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Die Formel 1 kehrt beim elften Saisonlauf 2020 auf den Nürburgring zurück

Toto über den Nürburgring

Zahlen & Fakten: Eifel Grand Prix

Stat-Attack: Eifel Grand Prix und mehr

 

Toto über den Nürburgring

Wir freuen uns sehr, wieder an den Nürburgring zurückzukehren. Es ist eine legendäre Rennstrecke, die einen wichtigen Teil in der Rennsportgeschichte von Mercedes einnimmt. An diesem Ort wurde im Jahr 1934 die Legende der Silberpfeile geboren und wir sind sehr stolz darauf, dass wir seither weitere Kapitel zu dieser erfolgreichen Tradition hinzufügen durften.

 

Mit dem Nürburgring verbinde ich zudem einige schöne persönliche Erinnerungen: an dieser Strecke habe ich mein allererstes Rennen angesehen und dabei meine Liebe zum Motorsport entdeckt. Zudem bin ich hier viele Rennen gefahren und habe 2009 sogar an einem Rekordversuch auf der Nordschleife teilgenommen, was nicht unbedingt zu meinen besten Ideen gehört hat. Aber ich freue mich immer darauf, an den Ring zurückzukehren.

Mit Blick auf das Rennwochenende wissen wir, dass das Eifel-Wetter zu dieser Jahreszeit eine Herausforderung darstellen kann. Die Vorhersagen sind kalt, regnerisch und windig – dadurch kann das Rennen unberechenbar werden. Die Strecke stellt das Auto in jeder Hinsicht auf den Prüfstand und bietet eine Reihe an verschiedenen Kurventypen sowie Geschwindigkeiten. Bei diesen Bedingungen wird es eine schöne Herausforderung für uns, den W11 bestmöglich an diese anspruchsvolle Strecke anzupassen. Uns erwartet ein spannendes Wochenende.

 

Zahlen & Fakten: Eifel Grand Prix

Der Eifel Grand Prix ist der vierte unterschiedliche Name für ein Formel 1-Rennen auf dem Nürburgring, auf dem bislang schon Große Preise von Deutschland, Europa und Luxemburg ausgetragen wurden.

Das Eifelrennen 1934 war die Geburtsstunde der Silberpfeil-Legende. Am 3. Juni 1934 gewann der neu entwickelte Mercedes-Benz W25 das Eifelrennen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 122,5 km/h. Der Legende nach lag das Gesamtgewicht des W25 leicht über dem Limit der 750 kg Formel, in der das Auto an den Start ging. Aus diesem Grund wurde angeblich der weiße Lack vor dem Rennen abgekratzt, damit das Auto dem Reglement entsprach. Auf diese Weise kam die glänzende Karosserie zum Vorschein und der erste Silberpfeil war geboren.

 

Die Formel 1 kehrt zum ersten Mal seit der Saison 2013 an den Nürburgring zurück. Damals beendeten Lewis Hamilton und Nico Rosberg das Rennen in ihren Mercedes W04 auf den Plätzen fünf und neun.

 

Der Nürburgring ist ein guter Prüfstand für die Performance eines Fahrzeugs, da er eine Vielzahl an Kurvengeschwindigkeiten und -typen aufweist: von schnellen Kurven über langsame Haarnadeln bis hin zu engen Schikanen.

 

Lewis fuhr beim letzten F1-Rennen auf dem Nürburgring in der Saison 2013 mit einer Zeit von 1:29.398 Minuten auf die Pole. Wir gehen davon aus, dass die Rundenzeiten mit dem W11 in diesem Jahr rund fünf Sekunden schneller sein werden als mit dem W04.

 

Die Strecke verlangt nach viel Abtrieb, weshalb wir bei der erwarteten Höchstgeschwindigkeit des W11 (316 km/h) an diesem Wochenende wohl den niedrigsten Wert der gesamten Saison erleben werden.

 

Die starken Höhenunterschiede stellen auf dem Nürburgring eine der markantesten Streckencharakteristiken dar. Der Unterschied zwischen dem höchsten (Start-/Zielgerade) und dem niedrigsten Punkt (Kurve 7) beträgt rund 55 Meter.

 

Die Boxengasse auf dem modernen Nürburgring befindet sich an der gleichen Stelle wie die Start-/Zielgerade auf der alten Südschleife, die heute nicht mehr existiert. Ein Großteil der Südschleife sind nun öffentliche Straßen.

Zur Eröffnungsfeier des „neuen“ Nürburgrings am 12. Mai 1984 gab es ein Showrennen, an dem 16 frühere und aktuelle F1-Fahrer sowie vier Lokalmatadoren in identischen Mercedes 190E 2.3-16 teilnahmen. F1-Newcomer Ayrton Senna gewann das Rennen knapp vor Niki Lauda, der vom Ende des Feldes gestartet war.

 

Kurve 7 ist eine der anspruchsvollsten Stellen der Strecke. Die Passage ist stark überhöht und erlaubt den Fahrern dadurch, eine höhere Geschwindigkeit mitzunehmen. Die Anfahrt und die Bremszone für Kurve 7 verlaufen bergab, was dazu führen kann, dass die Fahrer zu spät bremsen oder über die Bremszone hinausschießen.

 

Eine der größten Unbekannten vor dem Eifel Grand-Prix-Wochenende ist für alle Teams die Streckenoberfläche und wie diese sich über die Jahre entwickelt hat. Wie immer wird es für die beste Performance entscheidend sein, die Reifen zum Funktionieren und ins richtige Arbeitsfenster zu bekommen. Umso wichtiger werden die Runden im Freitagstraining ausfallen.

 

Ein weiteres Schlüsselelement wird an diesem Wochenende das Wetter sein, ganz besonders die Temperaturen, deren Durchschnitt im Oktober auf dem Nürburgring bei gerade einmal 9°C liegt. Das bringt eine ganze Reihe an einzigartigen Herausforderungen für die Reifen mit.

 

Kurve 1 ist die langsamste Kurve der Strecke – sie wird mit lediglich 80 km/h durchfahren. Gleichzeitig ist sie aber auch eine der interessantesten, da die Strecke am Kurvenausgang aufmacht und den Fahrern eine Vielzahl an verschiedenen Linien erlaubt. Dadurch ergeben sich gute Überholmöglichkeiten.

 

Eifel Grand Prix 2020 - Zeitplan

 

1. Training - Freitag

11:00-12:30

 

2. Training - Freitag

15:00-16:30

 

3. Training - Samstag

12:00-13:00

 

Qualifying - Samstag

15:00-16:00

 

Rennen - Sonntag

14:10-16:10

 

Text und Bild: Mercedes Presse

 

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