Acht um Acht Teil 9 - Der Jahresrückblick von David Griessner

1. Wie viele Rennen hast du in diesem Jahr absolviert?

16 an der Zahl waren es.

 

2. Bist du mit der abgelaufenen Saison zufrieden?

Ja klar. Mit der VLN-Saison sowieso, da hätte es mit den sieben Siegen und dem Gesamttitel nicht besser laufen können. In der GT4 und mit den GT3 war es etwas durchwachsen, aber insgesamt bin ich mit meiner Performance schon sehr zufrieden.

 

3. Was hätte man deiner Meinung nach besser machen können/müssen?

Grundsätzlich muss man sagen, dass es das erste Jahr von den neuen GT4 und GT3 Aston Martins war. Von daher gab es am Anfang viele Unbekannte, die es zunächst auszusortieren galt. Das Team hat sich aber über die Saison sehr positiv entwickelt und gerade am Nürburgring, wo wir in der GT4 European Series ums Podium mitkämpfen konnten, war diese Entwicklung sichtbar. Trotzdem muss man sagen, dass es gerade am Anfang noch einige Baustellen am Auto gab, was aber bei einem neuen Modell normal ist. Viele kleine Dinge hätten also besser sein sollen.

 

4. Eine lustige Anekdote aus diesem Jahr?

Als ich in Monza war hatte ich eigentlich eine Terminüberschneidung mit der VLN. Genau bei dem Rennen hat es dann am Ring geschneit, was mir erst ermöglicht hat um die Meisterschaft zu kämpfen. Ansonsten hätte ich ein Ergebnis zu wenig gehabt. Von daher war das ein Riesenglück und wahrscheinlich eine Vorhersehung (lacht).

5. Was war dein schönster Moment in dieser Saison? 

 Ganz klar der Titelgewinn in der VLN. Ich bin den letzten Stint gefahren und als ich dann über die Ziellinie gekommen bin war das mega. Die Spannung hatte sich davor ja schon über Tage hinweg aufgebaut und obwohl ich in meinem Leben schon so viele Rennen gefahren bin, war ich so extrem nervös bevor ich eingestiegen bin. Ich habe davor gesehen wie schwierig der Start war und wie eng es doch bis zur Rennhälfte gewesen ist. Als das Auto dann reingekommen ist, habe ich gedacht, dass die Pace und der Speed ja da war und es möglich ist. Ich habe den Vorsprung dann auch immer weiter vergrößert und dann irgendwann gemerkt, dass ich das Auto einfach nur noch ins Ziel bringen muss. 

 

6. Welches Rennen würdest du gedanklich gerne aus deinem Kopf streichen?

 Aus dem Kopf streichen würde ich kein Rennen. Weil auch wenn es manchmal nicht gut gelaufen ist, habe ich bei jedem Rennen etwas mitnehmen können. Gerade im GT-Bereich habe ich aus allen Situationen mega viel gelernt, da es ja mein erstes Jahr dort war. Von daher würde ich nichts wegstreichen.

 

7. Worauf freust du dich in der "Winterpause"?

Auf jeden Fall ist Wintersport eine große Sache im Winter. Ich war ja bis ich 16 Jahre alt war nordischer Kombinierer (Skisprung und Skilanglauf) und habe da auch an Wettkämpfen teilgenommen. Deswegen freue ich mich schon auf den Winter und auf alles, was mit Ski fahren zu tun hat. Aber natürlich auch wieder auf etwas Ruhe. Das Jahr war richtig anstrengend. Hat natürlich auch Spaß gemacht, ging aber auch an die Substanz und da ist man froh, wenn wieder ein bisschen Ruhe einkehrt.

 

8. Gibt es schon Pläne für die kommende Saison?

Ich habe natürlich Wunschideen und Wunschziele. Ich würde nächstes Jahr sehr gerne für die ganze Saison in die GT3 einsteigen. In welcher Rennserie genau ist noch nicht sicher und das kommt auch zu einem großen Teil auf meine Sponsoren an. Es geht jetzt darum das herauszufinden und klar zu machen was überhaupt möglich ist, um dann entsprechende Gespräche zu führen. Dieser Prozess wird sich auch noch etwas in die Länge ziehen. Nebenbei würde ich natürlich gerne in der VLN bleiben, weil ich da eben alles gelernt habe und da meine Anfänge liegen. Es ist natürlich möglich das zu kombinieren aber das müssen wir mal schauen.

 

Interview und Bilder: Max Bermel


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