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Stegmann, Lukas und Urban meistern Regenschlacht in Spielberg

Das Auslandsgastspiel am Red Bull Ring ist alljährlich ein fahrerischer und atmosphärischer Höhepunkt im Kalender des Porsche Sports Cup Deutschland. Am Samstag brachte das anspruchsvolle Streckenprofil in Kombination mit anhaltendem Regen Nervenkitzel in die Läufe auf dem 4,318 Kilometer langen Kurs nahe Spielberg in der Steiermark. Unbeeindruckt von den herausfordernden Bedingungen zeigte sich der 17-jährige Lorenz Stegmann, der das Rennen der Porsche Sprint GT für sich entschied. Routinier Robert Lukas siegte in der Porsche Sprint Challenge, Tomas Urban bewies in der Porsche Drivers Competition Pro einmal mehr die größte Konstanz.

 

Porsche Sprint GT

Nach bereits verregneten Trainingssessions am Vormittag öffnete der Himmel über Spielberg pünktlich zum Start der Porsche Sprint GT erneut seine Pforten. Van-Berghe-Youngster Lorenz Stegman, der schon im Qualifying die schnellste Zeit auf den nassen Asphalt legte, ließ sich durch die widrigen Bedingungen nicht beirren. Vom Start weg zeigte er an der Spitze des Feldes maximale Fahrzeugbeherrschung und steuerte seinen Porsche Cayman GT4 Clubsport souverän über die Renndauer von 30 Minuten. „Das war ein wirklich spektakuläres Rennen und zudem mein erstes im Regen. Zu Beginn konnte ich damit noch gut umgehen. Je mehr Wasser auf die Strecke kam, desto anspruchsvoller wurde es“, berichtete das Talent aus Faid in Rheinland-Pfalz nach seiner Fahrt durch den Regen von Spielberg. G-Tech Competition Pilot Fabio Grosse, der am Nürburgring sein Debüt in der Serie mit einem Sieg vergoldete, folgte Stegmann mit einer ebenso beherzten Leistung auf dem zweiten Rang und bestätigte damit seine Position aus dem Zeittraining. Die ebenfalls bereits im Qualifying am Vormittag errungene Platzierung behauptete auch Marvin Hundrieser. Der Fahrer aus Mülheim an der Ruhr freute sich über den Pokal für den dritten Platz.

Während das Feld der Cayman GT4 Clubsport Fahrzeuge von den Michelin Renn-Regenreifen profitierte, pflügten die straßenzugelassenen Porsche 991 GT3 und GT3 RS der Sprint GT mit der profilierten Straßenversion des Premium-Reifenherstellers über den Red Bull Ring. Feines Gespür für die Bedingungen erwies dabei der Mannheimer Nalu Ozan (991 GT3 RS) in Diensten von Schütz Motorsport: „Ich habe heute viel gelernt. Die Bedingungen waren wirklich nicht einfach. Sowohl die Streckenverhältnisse als auch die schlechte Sicht in der Gischt der vorausfahrenden Fahrzeuge waren sehr herausfordernd.“ Zweiter unter den Porsche des Modells 911 GT3 wurde Manuel Zlof (991 GT3, Neuhofer Rennsport) aus München vor dem Annaberg-Buchholzer Martin Richter (991 GT3 RS), der das Podium der straßenzugelassenen Porsche Fahrzeuge komplettierte.

 

Porsche Sprint Challenge

Auch die 35 Piloten der Porsche Sprint Challenge hatten mit den anhaltend nassen Streckenbedingungen zu kämpfen. Nach einer Kollision und den daraus resultierenden Aufräumarbeiten zur Rennmitte wurde der erste Sprintlauf zunächst unterbrochen und nach einer weiteren Runde hinter dem Safety-Car nicht wieder freigegeben. Den Sieg nach halber Renndistanz sicherte sich Förch Racing Pilot Robert Lukas (911 GT3 Cup): „Es war sehr schwierig zu fahren, wir hatten mitunter Aquaplaning auf der Strecke. Deshalb war das frühe Ende des Laufs auch eine gute Entscheidung. Mit dem Ausgang sind wir natürlich sehr zufrieden und hoffen für den Sonntag auf bessere Verhältnisse.“ Der Porsche Routinier aus dem südpolnischen Bystra ging nach einer starken Leistung am Vormittag von der Pole Position aus ins erste Rennen der Sprint Challenge. Lukas Ertl (911 GT3 Cup), der für das Team CarTech Motorsport by Nigrin startet, freute sich über den zweiten Platz. Damit festigte der Burghausener weiter seine Ambitionen auf den Spitzenplatz im Klassement sowie in seiner Wertung. Als Gesamtdritter überquerte Friedel Bleifuss aus Bensheim in Hessen für das KÜS Team Bernhard (911 GT3 Cup MR) die Ziellinie des Red Bull Rings. Darüber hinaus durfte auch das Team TM-Racing by Plusline AG jubeln. Lars Joosten aus dem nordrhein-westfälischen Kalkar errang die Trophäe als drittbester Fahrer in einem Porsche 911 GT3 Cup Fahrzeug.

 

Porsche Drivers Competition Pro

Zum Start der ersten Gleichmäßigkeitsprüfung der Porsche Drivers Competition Pro ließ der Himmel über Spielberg schlussendlich Gnade walten. Der Regen ließ nach. Damit hatten die 21 Starter 25 Minuten Zeit, möglichst konstante Rundenzeiten auf der steirischen Traditionsstrecke zu markieren. Am besten gelang dies erneut Tomas Urban (997 GTS). Der Tscheche ließ auch bei nassen Bedingungen keinen Zweifel an seiner Klasse und beendete die erste von zwei Prüfungen auf dem ersten Rang. Ihm folgten zwei weitere Porsche Sports Cup Routiniers: René Klingbeil (991 GT3) aus dem sachsen-anhaltinischen Schnaudertal setzte sich erneut auf den zweiten Platz der Gesamtwertungstabelle. Ebenfalls regelmäßig auf dem Podium und auch vor der verregneten Alpenkulisse Spielbergs mit einer konstanten Leistung unterwegs war Dr. Rocco Herz (Cayman GT4). Der Münchner wurde auf Rang drei gewertet.

 

Am Sonntag wartet auf die Teilnehmer und Gäste des Porsche Sports Cup Deutschland am Red Bull Ring jeweils ein weiterer Lauf der Sprint Challenge, der Sprint GT und der Drivers Competition Pro. Den Renntag eröffnet die Gleichmäßigkeitsprüfung der Porsche Drivers Competition, den Abschluss macht das 100-minütige Langstreckenrennen der Porsche Endurance Challenge.

Ergebnisse

 

Die kompletten Ergebnisse und Punkte aller Klassen der Porsche Sports Cup Deutschland Rennwochenenden gibt es unter „Results“ auf http://www.wige-livetiming.de/porsche.html.

 

Text und Bild: Porsche Sports Cup Pressemeldung

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