· 

Kleine und große Rochaden beim H&R 3h-Rennen

Es geht wieder rund – nicht nur im realen Motorsport, auch in der Digitalen Nürburgring Langstrecken-Serie powered by VCO. Beim sechsten Rennen (13. Juni 2020) der Saison, das unter dem Patronat des langjährigen VLN-Partners H&R Spezialfedern steht, wartet das virtuelle Nordschleifen-Championat mit einer Reihe von Neuigkeiten auf. Im Vordergrund steht dabei die Premiere des BMW M4 GT4, unter anderem mit DTM-Pilot Timo Glock am Steuer. Das Rennen wird am Samstagmittag wie gewohnt live auf VLN.de gestreamt. Die Online-Übertragung – ebenfalls auf YouTube, Twitch und DAZN zu sehen – beginnt um 12:30 Uhr mit dem Zeittraining der GT3-Boliden. Rennstart ist für das H&R 3h-Rennen ist um 13 Uhr.

 

Manthey macht den Weg frei: Neue SP10-Klasse mit dem BMW M4 GT4

Die größte Neuerung ist die Umwandlung der Cup 3 (Cayman GT4 Trophy by Manthey Racing) in die offene Klasse SP10 (GT4-Fahrzeuge). „Wir freuen uns, dass unser Partner Manthey-Racing uns dabei unterstützt eine größere Fahrzeugvielfalt in der DNLS anbieten zu können und auf den eigenen Cup verzichtet“, sagt Christian Stephani, Geschäftsführer VLN VV GmbH & Co. KG. So wird ab sofort der in der Simulation iRacing vergangene Woche veröffentlichte BMW M4 GT4 in der DNLS zu sehen sein. Prominentester Debütant bei der Nordschleifen-Premiere des virtuellen Kundensportlers aus München ist Timo Glock. „Für mich ist es eine Premiere auf der Nordschleife. Mal schauen, ob ich den Weg um die Rennstrecke finde und ob ich akzeptable Rundenzeiten hinbekomme“, stapelt der BMW-Werksfahrer tief. „Das wird für mich eine große Herausforderung. Ich habe erst seit wenigen Wochen den Simulator zu Hause stehen. Ich habe noch nie ein Problem mit Simulatoren gehabt, aber für die letzten Zehntel- oder Hundertstelsekunden braucht es viel Training. Die Zeit habe ich noch nicht gehabt, dafür aber eine Menge Spaß. Es ist sehr realistisch, die Grafik ist unfassbar gut, genauso wie das Fahrgefühl.“ Mit dem neuen BMW M4 GT4 gehen künftig auch die Teams Heusinkveld, ad hoc gaming by mydays Erlebniswerk, T3 Motorsport by SIMACEK und FK Performance powered by Oilfino in der DNLS an den Start. Wie sie sich gegen die mittlerweile erfahrene Konkurrenz im Porsche 718 Cayman GT4 CS schlagen werden, bleibt abzuwarten. Eine erste Antwort gibt es am Samstagnachmittag.

 

Heimspiel für Tomczyk und Klingmann

Ein virtuelles Heimspiel beim H&R 3h-Rennen feiern Martin Tomczyk und Jens Klingmann mit dem BMW Z4 GT3 des H&R BMW Team Green Hell. Das Duo aus zwei BMW-Werksfahrern ohne Unterstützung eines Simracing-Profis hofft auf eine Top-7-Platzierung. „Wir wollen bei unserem Heimrennen ohne Blessuren und ohne Strafen durchkommen. Die Grundlage dafür muss im Qualifying gelegt werden. Denn gerade in der Startphase ist es nicht immer ganz so leicht, unbeschadet durchzukommen. Da gibt es schon mal die eine oder andere Berührung“, sagt Tomczyk. „Simracing ist wie das wahre Leben, je mehr Du trainierst, desto besser wirst du. Ich kann nicht so viel Zeit investieren wie mancher eSportler, weil ich Frau und Kinder zu Hause habe und es nicht so gut ankommt, wenn ich jeden Tag Stunden im Simulator verbringe. Aber Jens und ich sind als Motorsportler von Natur aus ehrgeizig, auch wenn für uns der Spaß im Vordergrund steht. Und den haben wir in der DNLS.“

 

