Tatkräftige Hilfe: Patrick Huisman verstärkt NEXEN TIRE Motorsport beim Quali-Rennen

Mega erfahrener Porsche-Spezialist bringt sein Know-how in die Abstimmung des neuen, 350 PS starken NEXEN-Porsche 718 Cayman S ein…

… und steht Nachwuchsfahrer Fabian Peitzmeier beim Sechsstunden-Qualifikationsrennen für das 24-Stunden-Highlight als Coach zur Seite

Ex DTM-Pilot Huisman gewann Porsche Supercup im Rahmen der Formel 1 vier Mal und gilt mit fünf VLN-Gesamtsiegen als absoluter Nordschleifen-Spezialist

Nordschleifen-Routinier Steven Fürsch (Waizenbach) setzt für das als Test angesetzte Sechsstunden-Quali-Rennen vor dem 24h-Highlight weitere Akzente

 

Barweiler (14.4.2018). Der eine ist 51 Jahre alt und blickt auf eine unglaublich erfolgreiche Motorsportkarriere zurück, die untrennbar mit der Sportwagenmarke Porsche verbunden ist. Der andere ist 20 Jahre jung, hochtalentiert und blickt einer hoffnungsvollen Rennkarriere noch entgegen: „Mr. Supercup“ Patrick Huisman und Fabian Peitzmeier. Am kommenden Wochenende teilen sich beide im Rahmen des Sechsstunden-Qualifying-Rennens das Cockpit des neuen NEXEN-Porsche 718 S mit Teamchef Ralf Zensen und Nordschleifen-Routinier Steven Fürsch. Ziel des gemeinsamen Einsatzes: Der erfahrene Ex-DTM-Fahrer und -Laufsieger hilft dem Team NEXEN TIRE Motorsport vor dem 24-Stunden-Klassiker auf der Nordschleife des Nürburgrings bei der Abstimmung des 350 PS starken Mittelmotor-Turbos.

 

„Als ich meine ersten ernsthaften Schritte im Motorsport gewagt habe, war ich 21 und damit noch älter als Fabian – nur als Beispiel, was daraus alles werden kann“, erläutert Huisman und lacht: „Aber wir beide fingen mit einem BMW an und sind dann ziemlich schnell bei Porsche gelandet... Ich erinnere mich noch gut daran, wie schwierig alles am Anfang war. Auch ich habe damals jeden Tipp eines Routiniers aufgesogen wie ein Blatt Papier. Rennfahren heißt: lernen, lernen, lernen. Ich kenne Fabians Teamchef Ralf Zensen gut. Er hat mir schon länger von diesem jungen Mann vorgeschwärmt, der einerseits sehr schnell ist, andererseits aber auch besonnen sowie enorm lernbereit und -fähig. Zudem bringt er als angehender Fahrwerks-Ingenieur viel Wissen mit, das in der Praxis kanalisiert werden will, eine tolle Ausgangsbasis. Ich bin wirklich gespannt und freue mich darauf, dem Sport etwas zurückgeben zu können, der mir so viel gebracht hat, und ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent an meinem Erfahrungsschatz teilhaben zu lassen. Gehen wir es an!“

 

„Das Sechsstunden-Qualifikationsrennen an diesem Wochenende ist für uns ein reiner Test, denn unser neuer NEXEN-Porsche 718 Cayman S geht erstmals auf die Strecke – und dafür ist der Input, den uns Patrick Huisman mit seiner geballten Erfahrung liefert, natürlich unheimlich kostbar“, so NEXEN TIRE Motorsport-Teamchef- und -Fahrer Ralf Zensen. „Das gleiche gilt für Steven Fürsch, den ich als sehr routinierten Nordschleifenspezialisten ebenfalls sehr schätze. Ziel ist natürlich, die optimale Vorbereitung auf das 24-Stunden-Saisonhighlight. Und wenn unser neuer Rennwagen so toll fährt, wie ihn Lucas Klapperich und Kai Degenhart aufgebaut haben, dann blicke ich der Saison überaus optimistisch entgegen.

 

Fabian Peitzmeier: „Der Wahnsinn! Ich hatte bereits im vergangenen Jahr das große Glück, mit Ralph Beck von einem großartigen Nordschleifen-Spezialisten profitieren zu dürfen – das war wirklich eine riesige Hilfe und hat mir enorm weitergeholfen. Jetzt freue ich mich auf Patrick Huisman und darauf, meine Eindrücke vom Porsche 718 S-Fahrwerk mit seinem unbestechlichen Urteil abzugleichen. Als Maschinenbau-Student würde ich dazu fast sagen: validieren. Im Ernst: Von seiner Erfahrung kann ich unheimlich viel lernen, das ist eine einzigartige Gelegenheit. Wir nutzen das Sechsstunden-Quali-Rennen als großen Test und wollen so viele Daten wie möglich mit dem neuen Auto und den Reifen sammeln. Bis zum 24-Stunden-Saisonhöhepunkt Mitte Mai ist es nicht mehr lange, und da ist die Unterstützung durch Patrick Huisman natürlich besonders wertvoll für uns alle.“

 

Zu Patrick Huisman

Der 1966 in Den Haag geborene Rennfahrer ist der lebende Beweis, dass auch Späteinsteigern eine ordentliche Motorsportkarriere offen steht: Das erste Mal trat der Niederländer erst im Alter von 23 Jahren so richtig in Erscheinung, als er einen BMW M3 in der Tourenwagen-Meisterschaft seiner Heimat an den Start brachte. In der Folgesaison hatte er bereits einen Werksvertrag von BMW Holland in der Tasche und holte sich den Titel – für den stets gut gelaunten Patrick der Türöffner in die internationale Rennszene.

 

Vor allem bei Porsche fand Huisman schnell eine neue Heimat. 1992 wagte er den Sprung in den deutschen Porsche Carrera Cup. 1994 stieg er in den noch härter umkämpften Porsche Supercup auf und reifte zum absoluten 911er-Spezialisten. Seine erste voll Supercup-Saison beendete er 1995 als Vierter, im Folgejahr wurde er Dritter und 1997 zum ersten Mal Meister – ein Titel, den er bis 2000 noch drei Mal holte. Kein Wunder, dass Patrick seinen Twitter-Account schlicht und ergreifend „@mrsupercup“ genannt hat …

 

Zugleich etablierte sich Huisman als Fachmann für die Langstrecke mit Klassensiegen bei den 24-Stunden-Rennen in Le Mans, Daytona und auf dem Nürburgring. Doch der Niederländer kann auch anders: 2001 gab er sein Debüt in der Deutschen Tourenwagen Masters, fuhr mit dem Mercedes CLK DTM zwei Mal aufs Podest und gewann beim Saisonfinale in Hockenheim sogar das Sprintrennen. 2003 kehrte Patrick in den Porsche Supercup und auf die Langstrecke zurück, wo er weitere Erfolge und Rennsiege feierte – zum Beispiel fünf Gesamtsiege, die er in der hart umkämpften Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring erringen konnte.

 

Text und Bild: KAP