· 

MK Mücke Motorsport Classic: aktiv auf attraktiven Spielfeldern der DTM-Plattform 2022

MK Mücke Motorsport Classic ist in Schönefeld vor den Toren Berlins ansässig und auf vielfältige Weise im historischen Rennsport engagiert. Das weit gefächerte Portfolio erstreckt sich von der Restauration über den handwerklichen Motorenbau bis hin zur Einsatzbetreuung vor Ort bei den einzelnen Veranstaltungen. Großes Augenmerk legen Stefan Mücke und seine Mannschaft auf die vielfältigen Ebenen der DTM-Plattform. In der bevorstehenden Saison ist die Mannschaft aus der Hauptstadt nicht nur in der DTM Trophy mit zwei Fahrzeugen der Marke Mercedes-Benz präsent, sondern insbesondere bei der DTM Classic. Ein markengemischtes Aufgebot der verschiedensten Tourenwagen und Grand Tourisme steht bereit, um an die goldenen Zeiten der Deutschen Automobil-Rennsportmeisterschaft und die DTM in ihrem klassischen Gewand zu erinnern.

Auf Zak: An der Spitze des Aufgebots steht der Zakspeed-Ford Capri turbo Gruppe 5, Klaus Ludwigs Meisterschaftswagen der DRM-Jahre von 1980 bis 1982.

Ford & Sport: mit dem 1990 in der Britischen Tourenwagen-Meisterschaft eingesetzten Ford Sierra RS 500 Cosworth Gruppe A bei der DTM Classic am Start. 

Gemischte Programme: Kundensport mit Ford Escort RS 1.600 BDA und Mustang GT 5.0, aber auch mit den unterschiedlichsten Porsche-Preziosen.

 

„Wir freuen uns, 2022 auf den attraktiven DTM-Plattformen aktiv zu sein – insbesondere bei der DTM Classic!“

Das sagt Stefan Mücke (40), der von 2002 bis 2006 selbst in der DTM als Pilot an den Start gegangen ist. Nach der Fortsetzung seiner Rennfahrer-Karriere im Langstreckensport legt er inzwischen einen starken Akzent auf das Klassik-Segment der DTM. Zusammen mit seinem Vater Peter Mücke steuert er bei den Läufen der DTM Classic – Revival Deutsche Automobil-Rennsportmeisterschaft eine echte Berühmtheit: Der Zakspeed-Ford Capri turbo Gruppe 5 mit der Chassisnummer ZAK-G5C-002/80 diente Klaus Ludwig von 1980 bis 1982 als Einsatzfahrzeug. 1981 sicherte Ludwig sich im weiß-rot-schwarzen Würth-Design den Meistertitel, angetrieben von einem damals mehr als 500 PS leistenden Kurzhub-Motor in der Division 2 bis 2.000 ccm Hubraum. Annähernd zehn Jahre lang restaurierte MK Mücke Motorsport Classic das Gitterrohrrahmen-Fahrgestell, um es ab 2014 im historischen Metier wieder in Betrieb zu nehmen.

„Es ist für mich ein absolutes Highlight, zusammen mit einem Vater Peter Mücke dieses einmalige Stück Renngeschichte bewegen zu können“, freut sich der 40-Jährige, der ab 2016 für das Ford-Werksteam bei den 24 Stunden von Le Mans an den Start gegangen ist und eine besondere Beziehung zur amerikanisch-deutschen Automobilmarke pflegt. „Wir haben inzwischen drei Vierzylinder-Turbomotoren mit der authentischen Kugelfischer-Renneinspritzung in Rotation“, beschreibt er die Team-Strategie, „natürlich behandeln wir die historische Substanz auch mit dem nötigen Respekt.“ Er weiß, dass weltweit nur noch wenige Original Fahrzeuge existieren. „Trotzdem können wir auf einer oder zwei Qualifikationsrunden schon einmal zeigen, was 42 Jahre nach dem ersten Start immer noch geht.“

Für den Kundenpiloten Ulrich Klösser gelten hingegen andere Maßstäbe. Im vergangenen Jahr erstmals auf profillosen Slickreifen unterwegs, sieht er seinem zweiten Rennsportjahr mit dem steingrauen Ford Escort RS 1.600 BDA, dem vielgeliebten „Hundeknochen“ mit 280 PS, entgegen. Auch er hat sich wie Vater und Sohn Mücke für das DTM Classic – Revival der Deutschen Automobil-Rennsportmeisterschaft eingeschrieben.