Starke Neuzugänge in der Königsklasse GT3

Erstmals in der DNLS am Start ist der fünffache VLN-Rennsieger und 24h-Gewinner Connor de Phillippi aus den USA. Zusammen mit Robby Foley und Elias Seppänen teilt er sich das Cockpit des BMW Z4 GT3 von BS+Competiton. „Eines der bestklingenden Rennfahrzeuge“, schwärmt der 27-Jährige. „Ich freue mich sehr, in der DNLS an den Start zu gehen. Im Simracing bin ich noch Anfänger und habe in erster Linie virtuelle IMSA-Rennen in den USA bestritten. Die Nordschleife wird jetzt noch einmal eine ganz große Herausforderung. Aber ich liebe diesen Kurs einfach und da war die Motivation groß, mich in den letzten Tagen intensiv darauf vorzubereiten. Ich bin Racer und ich will am Ende mit den Topleuten an der Spitze des Feldes kämpfen.“ Ebenfalls neu in der GT3-Klasse sind BSC Sports by HWA AG mit dem aufstrebenden GT4-Piloten Tim Heinemann im Mercedes-AMG GT3 sowie René Rast und Benjamin Leuchter, die mit dem Audi R8 LMS von Eibach Racing einen Gaststart in der Königsklasse absolvieren. Einen teaminternen Tausch gibt es bei Williams Esports. In Williams Farben gibt Esteban Muth seinen Einstand, Sami-Matti Trogen wechselt in das MAHLE Racing Team an die Seite von Alex Arana.

 

„Ja zum Motorsport“ – der DSK startet in der Cup 2

Ihr Debüt in der Klasse Cup 2 (Porsche 911 GT3 Cup) feiern Christian Andreas Franz und Fabian Jungblut für das Team DSK e.V. powered by AMC Birkenfeld. „Ich bin schon etwas nervös vor unserer Premiere in der DNLS“, sagt Franz, der seit 2016 in der Nürburgring Langstrecken-Serie am Start ist. Das erste DNLS-Rennen bestritt Franz im Team FUNmotorsport im Audi RS 3 LMS in der Klasse SP3T – der digitale Rennsport ist also keineswegs Neuland für ihn „Ich mache beim Simracing ebenso Pulsmessungen wie bei den realen NLS-Rennen. Die Diagramme sind absolut vergleichbar, gerade vor dem Start, wenn die Anspannung steigt. Nur im Rennen liegt der Puls dann logischerweise etwas niedriger, weil die physische Belastung im Simulator geringer ist. Der Wettbewerb in der Cup 2 ist extrem hart. Daher ist unser Ziel, einen sauberen Auftritt hinzulegen, die drei Stunden gut durchzukommen und dann einfach zu schauen, wo wir am Ende stehen.“ In der Klasse treffen die beiden DSKler unter anderem auf die Nürburgring Langstrecken-Serie-Teams WS Racing, NOVEL racing, Black Falcon Team Identica und erstmals auch Weiland-Racing. Die Messlatte in der Klasse ist das Team Ascher Racing, das bereits drei Siege für sich verbuchen konnte.

 

SP3T-Tabellenführer gehen mit Ersatzfahrer ins Rennen

Eine Neubesetzung gibt es bei den Tabellenführern in der SP3T-Klasse. Marius Golombeck, der beim fünften Lauf in einem packenden Finish auf den letzten Metern den dritten Klassensieg holte, ist beruflich verhindert. So lastet die Verantwortung nun auf seinem Teamgefährten Patrick Kubinji, der das Rennen für CoRe SimRacing zusammen mit dem Finnen Kimmo Suominen bestreitet. „Das ist schon etwas ungewohnt, ohne Marius an den Start zu gehen“, gesteht Kubinji. „Aber mit Kimmo habe ich einen der schnellsten Fahrer von CoRe SimRacing an meiner Seite. Wir haben uns in den letzten Tagen gewissenhaft vorbereitet und unterschiedliche Setupvarianten erarbeitet.“ Die Zielsetzung ist mit der Verteidigung der Tabellenführung klar definiert. Die Herangehensweise kann da schon einmal variieren. „Ich würde mich aus strategischer Sicht auch mit einem zweiten Platz zufriedengeben“, sagt Kubinji und fügt mit einem Grinsen hinzu: „Aber Kimmo sagt, er möchte gewinnen. Trotzdem werden wir am Ende nicht volles Risiko gehen. Über die Taktik habe ich bei dem Rennen die Oberhand, weil ich ja schon über mehr Rennerfahrung in der DNLS verfüge.“

 

Das H&R 3h-Rennen beschließt das zweite Saisondrittel der DNLS powered by VCO. In den Klassenwertungen führen die Teams MAHLE Racing (SP9), H2-Performance SRT (Cup 2), Sorg Rennsport eSports GT4 (SP10) und CoRe SimRacing TCR (SP3T). Wie in der realen Nürburgring Langstrecken-Serie werden am Ende des Jahres nach neun Veranstaltungen zwei Streichergebnisse in die Tabellenstände mit eingerechnet.

 

Text und Bild: VLN Presse

Kommentar schreiben

Kommentare: 0