiesbett und verursachte eine Unterbrechung. Nach dem Restart blieb Dienst bis zum Fahrerwechsel an der Spitze, nach dem Pflichtboxenstopp lag der Toksport WRT-Ligier mit Besler allerdings hinter dem Mühlner Motorsport-Duqueine von Matthias Lüthen und Donar Munding auf Rang zwei.

 

Besler eroberte jedoch die Führung von Lüthen zurück und setzte sich von seinen Verfolgern ab. Hinter dem führenden Türken zogen auch Jamie Winslow und Leonard Weiss an Lüthen vorbei. Der drittplatzierte Weiss geriet noch unter Druck von Santiago Concepcion Serrano, konnte seine Position aber erfolgreich verteidigen. Doch auch über Rang vier dürften sich Concepcion, sein Partner Giorgio Rosa und sein Team Speed Factory Racing freuen: Wegen eines Getriebeproblems mussten sie am Freitag beide Qualifyings auslassen und durften deshalb nur aus der letzten Startposition in die Rennen gehen.

 

 

Auch der Kampf um Position fünf spitzte sich in den Schlussrunden noch einmal zu. Konrad-Schützling Axcil Jefferies, einziger Alleinstarter im Feld, wollte seinen Vordermann Sebastian von Gartzen in einen Fehler treiben, doch der blieb am Steuer des Duqueine von Racing Experience hochkonzentriert und fehlerfrei. Somit wurde die Luxemburger Mannschaft als Fünfte vor dem Ginetta von Konrad Motorsport abgewinkt, Lüthen beendete das Rennen für Mühlner Motorsport schließlich als Siebter.

Bild: Marc Hilger
Bild: Marc Hilger

Für den Prototype Cup Germany stehen Mitte Juli auf dem Nürburgring im Rahmen des ADAC Truck Grand Prix die Saisonrennen drei und vier auf dem Programm.

Marvin Dienst: „Für mich war es dieses Mal wegen der Unterbrechung nur ein kurzes Rennen. Ich habe Platz eins am Start gehalten und das Auto auf Rang eins an Berkay übergeben. Er hat dann einen guten Job gemacht, so dass wir nun einen Doppelsieg feiern können.“

 

Berkay Besler: „Ich bin nach dem Fahrerwechsel als Zweiter zurück auf die Strecke gegangen, konnte meinen Vordermann auch dank eines wirklich guten Autos aber schnell überholen.“

 

 

Damian Ciosek: „Rang zwei ist ein tolles Resultat für mich bei meinem ersten Auftritt in einem LMP3-Auto. Es ist sogar deutlich mehr als ich erwartet hätte. Aber ich habe mit Jamie einen guten Lehrer, der sehr viel Erfahrung mit diesen Fahrzeugen hat. Und auch das Team hat einen sehr guten Job gemacht; sie haben mir sehr geholfen, dass ich mich stetig steigern konnte.“

Bild: Marc Hilger
Bild: Marc Hilger

 

Jamie Winslow: „Ich freue mich sehr, dass wir den zweiten Platz erreicht haben. Das Team Inter Europol Competition, mein Teamkollege Damian Ciosek und ich arbeiten noch nicht lange zusammen, wir sind hier unser erstes gemeinsames Rennen gefahren. Außerdem war es Damians erster LMP3-Einsatz, nachdem er erst in diesem Jahr in den Motorsport eingestiegen ist. Für seine Leistung kann ich ihn nur loben.“

 

Torsten Kratz: „Mein Start war gut, ich konnte vom dritten Startplatz kommend gleich eine Position gewinnen. Leider kam nach zwei Runden schon das Safety Car auf die Strecke und danach folgte recht schnell die Unterbrechung. Nach dem Restart durfte ich noch eine Runde fahren, dann habe ich das Auto an Leonard übergeben.“

 

Leonard Weiss: „Ich bin zufrieden mit dem dritten Platz. Gegen Ende musste ich mehr in den Rückspiegel schauen, denn Santiago Concepcion Serrano lauerte in meinem Heck. Aber es ist mir gelungen, ihn trotz des Drucks hinter mir zu halten.“

 

Text: ADAC Motorsport

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