Im Interview mit Honda-Pilot Esteban Guerrieri

Normalerweise bist du in der WTCR unterwegs, wie ist es für dich, jetzt in einem Honda NSX GT3 das 24h Rennen von Spa-Franchorchamps an den Start zu gehen?

 

Es ist natürlich eine große Umstellung von einem TCR Auto zu einem GT3 Auto, aber man kann sich relativ schnell auf das neue Auto einstellen und es macht natürlich Spaß, mit diesem Auto hier zu fahren.

 

Für mich ist es das erste 24h Rennen hier in Spa und es ist eine große Herausforderung, das Starterfeld ist extrem stark. Unser Ziel ist es, das Auto besser kennenzulernen und so wenig Fehler wie möglich zu machen. Dann werden wir sehen wo wir am Ende stehen werden.

 

Du sagtest, das ist dein erstes 24h Rennen. Wie hast du dich auf das Rennen vorbereitet?

 

Zunächst einmal, habe ich mich physisch sehr gut auf das Rennen vorbereitet, damit ich über das gesamte Wochenende volle Leistung bringen kann. Danach ging es natürlich darum, die Regeln und das Auto kennenzulernen, um bestmöglich auf dieses Wochenende vorbereitet zu sein.

 

Die Wettervorhersage für dieses Wochenende deutet auf sehr heiße Temperaturen hin. Kommt dir das eher entgegen oder fährst du lieber bei kühleren Temperaturen?

 

Für uns sind die heißen Temperaturen eher positiv. Wir haben viel an der Klimaanlage gearbeitet, sodass es im Cockpit recht angenehm ist. Ich fühle mich sehr fit und vielleicht kann ich durch das Ausschalten der Klimaanlage mehr Leistung aus dem Auto herausnehmen.

 

Es ist das erste Mal, dass Honda bei diesem Rennen mit dem NSX GT3 an den Start geht. Was erwartest du dir von der Premiere?

 

In unserer Situation war es die vollkommen richtige Entscheidung, nicht in der PRO, sondern in der PRO-AM-Wertung an den Start zu gehen. Bei dem Stand der Entwicklung unseres Fahrzeugs ist es am wichtigsten, viele Informationen zu sammeln, um das Potential noch besser ausschöpfen zu können.

 

Dadurch sind wir noch nicht auf einem Level mit anderen Herstellern, die schon seit vielen Jahren im GT3 Sport vertreten sind und können uns ohne den großen Druck, der in der PRO-Kategorie herrscht auf unser Rennen und unsere Entwicklung konzentrieren. Das große Ziel ist es, so wenig Fehler wie möglich zu machen und eine intelligente Strategie zu fahren. Wir haben keinerlei Referenzen aus den Vorjahren, somit ist unser Ziel unter die Top-5 unserer Klasse zu fahren.

 

Die Sache mit den Tracklimits wird an diesem Wochenende wieder eine große Rolle spielen. Dadurch wird es sehr darauf ankommen, sich dadurch keine Strafen einzuhandeln.

 

Aber egal, welches Ergebnis wir am Ende einfahren werden, dass Ziel ist es, uns in den nächsten Jahren zu steigern und mit den großen Teams mitfahren zu können.

 

Wie findest du die Rennstrecke in Spa?

 

Ich liebe diese Strecke! Ich bin hier schon viele Rennen gefahren und habe viel Erfahrung mit der Strecke unter allen Bedingungen, in vielen verschiedenen Fahrzeugen. Für mich ist Spa eine der besten Rennstrecken überhaupt!

 

 

Text/ Interview: Laura Brunnenmeister, Max Bermel

Bilder: Max Bermel