Dasselbe gilt für Malte Müller-Wrede, der einen Porsche 911 Carrera RSR 3.0 Gruppe 4 des Homologationsjahres 1974 pilotiert. Damit erinnert der Berliner an Bob Wollek, Toine Hezemans und Clemens Schickentanz, die allesamt mit 330 PS aus einem Sechszylinder-Boxermotor ihre Duelle austrugen und damit in die Geschichte eingingen. Nach einem Testlauf im Rahmen der DTM Classic auf dem Red Bull Ring in der österreichischen Steiermark befindet sich das weiß-rote Coupé zurzeit im Neuaufbau. „Vor allem im Bereich der Antriebseinheit haben wir noch ein gutes Stückchen Arbeit vor uns“, schätzt Stefan Mücke die Situation realistisch ein.

Das Einsatzprogramm des zweiten Porsche-Piloten im Bunde ist noch nicht abschließend festgelegt. Oliver Mathai aus Hannover stößt mit einem Porsche 924 GTR IMSA GTP zu MK Mücke Motorsport Classic. Das Chassis WP0 ZZZ 93 ZBS 720009 ist bereits bei den in aller Welt geschätzten Le Mans Classic angetreten und in strahlendem Weiß präpariert. Mathai, der Ende der neunziger Jahre an der Seite des Niederländers Patrick Huisman im Porsche Supercup für das Team von Olaf Manthey glänzte, bringt großes fahrerisches Potenzial mit. „Und vielleicht kommt auch noch ein weiterer Rennsport-Klassiker dazu“, stellt Mücke in Aussicht. Fest steht, dass darüber hinaus der einst vom Berliner Sanitär-Unternehmer Gerd Ruch in der DTM bis 1994 betriebene Ford Mustang GT 5.0 zum umfassenden Spektrum des Teams gehören wird. Nach mehrjähriger Aufarbeitung ist der ursprünglich vom Moerser Flugkapitän Manfred Trint in der Deutschen Produktionswagen-Meisterschaft 1984 gefahrene US-Ford in den Besitz von Guido Momm übergegangen.

DTM- und Gruppe-A-Tourenwagen: die Spielwiese der DTM Classic. Auch hier wird Stefan Mücke ins Lenkrad eines schnellen Ford greifen. Dabei handelt es sich um den 1990 in der Britischen Tourenwagen-Meisterschaft vom Einheimischen Robb Gravett (heute 65) gesteuerten Ford Sierra RS 500 Cosworth mit mehr als 500 PS. Damit sorgten Mücke und der Dresdener Ronny Scheer bereits im vergangenen Jahr für Furore. Bei der DTM Classic im belgischen Zolder platzierte das Duo den rechtsgelenkten Boliden auf Anhieb in der ersten Startreihe. Auf dem regennassen Hockenheimring trumpfte der schmal bereifte Hecktriebler ebenfalls groß auf – letztlich auch eine Reminiszenz an Klaus Niedzwiedz und seine DTM-Vizemeisterschaft 1989 mit demselben Fahrzeugtyp. „Ronny Scheer und ich wollen zumindest in unserer Klassenwertung gut aussehen“, wagt Stefan Mücke eine Prognose und kündigt im Zusammenhang mit der DTM Classic eine weitere Überraschung an.

„Darüber informieren wir beim nächsten Mal!“, stellt der Rennfahrer und Unternehmenschef in Personalunion in Aussicht – wir werden Sie auf dem Laufenden halten, versprochen!

Text und Bild: Carsten Krome, netzwerkeins GmbH

Kommentar schreiben

Kommentare: 0