WS Racing mit vollem Programm beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring

Das 24h-Rennen auf dem Nürburgring ist erklärtermaßen das Saisonhighlight vom Team WS Racing. Die Mannschaft wird beim legendären Klassiker auf der Nordschleife gleich vier Fahrzeuge im bekannten Design des Partners Giti Tire einsetzen. Darunter ist natürlich auch das einzigartige Projekt „Girls only! Ready to rock the Green Hell“.

Lange mussten alle Beteiligten in diesem so besonderen Jahr darauf warten: Statt wie sonst im Frühjahr findet das berühmten 24h-Rennen auf dem Nürburgring 2020 erst vom 26. bis 27. September statt. Dass es überhaupt durchgeführt werden kann, ist ein Glücksfall und vielen Unterstützern zu verdanken. Nach heutigem Stand sind sogar Zuschauer auf den Tribünen zugelassen.

 

WS Racing wird in voller Stärke beim Eifel-Klassiker antreten. Gleich vier unterschiedliche Fahrzeuge bringt die Mannschaft an den Start. Dabei ist WS Racing in diesem Jahr so international wie nie zuvor aufgestellt. Insgesamt 15 Fahrer aus acht Nationen greifen in die Lenkräder. Bei den Rennfahrzeugen reicht die Spanne vom seriennahen VW Golf 7 bis hin zum GT-Boliden Audi R8 LMS GT4. Alle Autos werden mit den bewährten Rennreifen GitiCompete GTR1 ausgerüstet.

 

Speerspitze ist allerdings der VW Golf 7 GTI von „Girls only! Ready to rock the Green Hell“. Bei diesem Projekt, das im Vorjahr bereits am Rennen zweimal rund um die Uhr teilgenommen hatte, besteht die komplette Crew aus weiblichen Mitgliedern – ob am Schlagschrauber, am Kommandostand oder am Lenkrad. Carrie Schreiner (D), Laura Kraihamer (Österreich) und Célia Martin (Frankreich) werden den für die Klasse SP3T modifizierten Golf GTI TCR durch die „Grüne Hölle“ jagen. Die Besatzung und das Team hat sich in den vergangenen VLN-Rennen auf der Nordschleife gut vorbereitet, viele Probleme aussortiert und geht optimistisch an den Start. Das Ziel ist, im Gegensatz zum letzten Jahr diesmal problemlos über die Runden zu kommen und am Ende ein Wörtchen um den Klassensieg mitreden zu können.

 

Nicole Willems, Teammanagerin Girls Only: "Es wird für uns alle ein außergewöhnliches 24 Stunden Rennen, aber ich bin guter Dinge. Wir sind gut vorbereitet und voll motiviert, die grüne Hölle zu rocken. Dieses Mal bleibt uns ein Motorschaden hoffentlich erspart."

 

Carrie Schreiner: „Nach den Unklarheiten zu Beginn des Jahres sind wir alle froh, dass das 24h-Rennen nun tatsächlich stattfinden kann, auch wenn es sich sicherlich anders als sonst anfühlen wird. Unsere Vorbereitung lief gut und wir haben hart am Auto gearbeitet. Wir hatten zwar auch ein paar Probleme, die wir aber aussortieren konnten. Mit Laura und Célia habe ich sehr starke Teamkollegen und ich bin zuversichtlich, dass wir trotz der starken Konkurrenz in unserer Klasse einiges erreichen können.“

 

Laura Kraihamer: „Die Vorfreude ist enorm! Durch den späten Termin haben wir uns in diesem Jahr viel länger und intensiver als sonst vorbereitet. Dadurch konnten wir als Team viel lernen und uns extrem weiterentwickeln. Die Erwartungen sind nun natürlich sehr hoch, aber ich bin sicher, dass wir das zusammen umsetzen können und zeigen werden, was wir draufhaben.“

 

Célia Martin: „Ich freue mich sehr, an meinem ersten 24h-Rennen auf dem Nürburgring teilzunehmen, auch wenn das Rennen unter besonderen Bedingungen stattfinden wird. Die wenigen Zuschauer und die längere Dunkelheit werden die Stimmung sicherlich beeinflussen. Ich bin aber sehr zuversichtlich, da wir in der Vorbereitung gut zusammengearbeitet haben und auch einige schwierige Momente meistern konnten. Carrie, Laura, ich und alle Mädchen des Teams sind bereit und voll motiviert!“

 

Internationale Besatzungen mit Klassensieg-Potenzial

Der Audi R8 LMS GT4 des Teams kann in dieser Saison bereits auf fünf Klassensiege in der VLN zurückblicken. Dieses Ziel haben auch die vier Piloten Jan Soerensen (Dänemark), Kristian Jepsen (Dänemark), Kari-Pekka Laaksonen (Finnland) und Roland Waschkau (D) in Visier.

 

Auf dem Papier wird der VW Golf 7 GTI mit den Fahrern  Axel Jahn (D), Sven Friesecke (CH), Ulrich Schmidt (D) und Julian Koch (D) in der Klasse VT2 wohl nicht um den Sieg fahren können, da hier die Konkurrenz von den reinen Rundenzeiten deutlich schneller sein dürfte. Zwei Klassenwiege in der RCN in diesem Jahr haben aber gezeigt, dass mit einem problemlosen und überlegten Rennen trotzdem viel möglich sein kann.

 

Last but not least geht auch der „Dauerbrenner“ des Teams – ein VW Golf 6 GTI Cup – an den Start. Das Auto wurde für den Einsatz komplett revidiert. Gesteuert wird der Golf von den Piloten Wayne Moore (New Zealand), David Drinkwater (UK), Tommy Fortchantre (F), Niklas Kry (D). Auch hier ist das Ziel, unfallfrei durchzukommen und ein möglichst gutes Ergebnis in der Klasse SP3T einzufahren.

 

Thorsten Willems, Teamchef: "Unser Motto für das 24h Rennen ist: To finish first you have to finish first. Daher muss das Hauptaugenmerk in diesem Jahr darauf liegen, ohne Crashs und technische Defekte durch das Rennen zu kommen. Die Fahrerinnen und Fahrer, die Fahrzeuge und die Crew haben definitiv das Potenzial auf Klassensiege. Aber 24h sind sehr lang. Wenn wir problemlos durchkommen, rechnen wir uns aber schon Chancen auf einen Klassensieg aus.“

 

Text: WS Racing

Bild: Max Bermel

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