Acht um Acht | Der Jahresrückblick von Alex Fielenbach

1. Wie viele Rennen hast du in diesem Jahr bestritten?

Insgesamt waren es 16 Rennen: 4x RCN, 9x VLN, 1x 24h-Rennen, 1x BMW 318ti Cup Nürburgring GP, 1x NES 500 mit 318ti Cup auf der Nordschleife

 

2. Bist du mit der vergangenen Saison zufrieden?

Was die Ergebnisse angeht, bin ich leider überhaupt nicht zufrieden mit der Saison 2018. Mal abgesehen von meinem ersten Jahr, war es definitiv das schwächste Jahr für mich. Wir hatten viele Probleme, ich bin gleich in 2 VLN-Läufen hintereinander mit technischen Defekten auf der Strecke stehen geblieben. Dazu hatten wir oft nur wenige Starter in der Klasse.

 

3. Was hätte man besser machen können?

Im Nachhinein weiß man immer was man hätte besser machen können. Den einen Punkt gab es dieses Jahr aber nicht, da kam einfach zu viel zusammen. Wir sind im späteren Saisonverlauf mit unserem V3 Toyota GT86 zwei Läufe in der deutlich stärkere SP3 gefahren um wenigstens Konkurrenz zu haben. Trotz deutlich unterlegenem Auto konnten wir dort durchaus überzeugen. Das hätten wir eventuell schon früher machen sollen, da sprachen aber noch einige Punkte dagegen.

 

4. Hattest du ein negatives Erlebnis in diesem Jahr?

Auf Grund diverser technischer Probleme leider mehrere. Das negative Highlight war aber sicherlich der frühe Motorschaden in der 2. Rennrunde beim 6h-Rennen. Aus der Box und hinter dem Feld gestartet, waren wir bereits nach einer halben Runde schon wieder auf P2. Doch schon in der zweiten Runde hatte ich einen kapitalen Motorschaden am Schwedenkreuz, sodass wir das Auto draußen abstellen mussten. Zu Fuß an der Strecke entlang laufen zu müssen, war wirklich bitter. Vor allem so früh im Rennen und mit guten Aussichten auf eine Topplatzierung…

 

5. Dein schönstes Erlebnis?

Meine erste Teilnahme am 24h-Rennen am Nürburgring. Mit einem super Team von TMG United und tollem Auto hatten wir zusammen viel Spaß, eine junge Fahrerbesatzung mit guten Freunden und eine tolle Woche. Trotz zweier Reparaturphasen und einer Stunde Standzeit, sind wir im Rennen noch auf P3 von 15 in der starken Klasse SP3 gefahren.

Dazu die letzten Runden in der VLN mit dem Höhepunkt in der allerletzten Runde. Das war meine persönliche Bestzeit auf der Nordschleife. Unser Auto ist auf die Rundenzeit gesehen in etwa vergleichbar mit den Autos der Meisterklasse V4. Diese sind etwas schneller als wir auf den Geraden und wir haben minimale Vorteile in den Kurven. Meine Rundenzeit war mit einer 9:38 nur eine Sekunde langsamer als der neue Rundenrekord in der V4 – und das mit über 20 PS weniger.

 

6. Welche Rennserie hat dir in diesem Jahr am besten gefallen?

Definitiv die VLN. Mit einem GT86 ist man dort zwar etwas untermotorisiert, kann aber eine Menge Spaß haben. Mit guten Rundenzeiten und Überblick, können wir durchaus im Feld mitschwimmen und haben intern gute Fights in einem überschaubaren Kostenrahmen. Diese Autos überzeugen mit Kurvenspeed und machen unglaublich viel Spaß beim Fahren. So können wir auch einige deutlich stärker motorisierte Autos ärgern !

 

7. Wer war deiner Meinung nach der stärkste Rennfahrer in diesem Jahr?

Das ist schwer zu sagen. Auf der Nordschleife sind viele sehr gute Fahrer unterwegs. Da ist es schwer den einen Fahrer zu nennen. Dafür fehlt mir auch ein wenig der Überblick da wir im Rennen selbst auf unsere eigene Leistung konzentriert sind und im Auto natürlich nicht viel vom Rennverlauf drum herum mitbekommen.

 

8. Ausblick auf 2019?

Die Saison 2019 ist für mich noch ein großes Fragezeichen. Mein Engagement bei TMG United ist nach 2 Jahren planmäßig beendet. Es war eine tolle Zeit, in der wir gemeinsam große Fortschritte gemacht haben. Auch fahrerisch konnte ich viel lernen. Dafür bin ich sehr dankbar. Jetzt gilt es den Blick nach vorne zu richten und das Gelernte umzusetzen.

 

Für 2019 habe ich noch keine konkreten Pläne. Ich hoffe aber, dass die Saison nächstes Jahr so anfängt, wie die letzte aufgehört hat – nämlich mit weiteren Bestzeiten

 

Interview: Max Bermel

Bilder: Max Bermel, RCN Presse, VLN Presse

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